Workshop in Gmund
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In der Gemeinde Gmund wird derzeit an einem Wohnprojekt für Senioren geplant.

Ergebnisse eines Workshops

Älter werden in Gmund: Wohnprojekt für Senioren geplant

Gmund – Ein Wohnprojekt wird derzeit in Gmund geplant, vor allem für Senioren. Beim Workshop zum „Wohnen im Alter“ wurden Details besprochen.

Die Gemeinde Gmund plant ein Wohnprojekt für Senioren, für das zwei Grundstücke infrage kommen: zum einen die Fläche nördlich der Hirschbergstraße, zum anderen die an der Wiesseer Straße, neben dem Parkplatz Kaltenbrunn. Um eine konzeptionelle Grundlage zu schaffen, wurde vor Kurzem ein Workshop mit den örtlichen Experten der Seniorenarbeit durchgeführt, um die Rahmenbedingungen für das Wohnprojekt gemeinsam zu entwickeln.

„Die Wünsche der älteren Generation sind vielfältig und auch einem Wandel unterworfen. Die Generation der Baby-Boomer hat andere Wohnvorstellungen als die heute 80-Jährigen“, sagte Anja Preuß von der Koordinationsstelle Wohnen im Alter, die das Projekt begleitet. Deshalb stelle sich für ein Seniorenwohnprojekt immer die Frage nach der Zielgruppe, die erreicht werden soll.

Wohnraum für Einheimische

In Gmund, das wurde im Workshop erarbeitet, sollen Bürger angesprochen werden, die Interesse an einem guten nachbarschaftlichen Miteinander haben und auch bereit sind, sich in einer Seniorenwohnanlage in einem gewissen Maß in die Gemeinschaft einzubringen.

Wichtig sei auch, dass der Wohnraum explizit vordergründig für Einheimischen verfügbar ist. Pflegerische oder betreuerische Angebote wie Tagespflege oder betreutes Wohnen sollen durch die Wohnanlage nicht realisiert werden. Da stehen den künftigen Bewohnern lokale Angebote zur Verfügung.

Gemeinschaftsraum für Bewohner

Für das geplante Wohnprojekt sind zwei Szenarien möglich: Eine Seniorenhausgemeinschaft, also eine Wohnanlage, in der barrierefreie, bezahlbare Wohnungen für ältere Bürger zur Verfügung stehen, und in der die Möglichkeit für gemeinschaftliche Aktivitäten besteht. Oder: Ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, in dem barrierefreie Wohnungen für unterschiedliche Generationen zur Verfügung gestellt werden. Auch da stehe das nachbarschaftliche Miteinander im Vordergrund. Hilfeleistungen von Alt zu Jung sowie umgekehrt könnten so Wirklichkeit werden wie etwa das Mitbringen von Einkäufen und im Gegenzug das Aufpassen auf Kinder.

Unabhängig vom Szenario soll ein Gemeinschaftsraum für Bewohner entstehen, der vielleicht sogar allen Gmundern zugänglich gemacht werden soll, um Synergieeffekte mit der Dorfgemeinschaft herzustellen.

Bürgerbeteiligung Ende September

Derartige Aktivitäten bedürfen sinnvollerweise einer Koordination. Wie diese vonstatten gehen soll, lasse sich im Rahmen eines sogenannten Quartierskonzepts entwickeln, das die gesamte Gemeinde in den Blick nimmt und sowohl neu zu schaffende Angebote, als auch bereits bestehende Versorgungsstrukturen miteinander vernetzt. Dies könne im Rahmen eines Sozialbüros erfolgen, also durch einen Kümmerer, meist eine sozialpädagogische Fachkraft, die einen Büroraum in der Wohnanlage hat und als Beratungsstelle für alle älteren Bürger in Gmund dient.

„Insbesondere aufgrund der bereits beschriebenen Synergieeffekte ist das als zukunftsweisender Weg zu sehen, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen und einen großen Mehrwert für das Leben aller Bürger zu schaffen“, sagte Bürgermeister Alfons Besel. Welche der beiden Optionen am besten geeignet ist, soll am 27. September, um 18 Uhr, im Rahmen einer Bürgerbeteiligung im Neureuthersaal diskutiert werden. Alle interessierten Gmunder sind eingeladen. ksl

Quelle: DasGelbeBlatt

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