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Händedruck nach der Nominierung: FWG-Chef Georg Rabl (r.) gratuliert dem Bürgermeisterkandidaten Alfons Besel.

Freie Wähler nominieren ihren Kandidaten

Alfons Besel will Gmunder Bürgermeister werden: Seine Ziele, seine Strategie

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Die Freien Wähler schicken Alfons Besel offiziell ins Rennen um das Bürgermeisteramt von Gmund. Der 51-jährige kündigte an, wie er Politik machen würde. 

Gmund – Nach nicht einmal einer Stunde steht auch offiziell fest, was vorher schon klar war: Einstimmig schicken die Freien Wähler Gmund-Dürnbach ihren Kandidaten Alfons Besel ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Die etwa 45 Anwesenden bei der Nominierungsversammlung am Donnerstagabend im Gasthof Am Gasteig trauen dem 51-Jährigen zu, was er vorhat: eine innovative, zukunftsfähige Kommunalpolitik für Gmund.

Ehe Besel sein Konzept im Detail präsentierte, kündigte Vize-Bürgermeister und FWG-Chef Georg Rabl den Beginn einer neuen Zeitrechnung an. In der bisherigen Amtszeit des CSU-Bürgermeisters Georg von Preysing sei zwar einiges vorwärts gegangen, „aber jetzt werden die Karten neu gemischt.“

Acht Leitthemen hat sich Besel zurechtgelegt, mit denen er den Wandel und die Zukunft in Gmund gestalten möchte. Die „Mitmach-Gemeinde“ stellt für den 51-jährigen, dessen berufliche Karriere im Rathaus Gmund begann, wo er 31 Jahre lang zunächst im Bauamt, dann als Geschäftsleiter tätig war, eine wesentliche Strategie dar: Bürger sollen stets fair, transparent und rechtzeitig beteiligt sowie umfassend informiert, Kritiker nicht abserviert werden. Nachhaltige Ortsentwicklung und „gut leben in Gmund“ – ein weiteres Leitthema. „Wir sind eine junge Gemeinde“, sagte der Vater zweier erwachsener Söhne, Bildungswanderer müssten zurückgeholt, junge Leute am Ort gehalten werden. Die Wohnraumbeschaffung sei daher wichtig.

Das Bewahren der Kulturlandschaft, die für Lebensqualität sorge, ist ihm ebenso eine Herzensangelegenheit wie die optische Aufwertung wichtiger Stellen in Gmund, etwa der Wiesseer Straße. Unter dem Motto „gemeinsam stark“ will er das Ehrenamt stärken. Nicht nur beruflich habe er bisher Führungsverantwortung bewiesen, sagte Besel selbstbewusst, der aktuell im Landratsamt Miesbach als Abteilungsleiter die Verwaltung managt. Auch beim Thema Ehrenamt wisse er, wovon er spreche: Der Posten des BRK-Bereitschaftsleiters in Tegernsee oder sein Engagement bei den Imkern nannte er unter anderem als Beleg dafür. 

Unter dem Stichwort „Gmund smart“ will er die Chancen der Digitalisierung nutzen. Sie sei ein grundlegender Faktor zur Vereinbarung von Beruf und Familie, so Besel.

Neben der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Gmund mit seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen sei ihm der Verkehr und die Mobilität wichtig. „Fahrt aufnehmen“ lautet dafür sein Motto. Der Verkehr werde zunehmen, befürchtet Besel, schon allein deshalb, weil München auf 1,8 Millionen Einwohner anwachse und in Zukunft 300.000 Menschen mehr auf dem Land Ruhe und Erholung suchen werden. „Wir brauchen ganzheitliche Lösungen fürs Tal und den Landkreis sowie mutige Entscheidungen und mutige Politiker“, fordert Besel schon jetzt. Der Verkehr sei ein komplexes Thema, das nicht von heute auf morgen gelöst werden könne. „Wir müssen anpacken und nicht warten“, lautet sein Ziel. Und schließlich die „autarke Power“: Gmund habe großes Potential für die Energiewende, so Besel. Insgesamt sei Gmund eine „besondere Gemeinde“, mit einer seltenen „Pracht und Ausgewogenheit.“ Er wolle diese „Hoamat“ bewahren und in eine nachhaltige Zukunft führen.

„Der richtige Mann am richtigen Fleck“, zeigte sich FWG-Kreisvorsitzender Norbert Kerkel am Ende überzeugt. Und Georg Rabl verbreitete Zuversicht für den Wahltag am 25. Februar 2018: „Er hat gute Chancen und ist ein Gewinn.“ 

gr

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