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Tölzer Straße in Gmund: Seit Montag wieder gesperrt. 

Neue Baustellen in Gmund

Jetzt wird‘s eng: Tölzer und Dürnbacher Straße dicht

Gleich zwei Straßensperrungen fordern jetzt die Geduld der Autofahrer in Gmund: Seit Montag ist die Tölzer Straße wieder dicht, am Mittwoch kommt die Dürnbacher Straße dazu.

Gmund – Jetzt ist wieder die Geduld der Autofahrer gefragt in Gmund – und zwar eine dicke Portion: Am Montag wurde die Tölzer Straße dicht gemacht. Wie von der Gemeinde bereits angekündigt, geht der Ausbau der Straße in die zweite Runde. Ab dem Teppichgeschäft Günther wird die Straße saniert, alle Versorgungsleitungen werden erneuert. Vor allem aber wird der Gehweg bis hinauf zur Realschule verbreitert. Auf Höhe der Bichlmairstraße soll eine Überquerungshilfe entstehen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen soll. Die Bauarbeiten werden das ganze Jahr dauern.

Ludwig Bergmann vom Bauamt der Gemeinde Gmund hofft, dass die Arbeiten heuer erfolgreich abgeschlossen werden können und es zu weniger Komplikationen kommt, als das im vergangenen Jahr der Fall war. Notfalls soll ein zweiter Bautrupp eingesetzt werden. Der Verkehr wird von Finsterwald über Kaltenbrunn nach Gmund geleitet, Anwohner können die Bichlmairstraße benutzen.

Dürnbacher Straße ab Mittwoch zu

Baustelle Nummer zwei startet ebenfalls diese Woche: Ab Mittwoch wird die Dürnbacher Straße wegen des angekündigten Baus eines Geh- und Radwegs gesperrt. Laut Bergmann soll diese Sperrung fünf Wochen dauern. Er macht darauf aufmerksam, dass nur Anwohner, Schulbusse sowie Fußgänger und Radfahrer die Straße passieren können. Wer von Finsterwald hinüber nach Dürnbach will, muss eine weite Umfahrung über Kaltenbrunn nehmen oder über den Kammerloher Kreisel und die Kreuzstraße nach Dürnbach fahren. „Die Bichlmairstraße ist nicht als Abkürzung gedacht“, sagt Bergmann. 

Bei der Bürgerversammlung hatte Rathauschef Georg von Preysing (CSU) auf die Maßnahme eingestimmt und angekündigt: „Wir müssen den Bau jetzt durchziehen, sonst ist der Staatszuschuss weg.“ Tatsächlich hat die Gemeinde schon seit 2010 eine staatliche Finanzspritze über 110.000 Euro in der Tasche. „Und die verfällt, wenn wir heuer nicht loslegen“, wusste Preysing. Die Verwirklichung des Wegs ist mehr als holprig: Es geht um ein etwa 700 Meter langes Stück Geh- und Radweg, das zwischen dem Bahnübergang und Finsterwald gebaut werden soll. Auf Dürnbacher Seite gibt es bis zu den Gleisen bereits einen Weg. Dass er nie weitergeführt wurde, empfinden viele Gmunder als ärgerlich. Zudem ist das Spazieren und Radfahren auf der Straße nicht ungefährlich: Die Straße ist schmal, viele Autofahrer sind hier viel zu schnell dran. Doch der Bau scheiterte bisher an Landwirten, die nicht bereit waren, Grund abzutreten. Einige sind es bis heute nicht: „Wir sind immer noch am Verhandeln“, musste Preysing bei der Bürgerversammlung eingestehen. 

Dennoch werden noch im März die Bagger anrücken. Und dies geht nur mit einer Vollsperrung eines Teilstücks zwischen der Schreinerei und der Abzweigung nach Moosrain. Wie lange diese Maßnahme dauern wird, kann Ludwig Bergmann vom Bauamt der Gemeinde noch nicht genau sagen. In einem ersten Schritt, so Bergmann, werden die Baumstümpfe entfernt. Bereits im Herbst 2015 war der Hag entlang der Straße entfernt worden, in der Hoffnung, dass im Frühjahr 2016 der Bau beginnen könne. Dem war nicht so – doch die Baumstümpfe blieben drin. Viele wunderten sich, doch die Gemeinde argumentierte damit, dass die Fällung aufgrund gültiger Naturschutzvorschriften erfolgt sei. 

In einem zweiten Schritt soll der Graben wieder aufgefüllt und der Gehsteig mit Bordstein angelegt werden. Im weiteren Verlauf der Straße bis zum Bahngleis soll dann ein schmaler Grünstreifen angelegt werden, der den Geh- und Radweg von der Fahrbahn trennt. Ein Grund für die Verzögerung waren auch Untersuchungen zum Hochwasserschutz in Finsterwald. 

Laut Bergmann gebe es bereits eine Variante, die mit den Fachbehörden gerade abgestimmt werde. Der Hofergraben, also der schmale Bach neben der Dürnbacher Straße, ist davon aber nicht betroffen, wie sich herausgestellt hat. Die Bauarbeiten können also beginnen. 

Gmund und seine Radwege: Dorit Guttenberg hatte sich bei der Bürgerversammlung nach Planungen und auch nach Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit erkundigt. „Wir haben das Thema nicht aus den Augen verloren“, antwortete Preysing und verwies auf Gespräche, die laufend geführt würden. Konkret gebe es Überlegungen für den Bau eines Radwegs entlang der Tölzer Straße in Finsterwald. Auch wegen eines Wegs zwischen Ostin und Hausham mache man sich zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim Gedanken. Aufgrund vieler anderer Projekte habe das Thema Radwege aber nicht Vorrang, räumte Preysing ein.

gr

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