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Christoph von Preysing, zweiter Vorsitzender des Alpenvereins Tegernsee, ist am Montag im Everest-Gebiet tödlich verunglückt.

Trauer im Tegernseer Tal

Christoph von Preysing in Nepal bei Bergtour gestorben

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Gmund - Eine traurige Nachricht erschüttert das Tegernseer Tal: Christoph von Preysing (58), zweiter Vorsitzender des Alpenvereins Tegernsee, ist bei einer Bergtour in Nepal gestorben.

Wie der Tegernseer Zeitung aus Familienkreisen bestätigt wurde, ist Christoph von Preysing in Nepal tödlich verunglückt. Der 58-Jährige ist am Montag beim Abstieg vom 6814 Meter hohen Mount Ama Dablam (in der Khumbu-Region des Himalaya) ums Leben gekommen. Nach Informationen der Tegernseer Zeitung erlitt Preysing offenbar einen Herzstillstand und stürzte in die Tiefe.

Der Zimmerer Christoph von Preysing war zweiter Vorsitzender und Hüttenreferent der Alpenvereinssektion Tegernsee und lebte in Gmund. Die Tour zum Mount Ama Dablam hatte Preysing gemeinsam mit seinen Kameraden Andi Stoib aus Wall, die Bergsteiger-Spezl Sepp Stiller aus Bayrischzell und Kilian Wuttig aus Fischbachau sowie zwei slowenische Kameraden von langer Hand geplant.

Aus seinem Umfeld ist zu erfahren, dass Andi Stoib auf 6000 Metern Höhe in einem Lager zurückbleiben musste. Er hatte sich wegen extremer Kälte eine schlimme Erkältung eingefangen, wollte sich die Kräfte für den Rückweg sparen und stieg nicht mit auf. Bis auf Preysing und Stillner blieben auch die anderen aus gesundheitlichen Gründen zurück. Preysing fühlte sich offenbar fit genug: Er stieg alleine auf, zusammen mit einem Sherpa schaffte er den Gipfel. Beim Abstieg geschah dann das Unglück.

War Preysing gesundheitlich angeschlagen? Zum Zeitpunkt der Expedition schien es ihm gut zu gehen, wie von Stoibs Bekannten zu erfahren ist.  Auch das Wetter sei - bis auf extreme Kälte - ideal gewesen.

Die Berge waren Christoph von Preysings Leidenschaft – und sein Schicksal. Mehrmals befand er sich in lebensbedrohlichen Situationen – für einen aktiven Bergsteiger wie ihn keine Seltenheit. Bei einer seiner Touren erfroren ihm mehrere Finger. Doch das steckte er weg, unternahm weiter Kletter- und Bergtouren. Und auch beruflich war er weiter als Zimmerer tätig, allerdings nicht mehr mit einer eigenen Firma. Im Sommer zog es ihn auf die Bodenschneid-Alm seiner Mutter zwischen Tegernsee und Schliersee, wo er als Senner arbeitete und seine Bergtouren ausbrütete.

Von Gerti Reichl und Veronika Stangl mit Material von dpa

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