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Alfons Besel  wird Gmunds neuer Bürgermeister.

Interview mit Alfons Besel 

 „Ich erwarte eine freundliche Übergabe“

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Alfons Besel, ehemals Geschäftsleiter der Gemeinde, wird Gmunds neuer Bürgermeister.  Wir haben am Morgen nach dem Wahlabend mit ihm gesprochen.

Gmund – Alfons Besel hat es geschafft: Der ehemalige Geschäftsleiter der Gemeinde  ist Gmunds neuer Bürgermeister. Nach einem anstrengenden Wahlkampf hat er sich mit 53,26 Prozent der Stimmen gegen Franz von Preysing (CSU), Sohn des amtierenden Bürgermeisters Georg von Preysing, durchgesetzt. Wir haben am Morgen nach dem Wahlabend mit ihm gesprochen.

-Herr Besel, haben Sie gut geschlafen?

Das ist eine gemeine Frage. Aber: Nein, man schläft da nicht so gut. Man isst zu spät, und es geht einem viel durch den Kopf. Aber es geht mir gut, es passt alles.

-Ab 1. April werden Sie Bürgermeister sein: Fühlen Sie sich auch schon so?

Im Wahlkampf sind mir viele Ideen und Probleme angetragen worden. Dabei habe ich für mich eine Arbeitsleitlinie entwickelt und mich mit dem Gedanken, Bürgermeister zu werden, auch angefreundet. Aber wenn man am Morgen nach der Wahl aufsteht, fragt man sich schon: Was ist jetzt anders? Ich bin doch derselbe Mensch geblieben. Es braucht schon noch ein bisschen Zeit, das Ganze zu realisieren.

-Haben Sie jetzt Urlaub oder geht es gleich wieder an den Schreibtisch im Landratsamt?

Heute habe ich frei, dann geht es wieder an den Schreibtisch. Ich habe das Eine oder Andere übergabefertig zu machen, das Büro aufzuräumen, E-Mails abzuarbeiten. Gleichzeitig sind bei mir schon viele Termine für die Gemeinde Gmund gebucht: Ein Trauungskurs, Treffen mit Unternehmern, Bürgermeisterdienstbesprechung. In den nächsten drei Wochen werde ich in zwei Welten zuhause sein. Teils noch im Landratsamt, teils schon in der Gemeinde Gmund. Das ist mit Landrat Wolfgang Rzehak abgesprochen, er trägt das mit. Aus dem Landratsamt werde ich mich wohl in der Woche vor Ostern verabschieden. Ein richtiger Urlaub ist nicht geplant und auch nicht drin.

-Sie haben die Wahl gegen den Sohn von Bürgermeisters Georg von Preysing gewonnen. Erwarten Sie eine freundliche Übergabe der Amtsgeschäfte?

Aus meiner Sicht gibt es eine freundliche Übergabe. Es war ein besonnener Wahlkampf. Ich habe gestern schon gespürt, dass die Enttäuschung groß ist. Das ist nachvollziehbar, die CSU hat auch mit großem Einsatz gekämpft. Aber ich denke, das beruhigt sich. Ich habe mit Georg von Preysing lange Jahre zusammengearbeitet, wir haben uns kennen und auch schätzen gelernt. Ich erwarten mir eine gute, freundschaftliche und einfach auch professionelle Übergabe.

-Sie sind Bereitschaftsleiter des BRK Tegernsee. Brauchen Sie jetzt einen Nachfolger?

Ja, den brauche ich. Das sind jetzt überall die weinenden Augen. Ich werde den Vereinen, bei denen ich jahrzehntelang mit Herzblut dabei war, immer eng verbunden bleiben. Aber das Amt des Bürgermeisters lässt zeitlich keine Spielräume. Meine ganze Arbeitskraft gilt jetzt der Gemeinde Gmund. Beim Landratsamt bin ich, was die Nachfolge angeht, besser vorbereitet als bei den Vereinen. Ich wusste ja nicht, ob ich Bürgermeister werde. Aber was das BRK betrifft, bin ich von einer guten, professionellen Mannschaft umgeben, einem tollen Team. Gemeinsam werden wir eine gute Übergabe hinbekommen. Außerdem bin ich beim BRK Kreisverband weiterer stellvertretender Vorsitzender, nach Josef Bierschneider und Elfie von Khreninger. Dieses Ehrenamt werde ich weiter ausführen, da hier in erster Linie Herr Bierschneider gefordert ist.

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