Musik und Politik: Balthasar Brandhofer will seine Leidenschaften weiter pflegen.. Foto: Archiv TP
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Musik und Politik: Balthasar Brandhofer will seine Leidenschaften weiter pflegen.

Balthasar Brandhofer spielt weiter mit

Waakirchen - Balthasar Brandhofer (53), Ex-Landtagskandidat der Freien Wähler und Waakirchner Gemeinderat, will in der Kommunalpolitik weiter mitspielen. Darum kandidiert er jetzt auf der Gemeinderats-Liste der neu gegründeten Aktiven Bürgervereinigung, die sich mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Rudi Reber um den Einzug ins Waakirchner Rathaus bewirbt.

„Auf der FWG-Liste war ja kein Platz mehr“, erklärt Brandhofer, Leiter der Geschäftsstelle Waakirchen der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee und Landwirt. Zur Erinnerung: Als die Freien Wähler Waakirchen-Schaftlach Mitte Dezember ihre Kandidaten für den Gemeinderat und das Amt des Bürgermeisters nominierten, hatte Brandhofer einen anderen Abendtermin, wollte später kommen.

Als er endlich in den Saal des Sportheims eilte, war die Kandidatenliste gerade verabschiedet. Sein Name fehlte. Dabei, berichtet Brandhofer, habe er zwar kurz an den Ausstieg gedacht, vor der Nominierung jedoch gegenüber Fraktionssprecher Andreas Hagleitner bekundet, dass er doch bereit sei, als Gemeinderat weiterzumachen.

Dem Hin und Her waren einige Misstöne vorausgegangen. Wie berichtet, wollte Brandhofer, dass die Freien Wähler Waakirchen-Schaftlach sich als Verein gründen, nach dem Vorbild der Kreis-Vereinigung. Dazu zeigte die lose Gruppierung mit Bürgermeister Sepp Hartl an der Spitze jedoch wenig Neigung, trotz der Fürsprache des Kreisvorsitzenden Norbert Kerkel, inzwischen Landratskandidat.

Es war Rudi Reber, der bei Brandhofer anfragte, ob er nicht doch noch ins Rennen gehen will - für die Aktive Bürgervereinigung. Brandhofer erbat sich Bedenkzeit und sucht auch das Gespräch mit Florian Streibl, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freie Wähler Landtagsfraktion. „Auf Kreisebene will ich für die Freien Wähler weiter aktiv sein“, macht Brandhofer deutlich. Streibl habe grünes Licht gegeben. Demnach sei es kein Problem, für die parteifreie Bürgervereinigung im Gemeinderat zu sitzen und auf Kreisebene für die FWG aktiv zu sein. Für eine Vereinsgründung der FWG im Gemeindebereich werde er aber nicht mehr eintreten, meinte Brandhofer: „Das zwickt sich.“

Bei der Aktiven Bürgerliste, die am 8. Dezember aufgestellt wurde, steht Brandhofer jetzt auf dem letzten Platz. Dort verdrängt er niemanden, die Liste bot noch Raum. Es von dieser Position vielleicht doch ins Gremium zu schaffen, ist ein sportlicher Unterfangen - aber nicht unmöglich.

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