+

Nach Ämter-Hickhack hat es geklappt

Asylbewerber dürfen jetzt in Käfer-Biergarten arbeiten

  • schließen

Gmund - Das Warten hat ein Ende: Nachdem wir über die bürokratischen Hürden für die Gmunder Asylbewerber und ihren Arbeitgeber Gut Kaltenbrunn berichtet haben, gibt's gute Nachrichten.

Am Dienstag war es endlich soweit: Sieben Asylbewerber, die in der Gmunder Seeturnhalle leben, durften sich zum Gut Kaltenbrunn aufmachen und ihren Tag mit einer sinnvollen Tätigkeit füllen, die für die meisten Menschen selbstverständlich ist: Sie durften arbeiten.

Wie berichtet, haben ein Dutzend Gmunder Flüchtlinge und das Gastro-Unternehmen Käfer als Pächter der Gaststätten auf Gut Kaltenbrunn bereits zum 22. Juni Arbeitsverträge abgeschlossen. Ihr Einsatzbereich: Der Biergarten. Bei der wenige Tage später stattfindenden Eröffnung durften die Männer dann aber nicht dabei sein. Das Arbeitsamt hatte die nötigen Arbeitsgenehmigungen nicht rechtzeitig erteilt.

Jetzt können die Asylbewerber aufatmen - zumindest ein Teil von ihnen. Wie Hajo Fritz vom Gmunder Helferkreis erzählt, konnten sieben der zwölf Flüchtlinge am Montag im Landratsamt neue Ausweise abholen, in denen die Arbeitsgenehmigungen vermerkt sind. Bei fünf Asylbewerbern seien bestimmte Ausländerfragen noch nicht geklärt.

"Die Männer waren total glücklich, dass sie jetzt loslegen können", berichtet Fritz. Der Bericht der Tegernseer Zeitung habe wohl einiges ins Rollen gebracht. Diejenigen, bei denen es nicht geklappt hat, seien dafür umso enttäuschter. Fritz will jetzt weiter versuchen, auch sie unterzubringen. "Das Ganze ist aber eine mühsame Geschichte."

Gut Kaltenbrunn am Tegernsee: Seit 25. Juni sind die neue Käfer-Gaststätte und der Biergarten eröffnet. Unter Foto-Rundgang zeigt das Groß-Projekt von Gastro-Unternehmer Michael Käfer.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Üble Szene am Tegernsee: Frau wüst beschimpft - weil sie ein Münchner Kennzeichen hat
Üble Szene bei einem Supermarkt in Rottach-Egern: Dort wurde eine Zweitwohnungsbesitzerin als „blöde Münchnerin“ beschimpft. Die Ausflügler-Debatte erreicht damit einen …
Üble Szene am Tegernsee: Frau wüst beschimpft - weil sie ein Münchner Kennzeichen hat
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 240 positiv Getestete - Erstes Todesopfer im Landkreis
Der Landkreis Miesbach steht wegen des Coronavirus weitgehend still. Alle News hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 240 positiv Getestete - Erstes Todesopfer im Landkreis
TTT-Kampagne #Miazam: Gemeinsam gegen Corona
Gerade in der Corona-Krise sollten Menschen regional einkaufen. Diesen Gedanken hat die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) nun mit der Kampagne #Miazam aufgegriffen.
TTT-Kampagne #Miazam: Gemeinsam gegen Corona
Tegernsee-Verbot für Münchner: Ich schäme mich aktuell, im Tal zu wohnen
Die Bürgermeister rund um den Tegernsee fordern ein Ausflugsverbot für Münchner. Viele Tal-Bewohner stimmen auf Facebook mit ein. Zum Schämen, findet unser Autor.
Tegernsee-Verbot für Münchner: Ich schäme mich aktuell, im Tal zu wohnen

Kommentare