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Ausrichter und Gewinner: (v.l.) Bürgermeister Alfons Besel, Maxi Poensgen (Preisträger), Musikschulleiter Erich Kogler, Michi und Xaver Huber (Preisträger), Musiklehrerin Edeltraud Pauli und Traunsteins Bürgermeister Christian Kegel.

Hoagascht im Gasthof Köck in Gmund

Lindl-Preisträger mit feiner, bayerischer Volksmusik

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Bei einem Hoagascht in Gmund nahm das Setzberg Gitarrentrio die Traunsteiner-Lindl-Auszeichnung entgegennahm. Und 150 Gäste freuten sich mit ihnen und über vier weitere Gruppen und deren Musik.

Gmund Beim Hoagascht, den die Musikschule Tegernseer Tal mit und für das Setzberg Gitarrentrio mit Michi Huber (19), Xaver Huber (18) und Maxi Poensgen (17) durchführte, konnte man allerhand über die feine, bayerische Volksmusik lernen. Zum Beispiel über die Vielfalt. Die Fellner Tanzlmusik aus Inzell bestach mit ihren mitreißenden und einnehmenden Klängen in einer Besetzung von zwei Trompeten, zwei Tubas, einer Ziach und einer Harfe. Nicht nur, dass das Publikum beim Volksmusik-Evergreen „Heit gibt’s a Rehragout“ mitsang.

Bei einem anderen Stück konnte Christian Hornsteiner senior vom Duo Christian Hornsteiner einen begeisterten Juchzer nicht unterdrücken. Denn dieses vorwärts gerichtete Spiel lag Vater und Sohn, die ihrerseits mit einem herausfordernden, zackigen Spiel faszinierten. Erstaunlich, wie sich die Haltung und Herangehensweise an die Saiten der Gitarre des Seniors im Knopfdruck bei der Ziach des Juniors widerspiegelten. Im Vergleich dazu nahm sich das Setzberg Gitarrentrio klassisch elegant aus. Es beeindruckte durch die Harmonie seines Zusammenspiels, das seine Stücke einfach rund machte.

Die Bernad Dirndln mit ihrer sauberen, feschen Optik und ihrem feinen Dreigesang mit Harfenbegleitung setzten ihre Stimmen so vielfarbig, fein und rein ein, dass sie in einem sehr humorvollen Gegensatz zu dem Inhalt ihrer Lieder und Jodler standen – alles unmoralische Angebote und Einladungen zum Fensterln und zur Liab.

Neben diesen Lindl-Preisträgern ergänzten das Programm, das sich wie ein schnell drehendes Volksmusik-Karussell ausnahm und bei dem sich ein Stück an das nächste anschloss, die befreundete Risserkogl Musi – ebenfalls ein Kind der Musikschule Tegernseer Tal. Die hatte einen Schmiss drauf, dass es einigen der Gäste sichtlich schwerfiel, nicht zu tanzen. Den Ansager machte mit humorvollen und frischen bayerischen Gedichten und Geschichteln, die hervorragend zum Durchschnittsalter der Musikanten von vielleicht Anfang Zwanzig passten, Musikschulleiter Erich Kogler. Schon nach den ersten musikalischen Runden war klar, dass den fünf Gruppen dieses Schwingen zu eigen war, von dem Bürgermeister Alfons Besel eingangs bei seiner Begrüßung sprach: „Um so Musik machen zu können, braucht es Gespür, Ohrwaschl, Fingerfertigkeit sowie Technik, und obendrein muss es untereinander von der Harmonie her passen. Es muss schwingen.“ In diesem Sinne ließ er das Setzberg Gitarrentrio hochleben.

Vom Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel, der mit einer ganzen Lindl-Delegation angereist war, erhielten Michi Huber, Xaver Huber und Maxi Poensgen nicht nur den Volksmusikwanderpreis, eine hölzerne Figur, überreicht, sondern auch drei glänzende Lindltaler. Kegel bestätigte: „So einen Lindl bekommt man nicht im Vorbeigehen. Da müssen schon die richtige Mischung, die Besetzung, die Spielart und Technik sowie die dazu passende Auswahl an Stücken zusammenkommen.“ Und das tat es, ganz klar fünffach und zwei Stunden lang beim Lindl-Hoagascht in Gmund.

Übrigens: Die Schaftlacher Harfenistin Christine Horter hat den Preis 2013 gewonnen.

ak

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