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Tegernsee erstellt Konzept für historisch bedeutsame Gebäude in der Stadt

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Von: Katja Schlenker

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„Beim Stroh am Alpbach“ an Rosenstraße in Tegernsee
Zahlreiche historisch bedeutsame Häuser gibt es in Tegernsee wie hier an der Rosenstraße. © Schlenker

Tegernsee – Über ein kommunales Denkmalkonzept haben die Stadträte in Tegernsee erneut diskutiert. Die Meinungen dazu gingen auseinander.

Nachdem die Stadträte in ihrer Sitzung Anfang April beschlossen hatten, dass die Mitglieder im Ortsplanungsausschuss in ihrer Sitzung Ende April ein Leistungsbild und ein Untersuchungsgebiet für das Denkmalkonzept erarbeiten sollen, folgte nun ein weiterer Schritt.

Geschäftsleiter Hans Staudacher und Bürgermeister Johannes Hagn erläuterten diesen – auch anhand einer Karte, die das betroffene Areal zeigt. Es handele sich um das Bahnhofsareal und den Bereich der Innenstadt von der Einfahrt zur Bahnhofstraße bis zum Seehotel zur Post, erklärte der Bürgermeister. Auch der Bereich um das ehemalige Kloster ist aus historischer Sicht von Interesse.

Zeitdruck wegen aktueller Projekte

Bevor es zu einem Beschluss kam, gab es wie zuletzt eine kurze Diskussion unter den Stadträten. Da gingen die Meinungen auseinander. Peter Hollerauer (FWG) bekräftigte nochmals seine ablehnende Haltung zu dem Vorhaben. „Ich sehe die Sinnhaftigkeit dafür aktuell überhaupt nicht gegeben“, sagte er. „Irgendwann müssen wir auch mal was zurückstellen. Wir sollten das Geld jetzt sparen und das in zwei Jahren oder so machen.“

Auch Michael Bourjau (FWG) haderte mit dem Beschluss. Die Hauptlast liege immer bei Bauamtsleiterin Bettina Koch, merkte er an. Angesichts vieler, teils umfangreicher Projekte aktuell in Tegernsee appellierte auch er, das Denkmalkonzept nach hinten zu schieben. „Es ist ja eine langfristige Geschichte, die ein Jahr braucht“, sagte er.

Umgestaltung des Bahnhofsareals Thema

Bürgermeister Johannes Hagn entkräftete diesen Einwand jedoch: „Es wird ein Fachbüro bestellt. Die Arbeit für Frau Koch ist zwar da, aber die Hauptarbeit liegt bei dem Büro.“ Zudem erklärte er, dass der Zeitpunkt gerade richtig sei für das kommunale Denkmalkonzept, da in Tegernsee zahlreiche Projekte anstünden, wo dieses hineinspiele, so unter anderem das Bahnhofsareal, das umgestaltet werden soll.

Die Mehrheit der Stadträte sprach sich letztlich ebenfalls dafür aus, das kommunale Denkmalkonzept anzugehen. Mit zwölf Ja- zu fünf Nein-Stimmen fiel letztlich der Beschluss, Angebote dafür von Fachbüros einzuholen. Im Verfahren sollen dann Änderungen oder Schwerpunkte festgelegt werden, erklärte Geschäftsleiter Hans Staudacher. ksl

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