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Projekt Bike-Park am Oedberg: So ist der aktuelle Stand in Gmund

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Freizeitanlage Oedberg in Gmund-Ostin
An der Freizeitanlage Oedberg in Gmund-Ostin soll ein Bike-Park entstehen. © Schlenker

Gmund – Das Projekt Bike-Park in Gmund geht in die nächste Runde. Um das neue Freizeitgelände am Oedberg in Ostin zu schaffen, wurde der Flächennutzungsplan geändert.

Ein Bike-Park für Kinder und Jugendliche im Tegernseer Tal: Diese Idee wurde vor gut einem Jahr im Gmunder Gemeinderat vorgestellt. Doch die Wahl des geeigneten Standorts erwies sich als schwierig und lieferte Anlass zu lebhaften Diskussionen.

Im Februar 2021 schien das Vorhaben auf den Weg gebracht: Der von der eigens gegründeten Bike-Crew favorisierte Ort war eine Wiese hinter dem Tegernseer Hof in Finsterwald am Skaterplatz. Die Pläne scheiterten an heftigem Widerstand von Anwohnern, die übermäßigen Lärm befürchteten. Auch die Idee, den ehemaligen Fußballplatz an der Kreuzstraße in Kooperation mit der Gemeinde Waakirchen zu nutzen, zerschlug sich letztlich.

Bike-Crew plant am Oedberg

Im Juli 2021 kam schließlich die Lösung: Im Bau- und Umweltausschuss wurde ein privater Bauantrag befürwortet, einen Bike-Park am Oedberg auf einer Wiese östlich des Freizeitgeländes zu realisieren. Eingereicht hatte ihn Landschaftsarchitektin Maria Haslauer, selbst Mitglied der Bike-Crew. Unterstützt wird das Projekt von der Oedberg GmbH. „Jetzt sind wir einmal quer durch das Ortsgebiet“, konstatierte Bürgermeister Alfons Besel, als das Thema auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand.

Die Initiatoren stellen sich auf dem etwa zwei Hektar großen Gelände, das derzeit als Ausweichparkplatz genutzt wird, ein Pumptrack in Asphaltbauweise von 900 Quadratmetern vor, außerdem eine 3.000 Quadratmeter große Fahrbahn mit wassergebundener Oberfläche und Holzelementen am Hang. Zusätzlich ist eine Hütte mit Terrasse geplant. Ein kleiner See von maximal 70 Zentimeter Tiefe mit Kiesstrand ist daneben vorgesehen. Mit mehreren Baumreihen, um den Ortsrand einzugrünen, soll die Anlage nach Osten optisch abgeschlossen werden.

Eingriff in schutzwürdige Landschaft

Nach dem Placet in Gmund im Sommer war der Antrag zur weiteren Bearbeitung ans Landrats­amt weitergeleitet worden, erläuterte Besel. Zum Vorhaben habe mittlerweile eine Besprechung mit den Fachbehörden stattgefunden. Die Bauabteilung halte eine Genehmigung für grundsätzlich möglich, habe aber auf die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans hingewiesen, der dem Vorhaben derzeit entgegenstehe.

Kritisch steht der Naturschutz dem Projekt gegenüber. Es werde in ein schutzwürdiges Landschaftsbild eingegriffen, lautete die Begründung. Eine endgültige Aussage, ob eine Befreiung oder eine Herausnahme des Areals aus dem Schutzgebiet notwendig sei, habe die Behörde nicht getroffen, erklärte Besel.

Da das Gelände zugleich im Wasserschutzgebiet liegt, seien auch für dieses Faktum die entsprechenden wasserrechtlichen Vorgaben zu beachten. Nach erster Einschätzung des Wasserwirtschaftsamts wäre die Umsetzung des Projekts möglich, sagte Besel. Eine konkretisierte Stellungnahme werde noch eingeholt.

Campingplatz soll erweitert werden

Baurechtlich könnte der Bike-Park alleine im Zuge einer Baugenehmigung bewilligt werden. Doch in Kombination mit der schon länger in Planung befindlichen Erweiterung des Campingplatzes müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, bei dem auch die Regierung von Oberbayern als oberste Planungsbehörde mitzureden hätte.

Schließlich stimmte das Gremium dem Beschlussvorschlag zu, den Flächennutzungsplan für die drei Grundstücke, auf denen der Bike-Park entstehen soll, zu ändern und diese in ein Sondergebiet für Freizeit und Erholung umzuwandeln. Lediglich drei Ratsmitglieder verweigerten ihr Ja. ger

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