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Zum ersten Mal nach 17 Jahren: Waakirchen erhöht Hundesteuer

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Von: Daniela Skodacek

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Hund im Herbst
Wer einen Hund hält, muss in Waakirchen bald mehr Steuer für den Vierbeiner zahlen. © Jan-Philipp Strobel/dpa (Symbolbild)

Waakirchen – Wer einen Hund hat und Waakirchen lebt, muss künftig mehr zahlen. So hat es der Gemeinderat nun beschlossen.

Die geltende Verordnung zur Hundehaltung in Waakirchen wird geringfügig verändert und über die nächsten 20 Jahre verlängert. Das entschieden die Waakirchner Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Deutlich angehoben aber werden ab Januar 2022 die Abgaben für Hundebesitzer. Begründet wird dies unter anderem mit dem Aufwand für die aufgestellten Hundetoiletten im Gemeindegebiet.

„Von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen und Friedhöfen sind Hunde fernzuhalten. Auch ein Mitführen an der Leine in diesen Bereichen ist nicht gestattet“, heißt es unter anderem in der geänderten Hundehalteverordnung. Mit Spielplätzen sind auch Sport-, Bolz- und sogenannte Aktivspielplätze gemeint. Herausgenommen wurde lediglich der Radius im Bereich der Spielplätze, erklärte Bürgermeister Norbert Kerkel. Damit waren auch die Gemeinderäte einverstanden und verlängerten die Verordnung bis 2041. Sie gilt ab Mitte November.

Hundetoilette in Waakirchen
In den vergangenen Jahren hat Waakirchen zahlreiche Hundetoiletten aufstellen lassen. © Skodacek

Ab Januar 2022 müssen Hundehalter in Waakirchen zudem tiefer in die Tasche greifen. Bereits ab dem ersten Hund erhöht sich die Steuer deutlich. Statt wie bisher 25 Euro kostet der erste Hund 45 Euro, der zweite 90 Euro statt bisher 50 Euro und jeder weitere 180 Euro statt bisher 90 Euro pro Jahr. Für einen Kampfhund fallen 500 Euro jährlich an. Jeder weitere Kampfhund kostet 1.000 Euro. Die Hundesteuersatzung, die einige Ausnahmen oder Ermäßigungen etwa für Rettungs-, Therapie- oder Jagdhunde enthält, wurde zuletzt 2004 geändert.

Rathaus­chef Kerkel begründete die Erhöhung damit, dass in den vergangenen Jahren viele Gassi-Stellen im Gemeindegebiet aufgestellt wurden und noch weitere installiert werden. Zudem kümmere sich ein Mitarbeiter des Bauhofs rund sechs Stunden pro Woche darum, dass die Hundetoi­letten geleert und mit Tüten für die Hinterlassenschaften bestückt werden. Die Gemeinderäte votierten einstimmig dafür, die Steuersätze zu erhöhen. sko

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