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Bücherschränke in Waakirchner Ortsteilen geplant

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Von: Daniela Skodacek

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Wer neuen Lesestoff braucht, kann diesen in Waakirchen bald auch in einem Bücherschrank finden. © Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)

Waakirchen – Vielerorts gibt es bereits Bücherschränke. Auch die Gemeinde Waakirchen möchte nun vier solcher ausgedienter Telefonzellen errichten.

In einer Umfrage unter Waakirchner Gemeindebürgern, initiiert von der Kinder- und Jugendbeauftragten Evi Obermüller, wurde mehrmals der Wunsch nach einem Bücherschrank geäußert. Nun bekommt Waakirchen sogar drei Exemplare zur einfachen Entleihe von Lesestoff gesponsert. Einen vierten will die Gemeinde selbst finanzieren.

In der Januarsitzung der Gemeinderäte hatten die beiden Grünen-Rätinnen Cornelia Riepe und Evi Obermüller nun explizit beantragt, einen öffentlich zugänglichen Bücherschrank zu errichten. In vielen umliegenden Kommunen sei ein solcher bereits eingerichtet und erfreue sich großer Beliebtheit. Als Aufstellort schlugen sie Schaftlach vor.

Lions-Clubs Miesbach-Holzkirchen hilft

Bürgermeister Norbert Kerkel aber war ihrem Antrag schon zuvor gekommen. Bereits im Herbst – kurz nach Präsentation der Umfrageergebnisse im Gemeinderat – habe er sich umgehört und um einen Sponsor bemüht. Kerkel sprach damals mit Christoph Seidenfus, Vorstand des Lions-Clubs Miesbach-Holzkirchen. Dieser hat bereits mehrere Bücherschränke im Landkreis Miesbach gesponsert.

Am Abend der Gemeinderatssitzung verkündete der Rathauschef daher freudig, dass die Lions-Mitglieder einverstanden sind, auch Waakirchen zu unterstützen, und sogar drei Schränke zur Verfügung stellen. Einen vierten Bücherschrank zahlt die Gemeinde selbst, kündigte Kerkel an. Mögliche Standorte sind das Bahnhofsareal in Schaftlach, das Feuerwehrhaus in Piesenkam, in Waakirchen das Gebiet rund um die Kirche sowie in Marienstein das alte Schulhaus.

Bücherschränke ab Frühsommer

„Vielen Dank, das klingt super“, sagte Evi Obermüller und fragte nach dem weiteren Prozedere. Für den Korpus dienten ausgeschlachtete Telefonzellen, die noch besorgt und mit Regalen bestückt sowie gestaltet werden müssten. Auch die Aufstellsockel müsse die Gemeinde selbst errichten. Kerkel will die potenziellen Standorte mit Christoph Seidenfus noch abfahren. Für die Gestaltung der Außenhüllen schlug Obermüller sogleich einen Malwettbewerb vor. Zudem müsse ein Personenkreis gefunden werden, der sich um die Schränke und den enthaltenen Lesestoff kümmert – also eine Art Patenschaft übernimmt. Kerkel zeigte sich dazu äußerst zuversichtlich.

Der einstimmige Beschluss der Gemeinderäte, die vier Bücherschränke zu errichten, war da nur mehr Formsache. Kerkel erklärte auf Nachfrage, dass das kostenlose Angebot bereits ab Frühsommer genutzt werden kann. sko

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