Lange Nacht der Kunst am Tegernsee
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Im Tegernseer Heimatmuseum bietet Birgit Halmbacher-Höplinger, Vorsitzende des Brauchtums-Gauvereins, in der Langen Nacht der Kunst Führungen an.

Museen und Galerien öffnen kostenlos

Lange Nacht der Kunst: Das wird am Tegernsee geboten

Tegernsee – Zur „Langen Nacht der Kunst“ laden Museen, Galerien und Ateliers am Tegernsee. Neben kostenlosem Eintritt gibt es Aktionen.

Corona und seine Folgen haben das kulturelle Leben nahezu zum Erliegen gebracht – auch im Tegernseer Tal. Nun scheint das Ärgste überstanden. Angesichts gelockerter Bedingungen wird vieles nachgeholt, was durch die Pandemie nicht möglich war. Auch neue Ideen werden auf den Weg gebracht. Eine davon ist die „Lange Nacht der Kunst“, die ab jetzt jährlich das kulturelle Leben und künstlerische Schaffen im Tegernseer Tal einem breiten Publikum zugänglich machen will.

Sie findet erstmals am Freitag, 17., und Samstag, 18. September, statt. Corona-bedingt ist die Premiere nun im September. Unter normalen Bedingungen soll jeweils der Internationale Museumstag im Mai den Zeitpunkt vorgeben, um die Vielfalt künstlerischen Schaffens am Tegernsee erfahrbar zu machen.

Sonderausstellung von Marc Chagall

An beiden Tagen öffnen jeweils von 13 bis 22 Uhr drei Museen, die in den Abendstunden illuminiert werden, sowie teilnehmende Galerien und Künstlerateliers ihre Pforten für ein kunstbegeistertes Publikum. Ein Novum präsentiert das Olaf-Gulbransson-Museum in Tegernsee: Dort wird neben der Dauerausstellung des norwegischen Malers eine Sonderausstellung mit Werken von Marc Chagall zu bewundern sein.

Der Titel der Ausstellung gibt dabei den thematischen Schwerpunkt der Exponate vor: „Marc Chagall – eine Liebesgeschichte“. Im Zentrum steht die antike Liebesgeschichte von Daphnis und Chloe. Auch die übrigen Werke kreisen um Paare und das Phänomen der Liebe. Die über 60 Bilder Chagalls stammen aus privaten Sammlungen und waren teils jahrzehntelang nicht öffentlich zu sehen.

De Gschicht vom Brandner Kasper

Das Museum Tegernseer Tal widmet einer bayerischen Legende eine Sonderausstellung: 150 Jahre „De Gschicht vom Brandner Kasper“ lautet das Motto anlässlich des Jubiläums der bekannten und mehrfach verfilmten Erzählung aus der Feder Franz von Kobells, in der das Paradies am Tegernsee verortet wurde.

Auch das Kutschenmuseum im Gsotthaber Hof in Rottach-Egern öffnet seine Tore bis in die Abendstunden. Dort sehen Besucher historische Kutschen und erfahren manches über bäuerliches Brauchtum.

Malerei, Fotografie und Bildhauerei

Am Samstag, 18. September, wird im Alten Schalthaus des E-Werks Tegernsee die 71. Tegernseer Kunstausstellung eröffnet. Von 13 bis 22 Uhr zeigen 30 regionale Künstler ihre Werke aus Malerei, Fotografie und Bildhauerei. An beiden Tagen öffnen zudem verschiedene Galerien bis 22 Uhr. Interessierte haben Gelegenheit, teilnehmenden Künstlern in ihren Ateliers bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und so quasi live zu erleben, wie Kunst entsteht.

Der Eintritt zu den teilnehmenden Museen, Galerien, Ateliers und der Kunstausstellung ist während der Langen Nacht der Kunst gratis. Besucher erhalten zudem bei den teilnehmenden Partnern sowie den Tourist-Informationen kostenlose Einlassbändchen für die kostenlose Fahrt mit der Ringlinie des RVO.

Begleitet wird das Programm von einer vierwöchigen digitalen Quiz-Rallye durch die Museen, Galerien und Ateliers. Als Hauptpreis winken den Teilnehmern zwei Nächte im Hotel Westerhof inklusive Abendessen im Stielerhaus. Weitere Infos gibt es unter www.tegernsee.com. ger

Quelle: DasGelbeBlatt

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