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Hofft auf eine baldige Baustellenpause: Judith Beck, Inhaberin von Tracht im Tal.

Riesenbaustelle in Gmund geht in Verlängerung

Tölzer Straße länger als geplant zu: So geht's den Geschäftsleuten

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Gmund - Der Ausbau der Tölzer Straße kommt nicht so zügig voran wie geplant. Zusätzlich wird am Bahnübergang gebaut. Die Geschäftsleute halten das nicht mehr lange durch...

Seit Juli wird gebuddelt. Los ging’s in der Bundesstraße, dann wurde am 23. August die Abzweigung zur Tölzer Straße dicht gemacht. Seitdem öffnet sich gleich nach den Absperrungen ein Loch nach dem anderen. Alle Versorgungsleitungen müssen erneuert oder teilweise neu verlegt werden. 750 Meter Tölzer Straße sollen sich von einer bisher holprigen Piste in eine schöne, neue Straße inklusive breitem Gehweg verwandeln. 

Geplant war ein Ausbau in drei Etappen: von der Wiesseer Straße bis zur Müllerstraße, von dort bis zur Bichlmairstraße und weiter bis zum Bahnübergang. Weil die Tegernsee Bahn inzwischen grünes Licht für den Bau eines Haltepunkts an der Realschule bekommen hat, wurde die Sanierung des Bahnübergangs vorgezogen: Seit Ende Oktober ist die Tölzer Straße nun auch von Finsterwald kommend dicht. Daran wird sich bis Ende dieser Woche nichts ändern.

Judith Beck, Inhaberin von Tracht im Tal, seufzt schwer: „Einheimische kämpfen sich zu mir durch, doch die Laufkundschaft fehlt mir halt“, sagt Beck. Zu Beginn der Bauarbeiten hatte sie in Eigenregie eine große Werbetafel aufgestellt, auf der ein großer Pfeil Fußgängern den Weg aufzeigte. „Das Schild musste weg“, berichtet Beck, „alle Betroffenen haben sich dann auf ein gemeinsames Schild geeinigt.“

Andreas Günther vom Teppich- und Bodengeschäft nebenan hat mit der Baustelle offenbar kein Problem. Er sei nicht auf Laufkundschaft angewiesen, meint Günther. Schaufensterbummel, wie Tracht im Tal ihn ermöglicht, fällt in diesem Geschäft ohnehin flach. 

Klar, die Straße müsse saniert werden, meint Beck verständnisvoll. Doch ihr geht alles viel zu langsam. Becks Eindruck trügt nicht: Tatsächlich haben sich das Staatliche Bauamt Rosenheim und die Gemeinde Gmund von ihrem ersten Etappenziel verabschiedet. Bis zum Winter hätte die Fahrbahn bis zur Müllerstraße geteert sein sollen. „Das ist nie und nimmer zu schaffen“, sagt Beck. Damit kommen jetzt auch noch Nässe und Dreck dazu, die die Kunden zwangsläufig in ihren Laden tragen.

Wie geht’s weiter? „Wegen des schwierigen Leitungsbaus hinken wir im Zeitplan hinterher“, bestätigt Matthias Geitz vom Staatlichen Bauamt. Deshalb gibt es ein neues Etappenziel: „Bis 10. Dezember soll die Fahrbahn bis zum Teppichgeschäft asphaltiert oder zumindest mit Trag- und Binderschicht versehen sein“, berichtet Ludwig Bergmann aus der Gemeinde Gmund von einer aktuellen Besprechung, die am Dienstagnachmittag vor Ort stattfand. 

Eine Verschnaufpause für die Autofahrer. Denn damit ist die Straße wieder frei für den Verkehr und den Winterdienst. Dann heißt es: Durchatmen bis zum Frühjahr. Dann werden sich die  Bagger in einem zweiten Bauabschnitt durch die Tölzer Straße buddeln.

gr

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