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Beschluss im Gemeinderat: Rottach-Egern startet zwei neue Projekte

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Von: Katja Schlenker

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Bolzplatz an der Valepper Straße in Ellmösl in Rottach-Egern
Sieht momentan noch ein wenig trostlos aus, wird aber bald voller Leben sein: die Fläche für den neuen Spielplatz in Ellmösl. © Schlenker

Rottach-Egern – Rottach-Egern plant, einen neuen Spielplatz in Ellmösl zu bauen und das Falianhaus an der Grund- und Mittelschule zu sanieren.

Neubau und Sanierung von insgesamt drei Wohnhäusern im Ortsteil Ellmösl schreiten gut voran. Mit den 25 neuen Wohnungen wird auch die Zahl der Kinder steigen. In ihrer jüngsten Sitzung entschieden die Rottach-Egerner Gemeinderäte deshalb einstimmig über einen Spielplatz.

Daniel Merone vom Bereich Bauamt – Technik im Rathaus hat das Projekt betreut. Er erklärte nun, was neben dem Bolzplatz nahe der Rottach geplant ist. Nach einem Drei-Stufen-Modell soll vorgegangen werden, sodass Kleinkinder, Drei- bis Fünfjährige sowie Kinder ab acht Jahren attraktive Spielmöglichkeiten vorfinden. Entstehen soll ein mitwachsender Platz, wie Daniel Merone es ausdrückte.

Bereiche zum Ruhen und Ratschen für Eltern

Neben den Spielgeräten soll es für die Eltern auch Bereiche zum Ruhen und mit Schatten geben, um unter Bäumen ratschen zu können, während der Nachwuchs spielt. Als Budget stehen 82.000 Euro zur Verfügung. Den Aufbau sollen im Idealfall die Mitarbeiter des Bauhofs übernehmen.

„Bei den Kosten können wir auch zweckgebundene Erbschaften einsetzen“, ergänzte Bürgermeister Christian Köck. „Der Spielplatz ist nicht nur für die Familien aus den Gemeindehäusern interessant, sondern generell für Ellmösl und Haslau, da zwischen den Ortsteilen und dem Zentrum eine gewisse Strecke zu bewältigen ist.“ Um für ausreichend Sicherheit zu sorgen, soll das Areal etwa zwei Meter hoch eingezäunt werden – allerdings erst 2023.

Kritik an Zeitplan für Zaunbau

Das kritisierte Sebastian Kölbl (CSU) und bat darum, Spielplatz und Zaun in einem Zuge aufzubauen, um das Areal im Nachgang nicht noch einmal für Bauarbeiten sperren zu müssen. Da der Betrag für den Zaun nicht im Haushalt 2022 eingeplant ist, müssten die Gemeinderäte dazu einen Beschluss für einen Nachtrag zum Haushalt fassen, erklärte Geschäftsleiter Gerhard Hofmann. Der Bürgermeister versprach, dies zu prüfen, da man den Spielplatz guten Gewissens erst aufsperren könne, wenn er eingezäunt sei. Josef Lang (CSU) war indes wichtig, dass es einen Stellplatz für Fahrräder am Spielplatz gibt. Diesen Vorschlag nahm der Bürgermeister gerne auf.

Michael Mayr (Grüne) regte zudem ein Tempolimit von 30 km/h an der angrenzenden Valepper Straße an. Dort gibt es auch viel Ausflugsverkehr, da der Weg zur Mautstraße Enterrottach mit beliebten Berg- und Wandertouren führt. Dies sei schwierig, erklärte der Geschäftsleiter. Momentan gelte Tempo 40. Zudem liegt der Spielplatz tiefer als die Straße, sodass die Böschung eine natürliche Barriere schaffe. Man werde aber prüfen, ob man die 10 km/h noch herabgehen könne.

Falianhaus in Rottach-Egern wird saniert

Zudem soll das Falianhaus nahe der Grund- und Mittelschule Rottach-Egern saniert werden. Entsprechende Pläne wurden ebenfalls in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt.

Das Gebäude an der Fürstenstraße 38 soll zum einen energetisch saniert werden. Zum anderen ist geplant, drei Wohnungen im Dachgeschoss zu errichten. Dafür wird der Dachstuhl ab- und mit einer massiven Holzbaukonstruktion komplett neu aufgebaut.

Falianhaus an der Grund- und Mittelschule Rottach-Egern
Das Falianhaus nahe der Grund- und Mittelschule in Rottach-Egern soll umfangreich saniert werden. © Schlenker

Erd- und Obergeschoss sind aktuell Teil der Offenen Ganztagsschule und sollen energetisch saniert werden. Das Dachgeschoss schlummert unterdessen vor sich hin. Da die Konstruktion nicht ausreichend Tragkraft hat, muss sie komplett erneuert werden, erläuterte Planer Oliver Kiermeier von der KPS Wagenpfeil Architekten – Ingenieur PartGmbH in Hausham.

Außerdem soll der Dachstuhl angehoben werden, damit die Wohnräume nicht zu niedrig sind. Geplant sind zwei Drei-Zimmer-Wohnungen mit 67 beziehungsweise 73 Quadratmetern sowie ein Zwei-Zimmer-Apartment mit zirka 50 Quadratmetern. Diese werden zudem barrierefrei gestaltet, allerdings nicht auf diese Weise erreichbar sein, erklärte der Planer. Kosten soll das Projekt voraussichtlich rund 1,8 Millionen Euro. Eine Förderung sei in Aussicht gestellt worden.

Moderne Heizung und sanierter Keller

Auch der Keller ist aktuell ungenutzt, weil die Wände dort sehr durchlässig und die Räume daher feucht sind. Dieses Problem soll im Zuge der Sanierung behoben werden. Nach Süden hin sollen zudem überdachte Balkone entstehen. Als Heizung soll eine Grundwasserwärmepumpe installiert werden, die bei Bedarf von einer Gasheizung unterstützt wird. Auf der Südseite des Daches werden zudem 60 Paneele für Photovoltaik einen Platz finden, um für Sonnenstrom zu sorgen.

Fragen vonseiten der Gemeinderäte gab es keine. Sie votierten einstimmig dafür, die Planung weiterzuverfolgen. ksl

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