Ende April sollen die klinischen Studien starten. Thomas Strüngmann (Bild oben) aus Tegernsee und sein Zwillingsbruder Andreas sind Groß-Investoren bei dem Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Mainz.
+
Mit Hochdruck forschen die Mitarbeiter von „BioNTech“ in den Laboren an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Bereits seit Anfang März

Riesen-Hoffnung in „BioNtech“: Tegernseer Investor plant Impfstoff in „Lichtgeschwindigkeit“

Es sind große Ziele, die das Biotechnologie-Unternehmen „BioNTech“ hat. Die Firma mit Sitz in Mainz ist gerade dabei, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.

  • Das Coronavirus muss dringend bekämpft erden.
  • Fieberhaft suchen Forscher weltweit nach einem Impfstoff.
  • Das Unternehmen „BioNtech“ mit Wurzeln am Tegernsee, ist ebenfalls involviert.
  • Alles aus der Region gibt's jetzt auch in unserem neuen, wöchentlichen Tegernsee-Newsletter.

Tegernsee – Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Tegernseer Tal. Denn Groß-Investoren sind die eineiigen Zwillinge Andreas und Thomas Strüngmann, die aus Rottach-Egern (Kreis Miesbach) stammen. Thomas Strüngmann hat noch heute in Tegernsee ein Domizil. Die beiden Brüder bauten seit 1986 das Unternehmen Hexal in Holzkirchen auf, das zum zweitgrößten Generika-Hersteller Deutschlands aufstieg. 2005 verkauften die Strüngmann-Brüder Hexal für 5,6 Milliarden Euro an den schweizer Pharmakonzern Novartis.

Impfstoff gegen Coronavirus: BioNtech plant schnelle Entwicklung

Einen Teil des Erlöses, rund 260 Millionen Euro, investierten sie vor zwölf Jahren in das Unternehmen „BioNTech“, das sich unter anderem auf individualisierte Krebsmedizin spezialisiert hat. Auch zu Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten forscht die Firma. Inzwischen sind bei „BioNTech“ mehr als 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Das Strüngmann Family Office ist Mehrheitsaktionär.

Thomas Strüngmann aus Tegernsee ist Groß-Investor bei dem Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Mainz.

Bei der Forschung nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus meldet „BioNTech“ „rapide Fortschritte“. Das Projekt ist mit dem Titel „Lightspeed“, zu deutsch „Lichtgeschwindigkeit“, überschrieben. Ziel sei, „klinische Studien schnellstmöglich zu initiieren und so einen Impfstoff weltweit zur Verfügung stellen zu können“, erklärte Ugur Sahin, Gründer und Vorstandsvorsitzender von „BioNTech“. Das Unternehmen plant, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, Ende April die klinische Studie zum Impfstoff zu starten. Tests sollen in Deutschland an mehr als 100 freiwilligen, gesunden Probanden durchgeführt werden. Sie bekommen den Impfstoff verabreicht und anschließend wird untersucht, wie viele Antikörper sie gegen das Coronavirus bilden.

Impfstoff gegen Coronavirus: Tegernseer Investor zuversichtlich

Für die Entwicklung des Impfstoffes arbeitet „BioNTech“ mit Firmen aus den USA und China zusammen. Das Unternehmen forscht außerdem laut Ugur Sahin an „einem neuartigen therapeutischen Ansatz für bereits infizierte Patienten“.

Geldgeber Thomas Strüngmann tritt auch im Tegernseer Tal als Investor in Erscheinung. In Premiumlage am Wiesseer Seeufer plant die Familie Strüngmann mit der Firma Athos den Bau eines Luxushotels mit rund 90 Zimmern. Entstehen sollen mehrere Suiten-Häuser entlang des Tegernseer Ufers. Das Hotel will Strüngmann für seine vier Kinder bauen, denen mittlerweile bereits das Grundstück gehört.

In der Gemeinde Bad Wiessee ist Strüngmann als finanzstarker und sehr zugänglicher Investor hoch geschätzt. Im einstigen Kurort wartet man seit Langem auf ein solches Leuchtturmprojekt. Zuletzt am Tegernsee öffentlich aufgetreten ist Thomas Strüngmann 2017 beim Wirtschaftsempfang des Landkreises Miesbach, bei dem er eine Laudation hielt.  cla/gab

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wegen Coronavirus: Open Air auf Gut Kaltenbrunn auf 2021 verschoben
Kein Konstantin Wecker, kein Austropop: Das Gut Kaltenbrunn Open Air am 7. und 8. August findet heuer wegen des Coronavirus nicht statt. Doch es gibt schon einen neuen …
Wegen Coronavirus: Open Air auf Gut Kaltenbrunn auf 2021 verschoben
Wanderer schlägt Mountainbiker im Tegernseer Alpbachtal vom Rad
Als „irrsinnige Spontan-Tat“ bezeichnete Amtsrichter Walter Leitner, was einen 45-jährigen Münchner auf die Anklagebank brachte. Bei einer Wanderung soll er einen …
Wanderer schlägt Mountainbiker im Tegernseer Alpbachtal vom Rad
Fensterscheibe eingeschlagen: Diebe stehlen Uhren bei Juwelier Leicht
Zwei Täter haben in der Nacht die Fensterscheibe des Juweliers Leicht an der Seestraße in Rottach-Egern eingeschlagen. Sie stahlen mehrere teure Uhren.
Fensterscheibe eingeschlagen: Diebe stehlen Uhren bei Juwelier Leicht
Blumen Reichl schließt zum 1. September: Freud und Leid stets mit den Kunden geteilt
40 Jahre lang hat Angelika Reichl ihr Blumengeschäft in Bad Wiessee betrieben. Ende August verabschiedet sie sich in den Ruhestand - nicht ohne Wehmut.
Blumen Reichl schließt zum 1. September: Freud und Leid stets mit den Kunden geteilt

Kommentare