Paphlu-Hospital in Nepal
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Beatmungsgeräte und andere Hilfsmittel für Corona-Patienten hat das Paphlu-Hospital in Nepal erhalten.

Gemeinsam gegen Corona

Hillary-Stiftung Bad Wiessee: Neuigkeiten aus dem Krankenhaus in Nepal

Bad Wiessee – Die Corona-Pandemie macht sich auch in Nepal stark bemerkbar. Die Hillary-Stiftung Deutschland mit Sitz in Bad Wiessee hilft.

Ein großes Dankeschön hat Ingrid Versen, Vorsitzende der Hillary-Stiftung Deutschland, aus dem von der Stiftung seit 31 Jahren betreuten Hillary-Hospital auf 2.457 Metern Höhe am Fuße des Mount Everest erhalten. Die Corona-Situation dort sei nach wie vor dramatisch, berichtet sie.

Während in Deutschland Impfstoff gegen das Coronavirus vernichtet werden müsste, wäre man in Nepal froh und dankbar darum, erklärt die Vorsitzende: „Viele Patienten können trotz langem Anmarsch vom Heimatort zum einzigen Distrikthospital gar nicht aufgenommen werden, weil das Krankenhaus völlig überfüllt ist.“ Einige Monate habe es wegen Corona sogar komplett schließen müssen.

Mutter-Kind-Station aufgebaut

„Dank Eurer Spenden aus Deutschland konnten wir unter schwierigen Bedingungen vor vier Wochen drei Beatmungsgeräte und etliches Hygienematerial anschaffen, und Ärzte sowie Schwestern mit den Sauerstoffgeräten vertraut machen“, teilt Arzt Mingmar Gyalzen Sherpa mit, der mit dem Hospital seit Jahrzehnten vertraut ist.

Gemeinsam mit dem Chefarzt hat die Hillary-Stiftung Deutschland nach den Erdbeben im Jahr 2015 eine neue Mutter-Kind-Station finanziert, aufgebaut und im Mai 2015 eingeweiht. „Ich danke dir und den Mitgliedern der Stiftung aus vollem Herzen, denn seit der Corona-Pandemie haben wir mit eurer Großzügigkeit viele Menschenleben retten können“, erklärt er.

Corona-Sonderhilfsaktion für Nepal

„Diese Sonderhilfsaktion für Nepal macht mich einerseits demütig, aber andererseits auch traurig, weil es hier in Deutschland noch immer Corona-Leugner gibt, die sich nicht impfen lassen wollen und der Meinung sind, das ein Asthma-Spray bei Covid-Infizierten zur Heilung reichen würde“, resümiert Ingrid Versen, die seit März 2020 über die aktuelle Corona-Lage in Nepal bestens informiert wird.

„Diese Leugner sollten einmal dabei zuschauen, wenn eine hochschwangere Frau mit Kleinkind an der Hand vor unserem Hospital ersticken muss“, macht sie die Lage deutlich. Auch die hochzivilisierten Menschen hier in Deutschland sollten doch endlich begreifen, was die Corona-Pandemie weltweit in jeder Hinsicht für Schäden anrichte und sich deshalb entsprechend verantwortungsvoll verhalten, bringt die Vorsitzende der Hillary-Stiftung Deutschland ihre Meinung auf den Punkt. iv

Quelle: DasGelbeBlatt

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