+

Jubiläum

Das Tal leuchtet: 120 Jahre E-Werk Tegernsee

Als fest in der Region verwurzeltes Unternehmen stellt das E-Werk Tegernsee einen anerkannten Dienstleister und bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Privat- und Gewerbekunden bietet es optimale Versorgung durch kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und kompetente Beratung bei allen Fragen rund um das Thema Energie.

Über die Kernaufgaben der Stromerzeugung, des Netzbetriebs und des Stromhandels hinaus, engagiert sich das E-Werk im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Junge Menschen werden regelmäßig zu Elektronikern und Industriekaufleuten ausgebildet. Dass sich das E-Werk aktuellen Herausforderungen, etwa nach erneuerbaren Energien stellt, beweist die laufende Optimierung der beiden Wasserkraftwerke am Söllbach und an der Weißach. Ein wichtiger „Lückenschluss“ ist zudem geschafft: Nach mehrjährigen Verhandlungen steht das E-Werk Tegernsee vor der Übernahme des Stromnetzes Gmund.

„Aus der Region, für die Region“ – so lautet das Credo für das E-Werk, dessen persönlich haftender Gesellschafter die Stadt Tegernsee mit ihrem Bürgermeister Johannes Hagn ist. Die Geschäfte führt Direktor Dr. Norbert Kruschwitz mit einem Team von 38 Mitarbeitern.

So fing alles an

Den Namen jenes Mannes, mit dem alles begann, trägt das E-Werk bis heute im Namen: Carl Miller. Der Holzhändler, Besitzer der Hammerschmiedsäge im Kreuther Ortsteil Weißach, war ein ebenso visionärer wie mutiger und pragmatischer Mann. Am 10. Februar 1896 ließ er vor staunendem Publikum im Tegernseer Steinmetz-Saal zu Demonstrationszwecken ein Glühbirne erstrahlen. Sie bezog ihre Energie aus einem provisorisch aufgestellten Dynamo, der vom Alpbachwasser der Staudachersäge in hundert Metern Entfernung angetrieben wurde. Nur knapp ein Jahr später brannten bereits in 80 Tegernseer und Rottacher Häusern Glühbirnen. Der Strom stammte aus dem in Rekordzeit realisierten Weißach-Wasserkraftwerk der neu gegründeten Weißach-Tegernsee GmbH, der neben Miller und seinen Brüdern auch die Weißacher Brüder Bachmair sowie die damalige Gemeinde Tegernsee angehörten. Fast monatlich wurden Lösungen ausgetüftelt, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. 1909 ging das Söllbach-Wasserkraftwerk ans Netz, Engpässe wurden mit Dieselmotoren und Dampfkesseln überbrückt. Das E-Werk überraschte regelmäßig mit Pionierleistungen, darunter mehrere Seekabelverlegungen oder den Bau eines Akkumulatorenhauses mit Trafostation zum Stromspeichern. Da mit Beginn des Zweiten Weltkrieges Dieselkraftstoff Mangelware wurde, kam es auf Betreiben des Wirtschaftsministeriums zum Anschluss des Tegernseer Stromnetzes an die damaligen Amper-Werke.

Ein zuverlässiger Versorger – heute und in Zukunft

Das E-Werk Tegernsee ist heute breit, solide und zukunftsorientiert aufgestellt. Zu ihm gehören die Vertriebs KG, die inzwischen 3000 Kunden außerhalb des eigenen Netzgebiets mit Tegernseer Strom versorgt. Für die Tegernseer Kur- und Versorgungsbetriebe (TKV), einem Eigenbetrieb der Stadt Tegernsee, übernimmt das E-Werk die kaufmännische und technische Betriebsführung. Die monte mare Seesauna Tegernsee, ein Erfolgs-Modell, wurde von den TKV gebaut. Die Tegernseer Erdgasversorgungsgesellschaft mbH (TEG) wurde schon 1988 gegründet. Gesellschafter sind zu gleichen Teilen das E-Werk und die Energie Südbayern GmbH (ESB).

Das E-Werk Tegernsee ist seit 1896 Ihr Versorger aus der Region – feiern Sie den 120. Geburtstag mit!

