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Diese Fläche oberhalb der B 318 hat die Gemeinde Gmund gepachtet, um sie den Gästen im Strandbad Kaltenbrunn zur Verfügung zu stellen. 

Stellplatzmangel

Bekommt Käfer für sein Kaltenbrunn diesen Notparkplatz?

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Eine neue Bar, ein neuer Biergarten: Auf Gut Kaltenbrunn ist immer wieder einiges im Umbruch. Doch zusätzliche Parkplätze sind nicht in Sicht. Oder doch?

Gmund – Wer zwischen Gmund und dem Gut Kaltenbrunn unterwegs ist, sieht’s: Die Gemeinde hat in der Wiese oberhalb der Bundesstraße 318, gleich am Bahnübergang, mit Holz ein Areal eingegrenzt. Die Wiese wird seit vielen Jahren schon als Zusatz-Parkplatz zur Verfügung gestellt, wenn der offizielle Parkplatz unterhalb der B 318 überfüllt ist. Das ist vor allem bei schönen Badetagen im Sommer der Fall. Und auch jüngst beim Wirtschaftsempfang der Standort Marketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) auf Gut Kaltenbrunn, war dieser Parkplatz gut gefüllt.

Gerüchte, wonach die Gemeinde diesen Zusatz-Parkplatz illegal angelegt haben soll, also ohne Segen der Blue Lion GmbH als Besitzerin der umliegenden Wiesen, weisen sowohl die Gemeinde, als auch Blue Lion-Sprecherin Antonia Asenstorfer zurück. „Die Gemeinde hat die Fläche für den Parkplatz gepachtet und darf sie so nutzen“, sagt Asenstorfer. „Auch die Gäste von Kaltenbrunn können hier bei Bedarf parken. Ob ihnen der Fußweg zu weit ist , ist eine andere Frage.“

Könnte dieser Parkplatz also ein Dauerangebot werden für Gäste, die mit dem Auto kommen? „Das ist ein Thema, das mit allen Beteiligten geklärt werden muss, also Blue Lion, Kaltenbrunn, Gemeinde und Landratsamt“, sagt Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). Für ihn habe derzeit lediglich Gültigkeit, dass die Gemeinde den Platz anbieten kann, wenn der Strandbad-Parkplatz voll ist.“

Die Parkplatznot, ein Dauerthema für Kaltenbrunn seit der Eröffnung im Juni 2015. Damit der offizielle Parkplatz auch tatsächlich von den Wirtshaus-Besuchern genutzt werden kann und nicht von Badegästen am See belegt wird, hat man im Sommer wieder auf die Parkgebühr zurück gegriffen: 2,50 Euro für drei Stunden. Bei großen Veranstaltungen säumen Pkw trotz Halteverbots nach wie vor die Straßenränder ringsum. Für den Tag der Blasmusik gab’s daher wieder eine Ausnahmegenehmigung für die Wiesen oberhalb der B318. Die dort anvisierte Einrichtung eines Dauerparkplatzes hatte das Landratsamt im Juli 2016 abgelehnt.

Wenn 2018 der Biergarten nach einem Umbau in Schwung kommt, dann dürfte auch das Parkplatz-Thema wieder so richtig aktuell werden. Wenngleich für den Biergarten kein Nachweis neuer Plätze nötig ist. Er ersetzt lediglich den früheren „Familien-Biergarten“, der inzwischen zur Bar umfunktioniert wurde und deren offizielle Eröffnung demnächst erfolgen soll. Dennoch braucht Kaltenbrunn-Betreiber Michael Käfer dringend Parkplätze. „Herr Käfer befindet sich ständig im Dialog mit Landratsamt und Gemeinde, um eine dauerhafte Lösung zu finden“, weiß seine Sprecherin Marion Drux. „Er braucht eine Lösung, die an bestimmten Tagen im Jahr zur Verfügung steht.“ Den Innenhof mit den etwa 80 Plätzen, der offiziell als Stellplatznachweis gilt, würde Käfer nur ungerne öffnen. Für den Platz mit der Kulisse des historischen Guts könne er sich nämlich etwas Schöneres vorstellen: Veranstaltungen.

gr

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