Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“
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Gmund und Holzkirchen machen mit beim Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“.

Neues Projekt am Tegernsee

Was ist gut für Gmund? Gemeinde stellt Baukultur in den Fokus

Gmund – Was ist gut für Gmund? Diese Frage stellt sich die Gemeinde und will neuartige Wohnanlagen entwickeln. So ein Ergebnis der zweiten Baukulturwerkstatt.

Wie gehen wir mit unserem Grund und Boden um? Welche Wohnformen wollen wir schaffen, um dem Bedarf der Gmunder Bürger gerecht zu werden? Ist das Einfamilienhaus noch das Modell der Zukunft? Wie schaffen wir es, das regionaltypische Ortsbild zu bewahren und trotzdem neue, funktionale Lösungen zuzulassen?

Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Gemeinderäte im Rahmen der zweiten Baukulturwerkstatt vor Kurzem beschäftigt. „Wir sind wieder ein Stück weitergekommen, auch wenn es sich um Fragestellungen handelt, die nicht leicht zu beantworten sind“, sagt Bürgermeister Alfons Besel. „Neue, funktionale Wohnformen zu schaffen und gleichzeitig die baukulturelle Identität, also unser typisches Ortsbild, zu bewahren, ist keine einfache Aufgabe.“

Baukulturkarte für Gmund entwickeln

Da sei er dankbar für die Unterstützung durch das Team des Leader-Projekts „Baukulturregion Alpenvorland“, das den Prozess begleitet und die Gemeinde mit anderen Kommunen – seien es Vorbilder oder Orte mit gleichen Herausforderungen – vernetzt. „Besonders wichtig ist es, sicherzustellen, dass nicht am Bedarf vorbei geplant wird“, erklärt Alfons Besel. „Daher werden wir die Bürger im Herbst in das Projekt einbinden.“

Konkrete Ziele sind, die Gestaltungssatzung zu überarbeiten und eine Baukulturkarte mit besonders gelungenen Bauten in Gmund zu entwickeln. Dafür ist am Mittwochabend, 27. Oktober, ein öffentlicher Workshop angesetzt, bei dem sich Bürger einbringen können.

Neuartige Wohnanlage soll entstehen

Außerdem soll auf mindestens einem Grundstück in Gmund eine neuartige Wohnanlage entstehen. Da unterstützen die Gmunder Architektin Carolin Mayer-Nowak, die sich bereits jetzt rege am Projekt „Gut für Gmund“ beteiligt, und eventuell weitere Architekten die Gemeinde dabei, herauszufinden, welche Grundstücke am besten geeignet sind.

Ein weiterer Schritt ist im September eine Lernreise der Gemeinderäte in verschiedene Kommunen, die auf vorbildliche Weise neue Wohnformen im ländlichen Raum umgesetzt haben. Am Tag darauf folgt ein Workshop mit der Fragestellung „Welche Wohnformen können wir uns in Gmund vorstellen?“.

Im Herbst, wenn feststeht, welches Grundstück für das Wohnprojekt infrage kommt, wird es ein Pop-up-Büro am ausgewählten Grundstück geben. Durch diese Anlaufstelle, die allen Gmundern offenstehen wird, will die Gemeinde in intensiven Austausch mit der Bevölkerung gehen, um sicherzustellen, dass die neue Wohnanlage im Sinne der Ortsgemeinschaft umgesetzt wird.

Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“

Bereits 2019 ist Gmund dem Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ beigetreten – neben Holzkirchen als zweite Gemeinde des Landkreises Miesbach. Im Austausch mit weiteren Kommunen aus den Landkreisen Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen werden Lösungen für zukunftsfähiges Bauen in der Region gesucht. Dabei gehe es um sparsames und schonendes Bauen sowie nachhaltige Flächennutzung.

Außerdem will das Team um Gmunds Bürgermeister Alfons Besel und Bauamtsleiterin Christine Wild gemeinsam mit den Gemeinderäten Wege erarbeiten, wie sich die Ziele bezahlbarer Wohnraum, Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten sowie eine geeignete Wohnform für Senioren umsetzen lassen. ksl

Quelle: DasGelbeBlatt

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