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Die Sanierung des alten Schaftlacher Bahnhauses ist fast abgeschlossen. Die Wohnungen hat die Gemeinde inzwischen vergeben – und denkt schon an neue Projekte. 

Bahnhaus Schaftlach

Familien können zum Jahresende einziehen

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Die Sanierung des Schaftlacher Bahnhauses war aufwendiger als gedacht. Rund 200 000 Euro hat das Kommunalunternehmen investiert. Zum Jahresende können einheimische Familien einziehen.

Schaftlach – Beim ersten Rundgang durch die Räume war mancher Bewerber geschockt. „Die konnten sich gar nicht vorstellen, dass man das wieder herrichten kann“, erinnert sich Andreas Hagleitner, Vorsitzender des Kommunalunternehmens Wohnbaugesellschaft Waakirchen (WBW). Das ist noch gar nicht so lange her. Wie berichtet, hat die Sanierung des Hauses Hirschbergstraße 2 im August begonnen. „Aber jetzt sind wir fast fertig“, erklärt Hagleitner. Die Mieter, Einheimische mit Kindern und kleinem Geldbeutel, können zum Jahresende einziehen. Das Haus liegt günstig: direkt am Schaftlacher Bahnhof.

„Die Sanierung war noch aufwendiger als gedacht“, erklärt Hagleitner. Neben einer neuen Gasheizung erhielten alle fünf Wohnungen neue Bäder, das Treppenhaus wurde saniert, die Fassade aufgehübscht. Rund 200 000 Euro musste die WBW investieren. Die Mieter können sich auf rundum renovierte Wohnungen freuen. Ihr Preis beträgt zwischen 6,90 und 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Eine der fünf Wohnungen war schon vor der Sanierung bewohnt, der Mieter bleibt. Die anderen wurden von der Gemeinde vergeben. „Wir wollten Bürgern helfen, die wirklich Probleme bei der Wohnungssuche haben“, erklärt Rathaus-Chef Sepp Hartl. „Und das ist uns auch geglückt.“ Die Wohnungen, zwischen 100 und 70 Quadratmetern groß, gehen an Eltern mit Kindern und Alleinerziehende.

Der Andrang war groß: Insgesamt hatten sich 24 Interessenten bei der Gemeinde gemeldet. Die will auch nicht lange damit warten, ein neues Wohnbau-Projekt in Angriff zu nehmen. „Wir wollen auch in Waakirchen etwas schaffen“, meint Hartl. Noch stehe aber kein Standort fest.

Das Waakirchner Haus wäre das dritte Projekt des bei der Gründung im Jahr 2015 noch heftig umstrittenen Kommunalunternehmens. Das erste war der Bau von zwei Ziegelhäusern mit acht Wohnungen, ebenfalls in Schaftlach. Hier sind derzeit Geflüchtete untergebracht. Der Mietvertrag mit dem Landratsamt läuft zehn Jahre lang. Danach kann die Gemeinde selbst über die Häuser verfügen.

Auch für das Haus am Bahnhof gibt es Vorgaben. Die Gemeinde hatte es im Dezember 2016 von der BRD-Eisenbahnvermögen (BEV) günstig erwerben können. Es wurde mit einer Sozialbindung verkauft, die 20 Jahre lang gilt. „Wir sind der BEV dankbar, dass sie uns ermöglicht hat, günstigen Wohnraum für unsere Bürger zu schaffen“, erklärt Hartl. Als ausgesprochen hilfreich erweise sich auch das Kommunalunternehmen, das von Gemeinderäten ehrenamtlich – es gibt nur eine Aufwandsentschädigung – geführt wird. Angesichts des Geleisteten und den Umfang der Aufgaben, so Hartl, denke die Gemeinde daran, das Kommunalunternehmen noch zu erweitern.

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