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Voll besetzt war der Neureuthersaal bei der Bürgerversammlung in Gmund. 

Bürgerversammlung in Gmund 

Ab 13. März: Vollsperrung wegen Arbeiten am Tölzer Berg

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Der Tölzer Berg, eine Umgehungsstraße und der Verlust von 80 Arbeitsplätzen in Louisenthal - das waren die Themen bei der Gmunder Bürgerversammlung.  

Gmund - Nach der ersten schleppenden Etappe im vergangenen Jahr geht’s nach einer Winter-Verschnaufpause weiter am Tölzer Berg. Am Montag, 13. März, rücken erneut die Bagger an, gab Bürgermeister Georg von Preysing bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im voll besetzten Neureuthersaal bekannt. 

Wieder ist eine Vollsperrung nötig: Diesmal von der Alten Kaltenbrunner Straße zur Setzbergstraße. „Wir machen’s wieder in Abschnitten“, sagte Preysing und warb um das Verständnis und die Geduld der Autofahrer und Anwohner. Dass die Zufahrt zu den Geschäften im unteren Bereich gesichert ist, war vor allem auch Judith Beck, der Inhaberin des Trachtengeschäfts, wichtig. Sie hatte im vergangenen Jahr arg darunter gelitten, dass sich die Arbeiten komplizierter gestalteten als geplant. Die Leitungen im Untergrund, die im Zuge des Ausbaus alle erneuert werden, waren nämlich anders verlegt, als in Plänen eingezeichnet. „Was ist, wenn es wieder zu Komplikationen kommt?“, fragte Beck. Dann, so Preysing, werde man eventuell einen zweiten Bautrupp einsetzen, damit von zwei Seiten gearbeitet werden könne. Die Zufahrten müssten aber immer gesichert sein. 

In einer ersten Etappe wolle man bis zur Müllerstraße kommen, „ab Juni ist dann der zweite und dritte Abschnitt bis zum Bahnübergang an der Realschule dran“, so der Rathauschef. Dieser Terminplan sei aktuell mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim so besprochen worden. Dieses übernimmt den Straßenbau, die Gemeinde kommt für die Gehwegverbreiterung auf. Gesamtkosten: 2,3 Millionen Euro, der Gemeindeanteil beträgt 935.000 Euro. Wenn alles geschafft ist, soll an der Realschule Tempo 30 eingeführt werden, auch dies erfuhren die Gmunder. 

Das Thema Verkehr bewegt: Warum ist von den Umgehungsstraßenplänen in Gmund nichts zu hören? Wie ist der Stand der Planung? Diese Fragen hatte der Arbeitskreis Energie, Umwelt und Verkehr schriftlich eingereicht. Wie berichtet, ist eine Umfahrung im Bundesverkehrswegeplan vorgesehen. Während aber eher die Umfahrung oder Untertunnelung von Waakirchen und die Holzkirchner Umleitung Staub aufwirbeln, sei aus Gmund nichts zu hören. „Es ist keine Eile geboten“, erklärte Preysing. Der Bundesverkehrswegeplan sei auf 15 Jahre ausgelegt, zudem sei im neuen Gmunder Flächennutzungsplan, der seit Ende 2016 gilt, ein Korridor eingezeichnet. Dieser verläuft, wie berichtet, von Moosrain quer über die Felder Richtung Kaltenbrunn. Preysing kündigte an, dass Baudirektor Christian Rehm nach Gmund eingeladen werde, um zu erklären, wie und wann was ablaufen könnte. Und dann müsse auch noch ein Gemeinderatsbeschluss dazu gefasst werden. „Aber das machen wir erst, wenn wir wieder mehr Luft haben. Aktuell haben wir viele andere wichtige Vorhaben“, sagte Preysing. 

Arge Sorgen bereitet der Verlust von 80 Arbeitsplätzen in Louisenthal. Nach dem Ende der Chipkartenproduktion bei der auf dem Gelände der Papierfabrik Louisenthal ansässigen Firma Electronic Payment Cards (EPC) (wir berichteten) habe Giesecke&Devrient (G&D) inzwischen die Anteile von EPC übernommen, berichtete Preysing. G&D versuche, so viele Mitarbeiter wie möglich zu übernehmen, auch die Standortmarketing Gesellschaft Miesbach und der Unternehmerverband seien vermittelnd tätig. „Das alles ist für die Betroffenen und auch für die Gemeinde sehr bitter“, sagt Preysing. „Ich hoffe, dass möglichst viele wieder eine feste Anstellung finden.“

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