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Wie Gmund künftig Strom aus Sonnenenergie nutzen will

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Grundschule in Gmund
Die Grundschule in Gmund soll eine Anlage für Photovoltaik auf dem Dach bekommen. © Reile

Gmund – Nach einem FWG-Antrag im Gemeinderat Gmund soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule installiert werden.

Bereits frühzeitig hat die Gemeinde Gmund das Ziel festgelegt, bis zum Jahr 2035 unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Mit dem Energienutzungsplan (ENP) liegt der Kommune ein Leitfaden vor, der den Weg hin zur Klimaneutralität weist. Als sinnvolle Maßnahme, um diesen umzusetzen, sieht die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Gmund-Dürnbach das Erzeugen von Strom aus Sonnenenergie.

Dem FWG-Antrag, auf dem Dach der Grundschule eine Photovoltaikanlage mit etwa 25 Kilowatt-Peak (kWp) installieren zu lassen, stimmten die Gmunder Gemeinderäte kürzlich einmütig zu. Nach dem Energienutzungsplan bestehe für Photovoltaik auf Dachflächen das größte Ausbaupotenzial, erläuterte die FWG-Fraktion ihr Gesuch und konkretisierte es.

Schule und Rathaus mit Energie versorgen

„Diese Anlage soll die Schule selbst mit einem Stromverbrauch von zirka 10.000 kWh und das Rathaus mit einem Stromverbrauch von rund 24.000 kWh im Rahmen der Eigennutzung versorgen“, heißt es. „Dies ist hier besonders sinnvoll, da bei beiden Gebäuden der Hauptstromverbrauch tagsüber erfolgt.“

Das Süddach des Neubaus und eventuell auch das Süd-West-Dach des Altbaus seien für eine Photovoltaikanlage hervorragend geeignet. Im Zuge der Maßnahme solle an der Nordseite der Schule auch die Installation von sogenannten Wall-Boxen, also Ladestationen für Elektroautos, geprüft werden, die das Lehrerkollegium und Bedienstete der Gemeinde nutzen könnten.

Kosten: zirka 35.000 Euro

Laut Schätzung der FWG-Fraktion schlägt die beantragte Photovoltaikanlage mit etwa 35.000 Euro zu Buche. Hinzu kommen Kosten, um Leitungen zu verlegen und eventuell Wall-Boxen einzurichten.

Nach dem Beschluss wird die Verwaltung nun die weitere Planung in die Wege leiten. rei

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