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100 Jahre Bad Wiessee: Trovasur und Perlseer Dirndl fusionieren musikalisch

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Von: Katja Schlenker

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(v.l.) Susanne Wiesner, Thomas Rebensburg und Georg Höß mit Florian Stecher
Freuen sich auf das musikalische Experiment in Bad Wiessee: (v.l.) Susanne Wiesner, Thomas Rebensburg und Georg Höß mit Florian Stecher von der Band Hoamatbeat. © Schlenker

Bad Wiessee – Jubiläum statt Seefest für Bad Wiessee: Zum 100-Jährigen gibt es eine Weltpremiere mit Trovasur und Perlseer Dirndl. Auch Hoamatbeat ist dabei.

Wiessee feiert 2022, dass es vor 100 Jahren den Titel „Bad“ erhalten hat. Zum Jubiläum gibt es vom 30. Juni bis 3. Juli vier Tage lang ein buntes Programm mit Livemusik und einem besonderen Projekt.

Statt Seefest feiert Bad Wiessee 2022 100-Jähriges. Der einmalige Anlass wird groß gefeiert und bietet eine Premiere: Die Combo Trovasur und die Perlseer Dirndl machen gemeinsame Sache. Heraus kommt ein musikalisches Experiment. Zu hören gibt es das am Samstag, 2. Juli, um 20 Uhr, nachdem zuvor ab 17 Uhr schon „Hoamatbeat“ den Besuchern eingeheizt haben.

Was Mexiko und Bayern verbindet

Ein bayerisch-südamerikanisches Programm wollen die beiden Gruppen – eine bekannt für kubanische Klänge in bayerischer Spielart, die andere für glockenklaren bayerischen Dreigesang – präsentieren. Zusammengebracht hat die Künstler der Tegernseer Komponist und Arrangeur Thomas Rebensburg.

Georg Höß, Frontmann von Trovasur, erläuterte kürzlich bei einem Termin zum Jubiläum, wie das Projekt entstanden ist. Zum einen besann er sich auf die Anfänge als Geburtstagscombo mit mexikanischem Mariachi-Repertoire und zum anderen auf musikhistorische Wurzeln der südamerikanischen Musik, die auch im Alpenraum liegen.

Weitere Informationen, auch zu Eintrittskarten gibt es unter www.tegernsee.com/wiessee100.

Bei diesem Prozess spielte auch das Militärorchester Maximilian I. von Mexiko eine Rolle. Der war Habsburger und ein Enkel von Bayerns König Max. I. Joseph. In dessen etwa 7.000 Mann starkem, österreichisch-mexikanischem Freiwilligencorps waren auch 60 alpenländische Musikanten dabei. Deren Stil sei ebenso in die Mariachi-Klänge eingeflossen wie ungarische sowie slawische Musik, welche dann um die ganze Welt gingen.

Spanische Texte lernen Herausforderung

„Diese bayerischen Stücke gilt es nun zu reimportieren“, erklärte Georg Höß. Diese Aufgabe übernimmt Thomas Rebensburg. Zudem muss er den Dreigesang von Michaela Brückner (erste Stimme und Harfe), Susanne Wiesner (zweite Stimme und Geige) sowie Christina Meier (dritte Stimme und Klarinette) in die Arrangements integrieren.

„Der dreistimmige Satz der südamerikanischen Musik ist sehr parallel zur bayerischen Musik“, sagte Susanne Wiesner aus Rottach-Egern, die ebenfalls bei dem Termin anwesend war. „Die größte Herausforderung für uns ist, die spanischen Texte zu lernen.“ Doch die Mühe ist es wert, ist sie sich sicher. ksl

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