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Am Werkstattgebäude der AVG befindet sich ein Bremsenprüfstand, der ein Dach bekommen soll. Aber auch die Fassade wird sich ändern. 

Ortsplanungsausschuss will mehr Information 

Alu-Haut fürs Werkstattgebäude stößt auf Skepsis

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Mercedes hat offenbar klare Vorstellungen davon, wie die AVG-Niederlassung in Gmund aussehen soll. Dazu gehört eine Alu-Fassade fürs Werkstattgebäude, was im Gmunder Ortsplanungsausschuss auf Skepsis stieß.

Gmund – Einhellig kam das Gremium überein, eine Bauvoranfrage erst dann zu bewilligen, wenn die AVG aussagekräftige Animationen und auch Muster der Fassade vorlegt. Nicht nur Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) wollte keinen „hell leuchtenden Alu-Körper“ zulassen.

In der Bauvoranfrage ging es um die Überdachung des Bremsenprüfstands am Werkstattgebäude und um die Verkleidung der Fassade. Den Prüfstand gibt es auch jetzt schon, nur ohne Überdachung. Die geplante Anlage ist über fünf Meter hoch und 8,50 Meter breit. Mit den Maßen hatte der Ausschuss kein Problem. Die Höhe sei wegen der Lastwagen nötig, deren Bremsanlage dort getestet werden, erklärte Bauamtsleiterin Christine Lang.

Überrascht war das Gremium, als von einer Alu-Wellblech-Fassade die Rede war. „Muss das so sein?“ fragte Rabl nach. Ihn erinnere das von der Anmutung her an die alte Tante Ju – ein historisches Flugzeug der Junkers-Werke mit Wellblechbeplankung. Sollte das gesamte Werkstattgebäude mit einer solchen Fassade versehen werden, bedeute dies eine massive Veränderung, machte Rabl deutlich. Auch zur Seeseite hin, was nicht akzeptabel sei: „Da fahren die Ausflugsschiffe vorbei.“ Eine „ruhige, weiße Putzfassaden“ sei da deutlich besser.

Die Fassadengestaltung diene wohl als Markenzeichen von Mercedes und solle deshalb so ausgeführt werden, meinte Lang. Rabl genügte dies als Erklärung nicht. Schließlich habe Mercedes das Ausstellungsgebäude nun auch als dunkle Stahlkonstruktion geschaffen. Da könne das Unternehmen nun doch die bestehende Werkstatt nicht mit hellem Alu ummanteln.

Auch Barbara von Miller (SPD) mochte nicht zustimmen. Sie teilte die Bedenken Rabls, was die Gestaltung zur Seeseite hin angeht. Wie sich Mercedes das Ensemble genau vorstellt, ging aus den Plänen auch nicht hervor. „Da will ich schon Bilder sehen“, verlangte Franz von Preysing (CSU).

Noch sei ja „nichts kaputt“, urteilte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). Die Gemeinde werde das Unternehmen auffordern, eine Rundum-Ansicht des Gebäudes mit neuer Fassade und auch Alternativen zur Dachgestaltung vorzulegen. Dann werde der Ortsplanungsausschuss neu beraten.

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