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Die Vorbereitungen fürs Gmunder Volksfest laufen auf Hochtouren. Das Festzelt wird noch gereinigt, ehe sich dort ab kommendem Donnerstag die Besucher niederlassen.

Traditions-Veranstaltung dauert heuer nur fünf Tage

Kürzer und früher: In Gmund startet das Volksfest

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Aus dem Feiermarathon wird ein Sprint: Das Gmunder Volksfest wurde heuer auf fünf Tage verkürzt. Los geht es bereits am nächsten Donnerstag, 11. Mai. So früh wie selten zuvor.

Gmund – Dass in Gmund auch heuer „ozapft weard“, ist keineswegs selbstverständlich. In den vergangenen Jahren stellten die Besucherzahlen beim Gmunder Volksfest nicht mehr so richtig zufrieden, Festwirt Christian Fahrenschon ließ nach dem Fest im vergangenen Jahr durchklingen, dass er sich ein neuerliches Engagement in Gmund gründlich überlegen müsse. Schließlich aber kam doch ein Vertrag zwischen dem Gastronom aus Rosenheim und der Gemeinde zustande – die Fahrenschons veranstalten das Volksfest somit zum vierten Mal in Folge.

Dass sich der Gemeinderat dazu entschloss, die Traditionsveranstaltung grundsätzlich auf fünf bis sechs Tage zu verkürzen, ist laut Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) vor allem den Nachbarn am Volksfestplatz geschuldet. Bekanntlich hatte es in der Vergangenheit immer wieder Ärger mit den Anliegern gegeben. „Ich hoffe, dass damit dieses Dauer-Thema erledigt ist“, sagt Preysing. Zumal die Gemeinde den Anwohnern noch in einer weiteren Sache entgegengekommen ist: Wohnmobilisten dürfen seit heuer nicht mehr auf dem Volksfestplatz campieren.

Der Rathaus-Chef ist insgesamt gespannt, wie sich die kürzere Dauer des Volksfestes auf die Besucherzahlen auswirken wird. „Wir müssen auch schauen, ob die Programmfolge so passt, oder ob wir künftig noch daran feilen müssen“, meint Preysing. Sowohl der Familientag mit ermäßigten Preisen und Kinderattraktionen (12. Mai) als auch der Seniorennachmittag (15. Mai) haben weiterhin ihren Platz im komprimierten Programm. Und auch dem Wunsch der Gemeinde, möglichst viele einheimische Musikgruppen im Festzelt spielen zu lassen, sei der Wirt nachgekommen, berichtet der Rathaus-Chef.

Doch auch seitens der Gemeinde gab’s Zugeständnisse: So darf Fahrenschon heuer an drei Tagen (11., 12. und 13. Mai) bis 23 Uhr öffnen. An den übrigen Tagen schließt das Zelt bereits eine halbe Stunde früher. „Das Ausgehverhalten der Leute hat sich einfach verändert“, begründet Preysing die Sperrzeitverkürzung. Zudem darf der Wirt einen sechsten Tag ans eigentliche Volksfest dranhängen: Am Dienstag, 16. Mai, gibt bei einer Sonderveranstaltung die Gruppe The Heimatdamisch ein Konzert im Zelt.

Derzeit steckt die Festwirts-Familie mitten in den Aufbauarbeiten am Gmunder Volksfestplatz. Dass die Veranstaltung heuer aus terminlichen Gründen so früh im Jahr stattfinden muss, stört Wirtin Claudia Fahrenschon – trotz der momentanen Wetterkapriolen – nicht weiter. Das Zelt sei ohnehin geheizt, zudem werde es in diesem Jahr voraussichtlich einen überdachten Biergarten geben. „Dann können die Besucher auch draußen sitzen bleiben, wenn es ein bisserl regnet.“ Und noch eine Neuerung verspricht die Wirtin: Weil heuer an drei Tagen bis 23 Uhr gefeiert werden darf, „werden wir unsere legendäre Maibaum-Bar aufbauen“.

Im kleinen Vergnügungspark dürfen sich die Besucher unter anderem auf die Riesenschaukel „G-Force“ und ein Kettenkarussell freuen. Und der Bierdurst im Zelt lässt sich für 8,10 Euro stillen: So viel kostet in diesem Jahr beim Gmunder Volksfest die Mass.

Das Programm

    • Donnerstag, 11. Mai, 18 Uhr: Standkonzert vor dem Rathaus, Freibierausschank, festlicher Einzug, Ozapfn und Auftakt mit der Gasteiger Blasmusik;
    • Freitag, 12. Mai, 12 bis 18 Uhr: Steckerlfischtag und Familientag mit Kinderschminken, Kasperltheater und Kinder-Parcours der Gemeinde; ab 19 Uhr: Stimmung mit Die Karolinenfelder;
    • Samstag, 13. Mai, 9 bis 13 Uhr: Schafkopfturnier und Mittagstisch; 13 bis 17 Uhr: Treff der Trachtenjugend Tegernsee, ab 19 Uhr: Partysound mit den Cagey Strings;
    • Sonntag, 14. Mai, 11 bis 15 Uhr: Frühschoppen und Mittagessen mit der Lake Side Big Band, ab 16 Uhr: Stimmung mit der Tegernseer Tanzlmusi; ab 19 Uhr: Altbayerischer Abend mit den Neureuthern und der Blaskapelle Gmund;
    • Montag, 15. Mai, ab 12 Uhr: Mittagstisch mit traditionellem Kesselfleischessen mit der Dürnbacher Blaskapelle; 14 bis 18 Uhr: Seniorennachmittag; ab 19 Uhr: Festausklang mit den Gmunder Dorfmusikanten

Das Programm im Detail gibt‘s unter www.fahrenschon-festzelte.de.

gab

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