Jubiläums-Programm mit Festzelt auf der Point

Freitag, 27. Mai 
Wer eine Karte ergattert hat, darf sich freuen: Die Cuba Boarischen und ihre Musikerfreunde aus Havanna präsentieren ihre neuesten Songs auf der „Servus Cuba Sommertour 2016“. Cuba samt lebensfrohem Karibikfeeling zum Anfassen, Mitsingen, Mittanzen und Feiern. Beginn: 20 Uhr. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft.

Samstag, 28. Mai
Großer Familientag mit vielen Mitmachaktionen für Groß und Klein. Für Kinder gibt’s spannende Experimente zum Thema Energie, sie können Strom selbst erzeugen und interaktive Lernspiele ausprobieren. Für Erwachsene gibt’s Infos zur Geschichte des E-Werks, über Photovoltaik und Blockheizkraftwerke, über E-Mobilität und Erdgas-Autos sowie einen Segway-Parcour. Beginn: 10 Uhr, Ende: 16 Uhr.

Samstag, 28. Mai 
Die Wellküren, weibliche Synthese aus Volksmusik und bayerischem Kabarett, spannen zum 30-jährigen Bestehen den Bogen weit. Moni, Burgi und Bärbi zielen mit ihrem Spott und ihren Gstanzln ganz aktuell auf politischen Unsinn und zeitgeistigen Blödsinn, haben aber auch Lieblingsstücke aus den letzten 30 Jahren ausgewählt und neu arrangiert. Einlass: 18 Uhr, Beginn: 20 Uhr. Freie Sitzplatzwahl. Es gibt noch Restkarten zum Preis von je zwölf Euro für die Veranstaltung.

Sonntag, 29. Mai 
Festtag auf der Point. Los geht’s um 9.30 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück mit musikalischer Umrahmung. Anschließend um 12 Uhr zelebrieren Monsignore Walter Waldschütz und der evangelische Pfarrer Martin Weber einen ökumenischen Festgottesdienst. Die Sunshine Gospels umrahmen ihn musikalisch.

Karten unter 0 80 22 / 1 83 42, per E-Mail an tickets@ewerk-tegernsee.de sowie online unter www.ewerk-tegernsee.de

Zahlen und Fakten

Zum Jahresende 2015 bestand das Gesamtnetz des E-Werks Tegernsee aus

  • 4 Schalthäusern
  • 133 Trafostationen
  • 126 km Mittelspannungskabel
  • 37 km Niederspannungsfreileitung
  • 346 km Niederspannungskabel
  • 179 km Straßenbeleuchtungskabel
  • Die Lastspitze betrug 15 920 Kilowatt

Fotostrecke

Auch interessant

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Bayerisches Schmankerl-Memo</center>

Bayerisches Schmankerl-Memo

Bayerisches Schmankerl-Memo
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

Rehbockgehörn mit Strass
<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Meistgelesene Artikel

Ein kurzer Abriss der Reformations-Geschichte im Landkreis 
Miesbach – Der Landkreis Miesbach gilt als durch und durch katholischer Landstrich. Wer in der Geschichte zurückblickt, entdeckt allerdings, dass dieses Bild trügt. 
Ein kurzer Abriss der Reformations-Geschichte im Landkreis 
Gipfel in Rottach-Egern: VonTrump bis Chuck Norris
Rottach-Egern - Wohin treibt die Welt – und welche Anstöße braucht es für eine gute Zukunft? Es sind die großen Zusammenhänge, die beim Erhard-Gipfel beleuchtet wurden, …
Gipfel in Rottach-Egern: VonTrump bis Chuck Norris
Neues Badehaus verliert an Rückhalt
Bad Wiessee - Der Rückhalt fürs geplante Badehaus in Bad Wiessee bröckelt: Nur mit einer hauchdünnen Mehrheit von 8:7 hat der Gemeinderat am Donnerstagabend die …
Neues Badehaus verliert an Rückhalt
Herzog Max in Bayern: „Ludwig II. würde sich im Grab umdrehen“
Am Samstag feiert er Geburtstag: Herzog Max in Bayern wird 80 Jahre alt. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur erzählt er von seinen Lebensorten und dem Erbe seiner …
Herzog Max in Bayern: „Ludwig II. würde sich im Grab umdrehen“

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.