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Offiziell eingeweiht: Aus Kindergarten wird „Inge Beisheim Haus für Kinder“

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Eröffnung des „Inge Beisheim Haus für Kinder“ in Kreuth
Offizielle Schlüsselübergabe im „Inge Beisheim Haus für Kinder“ in Kreuth: (v.l.) Bürgermeister Josef Bierschneider, Annette Heuser (Geschäftsführerin Otto-Beisheim-Stiftung), Hugo Trütsch (Mitglied im Stiftungsvorstand), Kita-Leiterin Doreen Bätz und Architekt Thomas Leibig mit Kollegin Doris Stranninger. © Versen

Kreuth – Der Anbau an den Kreuther Kindergarten ist offiziell eröffnet. Einen neuen Namen als „Inge Beisheim Haus für Kinder“ gibt es auch.

Aus dem 1990 eröffneten Kindergarten in Kreuth, der im Laufe der Jahre immer wieder erweitert wurde, ist nun offiziell das „Inge Beisheim Haus für Kinder“ geworden. Dort werden fortan 140 Kinder von 14 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen betreut.

„Unser Kindergarten hat eine ganz besondere Beziehung zu Inge und Otto Beisheim, denn wir verdanken dem Ehepaar, dass es hier in Kreuth überhaupt einen Kindergarten gibt“, sagte Bürgermeister Josef Bierschneider in seiner Begrüßungsrede. In den Jahren 1989 und 1990 wurde durch die Inge-Beisheim-Stiftung der Bau des Kindergartens ermöglicht.

Metro-Gründer Otto Beisheim hilft

Die damalige Vorsitzende des neu gegründeten Kindergartenvereins, Steffi Czerny, hatte Otto Beisheim lediglich angesprochen, ob er den Bau des Kindergartens mit einer Spende unterstützen würde. Zur großen Freude sagte dieser spontan zu, finanzierte den Bau komplett und übernahm die Bauleitung höchstpersönlich. Ein Glücksfall für Kreuth.

Otto Beisheim, der im Februar 2013 verstarb, hat Zeit seines Lebens eine enge Verbindung zum Kindergarten Kreuth und war immer interessiert, wie dieser sich entwickelt. Liese Beisheim, die letzte Frau an seiner Seite, folgte nun der Einladung zur Einweihung des Erweiterungsbaus nach Kreuth.

Kosten von gut 1,9 Millionen Euro

Extra aus der Schweiz angereist waren Hugo Trütsch, Mitglied im Stiftungsvorstand, und Annette Heuser, Geschäftsführerin der Stiftung in München. Dank galt auch Architekt Thomas Leibig und seiner Kollegin Doris Stranninger, die zusammen den Neubau geplant und dessen Umsetzung begleitet haben.

„Wenn man die Entwicklung der Materialpreise auf dem Bausektor mitbekommt, können wir froh und dankbar sein, dass der Bau nach derzeitigem Stand im Rahmen der Kostenschätzung von gut 1,9 Millionen Euro geblieben ist“, resümierte der Bürgermeister.

Neubau durch Grundstückstausch möglich

Ein besonderes Lob ging an Rainer Bierschneider, den Bruder des Bürgermeisters, der einen wesentlichen Beitrag zum Zustandekommen des Projekts geleistet hat. Der Neubau steht auf einem Grundstück, das ursprünglich ihm gehörte. Er tauschte bereitwillig das eigene mit einem der Gemeinde. So war der Platz für den Neubau frei. „Unser Kindergarten hat einen hervorragenden Ruf – dank seines engagierten Teams, seiner wunderbaren Lage und seiner jetzt noch besseren räumlichen Ausstattung“, sagte der Bürgermeister.

Zum gelungenen Werk gratulierte in seinem Grußwort auch Hugo Trütsch als Mitglied im Stiftungsvorstand. Im Gepäck hatte er nicht nur eine große Naschtüte für die Kinder, sondern auch die Zusage, zusätzlich zur Baufinanzierung auch die Kosten für das wetterfeste Außenmobiliar zu übernehmen. Auch der Segen Gottes durfte nicht fehlen, den der katholische Pfarrer Monsignore Walter Waldschütz gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Martin Weber erbat. iv

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