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Radweg am Seeforum: Pläne für Umbau an B307 in Rottach-Egern

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Von: Katja Schlenker

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Seeforum in Rottach-Egern
Zusätzlich zum Fußweg soll es vor dem Seeforum in Rottach-Egern einen Bereich für Radfahrer geben. © Schlenker

Rottach-Egern – Wer mit dem Fahrrad eine Runde um den Tegernsee dreht, muss am Seeforum auf die B307 ausweichen. Das soll sich nun ändern.

Die Kommunen rund um den Tegernsee wollen fahrradfreundlicher werden. Rottach-Egern plant nun einen größeren Eingriff am Seeforum, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Es geht um den Abschnitt zwischen Dammweg und Max-Josef-Weg. In diesem Bereich müssen Radfahrer, die eine Runde um den Tegernsee drehen wollen, ein Stück die Bundesstraße B307 nutzen. Grundsätzlich habe das Ingenieurbüro Lorenz Strohschneider den Auftrag erhalten, eine Route zu planen.

Provisorischen Radweg anlegen

Auf Initiative von Gemeinderatsmitglied Stefan Niedermeier habe Ende September ein Orts­termin mit Amtstechniker Stefan Staudinger stattgefunden, erklärte Bürgermeister Christian Köck eingangs. Es werde daher nun vorgeschlagen, im Frühjahr einen provisorischen Radweg zu erstellen, bevor größere Planungs- und Umbaukosten entstünden.

Unter anderem soll die Begrüßungstafel nahe der Brücke über die Rottach entfernt werden, damit sie saniert und anschließend ein neuer Standort für sie gefunden werden kann. Zudem müssten einige Laternen und mehrere der Steinquader vor dem Seeforum umgesetzt werden sowie die Hecke und einige Rasen- beziehungsweise Schotterflächen inklusive Umrandung verschwinden. Des Weiteren werde die Bushaltestelle um etwa einen Meter versetzt, erläuterte Geschäftsleiter Gerhard Hofmann.

Im Gremium gingen die Meinungen auseinander. Thomas Tomaschek (Grüne) war grundlegend einverstanden, bedauerte jedoch das Verschwinden des Grüns vorm Seeforum. Fraktionskollege Alexander von Schoeler sprach sich ebenfalls dafür aus, diese neuralgische Stelle für Radfahrer zu entwirren.

Kritische Stimme im Gemeinderat

Während die Mehrheit der Ratsmitglieder den Plänen wohlwollend gegenüberstand, nannte Josef Kaiser (parteilos) es einen „Irrsinn, dass man vorm Seeforum noch einen Radweg machen muss“. Angesichts des regen Gewimmels rund ums Seeforum sollte man doch erwarten können, dass Radler in dem Bereich Rücksicht auf die Fußgänger nehmen, absteigen und ihren Drahtesel das Stück schieben.

Die übrigen Ratsmitglieder sahen das jedoch anders. Mit der Gegenstimme von Josef Kaiser votierten sie mehrheitlich für die Umbaupläne. ksl

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