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Haben die Entbindungsstation eingeweiht: (v.l.) Christian Siempelkamp, Regierungsvertreter Bir B ahadur Rai, Ingrid Versen, Vorsitzende der Sir Edmund Hillary-Stiftung, der leitende Arzt Mingmar Chhiring, Manfred Häupl (Vize-Vorsitzender) und Klaus Fresenius. 

Krankenhaus-Trakt in Paphlu eingeweiht und Auszeichnung für Wiesseerin Ingrid Versen

Medizinische Hilfe auf 2467 Metern

2015 hatte ein Erdbeben das Hospital im nepalesischen Paphlu zerstört. Dank Spendengeldern wurde es wieder aufgebaut. Die Wiesseerin Ingrid Versen reist in den Nepal und bekam eine ‚Auszeichnung.

Bad Wiessee – Mit vier handgefertigten Zertifikaten kam Ingrid Versen als Vorsitzende der Sir Edmund Hillary-Stiftung Deutschland nun nach einwöchigem Aufenthalt in Nepal heim an den Tegernsee. Neben der Urkunde der nepalesischen Regierung, einer vom Gesundheitsministerium und einer des Sherpa-Komitees hatte Versen die Dokumentation als neues Ehrenmitglied des weltweit bekannten „Himalayan Trust“ im Gepäck. Letztere wurde ihr sowie dem deutschen Vize-Vorsitzenden Manfred Häupl anlässlich eines Festakts in der Hauptstadt Kathmandu überreicht.

„Eine hohe Ehre“, wie Versen findet. Noch dazu eine Ehre, die auch Tage zuvor den Bergsteigern Reinhold Messner, Peter Habeler und Wolfgang Nairz in 4000 Metern Höhe vor dem Hillary-Hospital in Khunde galt. Die Erst-Besteiger des Everest ohne künstlichen Sauerstoff hatten einen Trakt des höchsten Hospitals der Welt finanziert, das beim Erdbeben 2015 zerstört wurde. 

Lesen Sie dazu auch, wie die Bergfilmfreunde Tegernsee das Projekt unterstützten. Sowie: Wie groß das Bangen nach dem Erdbeben war.

Höhepunkt der Nepal-Reise war die Einweihung des neuen Hospitals in Paphlu auf 2467 Metern, das mit insgesamt 150 000 Euro an Spendengeldern aus Deutschland unterstützt wurde. Eine Plakette an der neuen Entbindungsstation dokumentiert dies.

Rund 100 Einheimische aus der Everest-Region nahmen an dem zweistündigen Festakt mit Tanz und Gesang teil. „Danach stürmten unzählige Sherpas das neue Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen“, berichtet Versen. Darunter auch Schwangere, die auf eine Ultraschalluntersuchung gewartet hatten. Bei der ersten Geburt im gerade geöffneten Hospital war Versen dann auch hautnah dabei, genauso wie bei einer zweistündigen Leistenbruch-OP im fertigen Operations-Saal mit neuester Technik.

„Für mich war die letzte Woche zwar ein Riesenstress, der aber erfüllend war mit dem Resultat, in den letzten drei Jahren eine Riesenleistung für die Ärmsten dieser Welt erbracht zu haben“, sagte Versen nach ihrer Rückkehr. Dazu zählt auch der Bau einer medizinischen Station in Bung samt eines Altenheims sowie der Bau einer Schule in Thame und Monjo auf 4000 Metern Höhe. 

  mm

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