1. Startseite
  2. Lokales
  3. Tegernsee
  4. DasGelbeBlatt

Fünfte Amtszeit: Josef Bierschneider bleibt Bürgermeister in Kreuth

Erstellt:

Kommentare

Kreuth Bürgermeister Josef Bierschneider
Josef Bierschneider tritt mit gerade einmal 50 Jahren seine fünfte Amtszeit als Kreuther Bürgermeister an. © Versen

Kreuth – Mit 95,04 Prozent der Stimmen wurde Josef Bierschneider als Bürgermeister der Gemeinde Kreuth bestätigt. Es ist seine fünfte Amtszeit.

Mit gerade mal 50 Jahren hat Josef Bierschneider eine Stufe der Karriereleiter erklommen, wie es im Landkreis einmalig sein dürfte: Zum fünften Mal in Folge wurde Bierschneider am Sonntag (25. September) mit riesigem Vertrauensvotum (95,04 Prozent der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 28,76 Prozent) zum Kreuther Bürgermeister gewählt.

Die fünfte Amtszeit geht bis 2028, die jetzige Bürgermeister-Wahl wurde nicht „harmonisiert“, sprich der Kommunal-Wahl 2026 angeglichen. Bierschneider freut sich ebenso über den Vertrauensbeweis aller am Ratstisch sitzenden Parteien, die ihm ihr Vertrauen gegeben haben und auch heuer keinen eigenen Kandidaten benannt haben.

Bankkaufmann – Diplom-Jurist – Betriebswirt – Bürgermeister

1972 als Sohn im Kreuther Landwirtschaftsbetrieb „Handlhof“ geboren und aufgewachsen, machte Josef Bierschneider zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Nach dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg begann er ein Jurastudium an der LMU München mit Abschluss als Diplom-Jurist. Das folgende Abendstudium Betriebswirtschaft an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie München schloss Bierschneider erfolgreich als Betriebswirt ab. Mit gerade mal 26 Jahren wurde er Nachfolger des langjährigen CSU-Gemeindechefs Josef Hatzl und damit Herr über 20 Ortsteile auf 123 Quadratkilometern. 1998 war Bierschneider der jüngste Rathaus-Chef Bayerns.

Damals wurde er für seinen Mut, in so jungen Jahren das nicht einfache Amt zu übernehmen, nicht nur bewundert. Es gab genügend Talbewohner, die ihn mit Argusaugen beobachteten, wie und wann „das junge Bürscherl“ wohl seinen Weg finden würde. Die Bürger in Kreuth aber schätzten sehr schnell Bierschneiders Bestreben, für alle Bürger-Anliegen eine befriedigende Lösung zu finden, ohne parteipolitisches Kalkül. Mit Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit, Bescheidenheit und Harmoniebedürfnis hat er die anstehenden Probleme mit seinem Gemeinderat gemeistert und sich im ganzen Landkreis mit Hilfsbereitschaft einen Namen gemacht.

Als langjähriger Kreisrat und weiterer Landrats-Stellvertreter kennt Josef Bierschneider die politischen Probleme, ist da hineingewachsen. Als Kreisvorsitzender im Bayerischen Roten Kreuz, CSU-Ortsvorsitzender sowie Mitglied in zahlreichen Kreuther Vereinen hat Bierschneider das Ohr an den Mitmenschen, gilt als sehr fleißig und konstant. Selbstherrlichkeit ist ihm fremd.

Es zeichnet ihn aus, dass Bierschneider aus seiner tiefen Verbundenheit zur Heimat keinen Hehl macht, aber dennoch über den berühmten „Tellerrand“ blicken kann. Das wiederum gute Ergebnis bei der jetzigen Bürgermeister-Wahl ist für Bierschneider Ansporn, „mich auch weiterhin für die Gemeinde Kreuth ins Zeug zu legen“, versprach der Gemeindechef mit nun 24-jähriger Berufserfahrung, die bei den anstehenden Projekten im Ort hilfreich sein werden.

„Unser großes Kapital ist der Erhalt der Landschaft“

In der heutigen oberflächlichen und hektischen Zeit ist Josef Bierschneider geradezu ein Ruhepol, der sich nicht so leicht beeindrucken beziehungsweise aus der Fassung bringen lässt. „Unser großes Kapital ist der Erhalt der Landschaft“, bekennt Bierschneider mit seinem Gemeinderat. Trotzdem Gewerbebetriebe anzusiedeln und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, stehen ganz oben auf der To-Do-Liste.

Sein privates Glück wurde gekrönt durch die Hochzeit mit Ehefrau Anita und der Geburt von Tochter Magdalena, die jetzt in die zweite Schulklasse geht. iv

Auch interessant

Kommentare