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Neues Waakirchner Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht

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Von: Daniela Skodacek

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Einweihung Feuerwehr Waakirchen
Pfarrer Stefan Fischbacher, Pfarrerin Sabine Arzberger und Pastoralreferent Christoph Mädler segneten das Haus. © Skodacek

Waakirchen – Mit einem Tag der offenen Tür wurde das neue Waakirchner Feuerwehrhaus eingeweiht. Auch Kameraden aus der Umgebung waren dabei – und sogar von weiter weg.

Lange ließ Corona keine großen Feste zu. Umso größer war die Freude, das neue Waakirchner Feuerwehrhaus nun endlich feierlich einweihen zu können – gut ein halbes Jahr nach Einzug der Wehr. Zahlreiche Feuerwehrler und Ehrengäste aus den Nachbargemeinden freuten sich mit den Waakirchnern. Die Bevölkerung konnte sich zum Tag der offenen Tür über die neue Einsatzzentrale und die Arbeit der Feuerwehr informieren.

„Was soll ich sagen – ich bin zu Hause“, freute sich Stefan Britz, Erster Waakirchner Feuerwehrkommandant bei der offiziellen Übergabe. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Verantwortlichen beim Bau, die super Kameradschaft und die Unterstützung aus der Bevölkerung. Bei einer Spendenaktion, die parallel zum Bau des Feuerwehrhauses lief, kamen rund 80.000 Euro zusammen. Zum Dank sind nun alle Sponsoren auf einer Spendentafel im Gemeinschaftsaal verewigt.

Moderne Fahrzeuge zu groß für alte Wehr

Zuvor ließ Bürgermeister Norbert Kerkel die Anfänge des Großprojekts Revue passieren. Das alte Feuerwehrgerätehaus neben dem Waakirchner Rathaus war den hochmodernen Fahrzeugen, die in den vergangenen Jahren angeschafft wurden, nicht mehr gewachsen. Schon in der zurückliegenden Legislatur waren sich die Gemeinderäte einig, Abhilfe zu schaffen, „denn an unserer Feuerwehr wollen und dürfen wir nicht sparen“, sagte Kerkel. Der Gemeinde sei es dann schnell gelungen, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen und vor allem auch ein geeignetes Grundstück zu bekommen. Dafür dankte Kerkel dem Verkäufer des Grundstücks, Florian Meier.

Die vormals geschätzten Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro wurden schließlich sogar unterboten. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst der vielen Personen und 34 Firmen, die an Planung, Koordinierung des Baus und Baubegleitung beteiligt waren. Einen besonderen Dank richtete Kerkel an die Wohnbaugesellschaft Waakirchen KU mit dem Vorsitzenden Luitpold Grabmeyer, an Baubetreuer Andreas Hagleitner und Architekt Thomas Schmidt sowie an die gute Seele des Projekts Evi Englmann. „Die Fertigstellung des Hauses optimiert die Sicherheit und erleichtert unseren Feuerwehrleuten ihre verdienstvolle Arbeit“, sagte der Bürgermeister.

Lob für Team der Feuerwehr Waakirchen

„Wenn wir alle zusammen helfen und uns gegenseitig unterstützen, nur dann kann alles gelingen“, betonte anschließend Pfarrer Stefan Fischbacher, der mit Pfarrerin Sabine Arzberger und Pastoralreferent Christoph Mädler die kirchliche Segnung des Hauses übernahm. Es gebe allem Schutz vom Stiefel bis zum Feuerwehrauto, sei ein Ort für Dienst, Zusammenkunft und Austausch, gerade nach schweren Einsätzen, bekräftigte Arzberger.

Gruß- und Dankesworte des Landkreises überbrachte Jens Zangenfeind, stellvertretender Landrat und Haushams Bürgermeister, der die mutige Entscheidung der Gemeinde und das starke Team der Feuerwehr lobte. Waakirchens Altbürgermeister Sepp Hartl, in dessen Amtszeit die Bauentscheidung fiel, dankte der Feuerwehr ebenfalls für ihren Einsatz: „Das ist schon profimäßig, was ihr leistet.“ Den Fokus auf die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehren lenkte Kreisbrandrat Anton Riblinger in seiner Gratulation zum neuen Standort. Auch dafür brauche es eine entsprechende Heimat.

Kameraden aus Brandenburg angereist

Dass die Kameradschaft unter den Feuerwehrlern generell groß ist, bewiesen die zahlreichen Abordnungen aus den Nachbarorten, die der Einladung zur Einweihung gefolgt waren und die Waakirchner schon beim festlichen Einzug begleiteten. Neben den Ortsfeuerwehren aus Schaftlach und Piesenkam sowie dem Feuerwehrverein Marienstein gesellten sich Feuerwehrler aus Louisenthal, Gmund, Tegernsee, Reichersbeuern, Greiling, Kreuth, Rottach-Egern sowie Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim zu den Gratulanten.

Eigens aus Brandenburg angereist, war eine Truppe der Freiwilligen Feuerwehr Zeesen, einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen, die ihren Waakirchner Freunden einen Notfallschrank samt flüssiger Berliner Luft überreichte. Unter den Ehrengäste ließen es sich auch etliche Bürgermeister der umliegenden Gemeinden wie Robert Kühn aus Bad Wiessee und Klaus Thurnhuber aus Warngau sowie Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan nicht nehmen, persönlich zu gratulieren.

Einsatzquartier am Kreisverkehr Hauserdörfl

Nach dem offiziellen Teil durften sich alle Gäste die neue Einsatzzentrale in aller Ruhe anschauen. Wer sich traute sogar aus schwindelerregender Höhe – im Rettungskorb der bis zu 30,5 Meter ausfahrbaren Drehleiter, die von der Feuerwehr der Stadt Tegernsee zum Tag der offenen Tür mitgebracht wurde.

Ausgestattet ist das Einsatzquartier am Kreisverkehr in Hauserdörfl mit fünf Fahrzeugstellplätzen und einer geräumigen Umkleide im Erdgeschoss sowie einer Tiefgarage für Lager und Pflege der hochmodernen Ausrüstung. Im Obergeschoss befindet sich ein großzügiger Gemeinschaftsaal, der im Notfall auch als Schutzraum für die Bevölkerung dienen kann, samt Küche und Ausschank sowie einem großen Besprechungs- und Seminarraum. Im selben Gebäude sind außerdem drei Apartments entstanden. sko

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