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Umfrage im Gemeinderat präsentiert: Was Waakirchner sich wünschen

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Von: Daniela Skodacek

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Spielplatz am alten Sportplatz in Marienstein
Der Waakirchner Nachwuchs wünscht sich unter anderem mehr moderne Spiel- und Aktivplätze wie diesen am alten Sportplatz im Ortsteil Marienstein. © Skodacek

Waakirchen – Die Kinder- und Jugendbeauftragte Evi Obermüller hat eine Umfrage in Waakirchen gestartet und nun im Gemeinderat die Ergebnisse präsentiert.

Zuviel Verkehr, zu wenig Spielplätze, mehr Radwege, mehr Kita-Plätze, mehr bezahlbarer Wohnraum und mehr Geschwindigkeitsüberwachung – das und vieles mehr wünschen sich die Teilnehmer einer Postkartenaktion, die Gemeinderätin Evi Obermüller (Grüne) initiiert hat. Kürzlich stellte die Waakirchner Kinder- und Jugendbeauftragte die Ergebnisse der Umfrage ihren Ratskollegen vor. Heiß ersehnt: eine Eisdiele.

Bis Ende August lief die Umfrageaktion und war ursprünglich speziell für Kinder und Jugendliche gedacht. Letztlich hätten neben dem Nachwuchs auch einige Erwachsene daran teilgenommen und ihre Themen vorgebracht, berichtete Evi Obermüller. 97 Postkarten plus 32 E-Mails waren schließlich bei ihr eingegangen. Ein Malwettbewerb an der Grundschule zu „Mein Wunsch für Waakirchen“ rundete die Aktion ab.

Durchgangsverkehr mit Lkw als Problem

Die Antworten auf die Fragen „Was stört euch in der Gemeinde?“ und „Was wünscht ihr euch in der Gemeinde?“ unterteilte Obermüller für ihre Präsentation im Gemeinderat jeweils in die drei Bereiche Verkehr, Infrastruktur sowie Wohnen/Ortsbild. Häufig kritisiert wurde die Verkehrsbelastung auf der Tegernseer Straße sowie der Durchgangsverkehr mit Lastwagen in Marienstein und Schaftlach. Zudem würde oft zu schnell gefahren und 30er-Zonen häufig missachtet.

Zugeparkte Geh- und Radwege sowie generell zu wenige Radwege sind weitere Themen, die in Waakirchen bewegen. Überdies die schlechte Verbindung der Ortsteile durch Busse. Oft genannt wurden außerdem fehlende Kindergarten- und Krippenplätze sowie zu wenige oder mangelhafte Spielplätze oder auch ein nicht vorhandener Dorfkern. Der Sendemast in Schaftlach störe vereinzelt ebenfalls.

Lange Wunschliste der Waakirchner

Die Wunschliste der teilnehmenden Waakirchner deckt sich unweigerlich und größtenteils mit den zuvor als mangelhaft kritisierten Punkten und Orten. Obermüller zählte unter anderem folgende Wünsche auf:

Bücherschrank gewünscht

Für ihre Idee und Präsentation erhielt Obermüller großen Applaus und Anerkennung vom Gremium. Nun sollen auch Taten folgen. Die Gemeinderätin empfahl, einige Erkenntnisse und Projekte weiterzuverfolgen oder zu prüfen, darunter die Eisdiele, die Nahversorgung in Marienstein, die Modernisierung von Spielplätzen und den Jugendtreff. Persönlich schön fände es die Gemeinderätin, wenn im Gemeindegebiet ein Bücherschrank zum unkomplizierten Ver- und Entleihen von gebrauchten Büchern realisiert werden könnte.

Manche Themen wurden in Waakirchen vereinzelt schon einmal angegangen – etwa eine Tempo-30-Zone auf der Hauptstraße in Marienstein – nicht alles konnte sich jedoch durchsetzen. „Aber vielleicht ändern sich die Verhältnisse, vielleicht geht dann was“, resümierte Obermüller. sko

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