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Die Feuerwehr Dürnbach im Einsatz in Festenbach.

Nach dem Brand in Festenbach

Atemschutzträger der Feuerwehren waren im Dauereinsatz

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Nach dem Brand im Spänebunker in Festenbach zieht der Einsatzleiter der Feuerwehren Bilanz.

+++Akualisierung+++

Festenbach - Wie konnte es zu dem Brand im Spänebunker einer Schreinerei in Festenbach kommen, der die Feuerwehren am Mittwoch auf Trab hielt? Dürnbachs Feuerwehr-Kommandant Franz Huber, der die Einsatzleitung hatte, glaubt, dass die Gründe wohl nur schwer zu ermitteln sein dürften. Eine Theorie: Metallteile könnten zu einer Überhitzung geführt haben. 

Fest steht: Der Einsatz, der erst am Donnerstagmorgen um 5 Uhr beendet war, stellte einen enormen Kraftakt für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte dar. Die Feuerwehren Dürnbach und in Folge Wall, Gmund, Waakirchen, Tegernsee und Schaftlach schickten insgesamt 70 Atemschutztrupps zum Einsatzort. „Jeder Trupp war 20 bis 30 Minuten aktiv, manche zwei oder dreimal. Mehr geht nicht“, berichtet Huber. Insgesamt waren etwa 100 Feuerwehrler vor Ort. Zur Feuerwehr nach Miesbach wurde zudem ein Pendelverkehr eingerichtet. Dort wurden die Flaschen für die Atemschutzträger ständig gefüllt.

 Insgesamt 700 Kubikmeter Holzspäne mussten aus dem Bunker gepumpt werden. Sie werden nun in eine Müllverbrennungsanlage gebracht. Die Schreinerei hat inzwischen einen Not-Container angeschlossen.

+++Letzter Artikel, Mittwoch, 19.52 Uhr+++

Kurz vor acht Uhr beschäftigen die Glutnester noch immer die Einsatzkräfte. Inzwischen sind auch die Feuerwehren Gmund und Waakirchen im Einsatz. „Der Einsatz wird mindestens noch einige Stunden dauern“, sagt Kommandant Franz Huber von der Feuwerwehr Dürnbach.

+++Aktualisierung 17.50 Uhr+++

Es ist ein aufwändiger Einsatz, der Rettungskräfte in Festbach auf Trab hält. Bis jetzt steht folgendes fest: Am Mittwochmorgen hatte es im Spänebunker einer Schreinerei angefangen zu qualmen. Die Feuerwehr Dürnbach rückte zunächst mit drei Fahrzeugen und 25 Mann an. Schnell wurde klar: Da wartet eine schwere Aufgabe: Glutnester, die sich in 700 Kubikmetern Holzspäne befanden, mussten gelöscht werden. „Natürlich nicht mit Wasser, sondern mit Schaum“, berichtet Kommandant Franz Huber. Rund 30 Atemschutzträger kamen zum Einsatz. Immer fünf bis sechs Mann bildeten ein Team, jeweils zwei Feuerwehrmänner mussten in dem acht Meter hohen Bunker arbeiten, während die Kollegen sie sicherten. 

Die Feuerwehr Dürnbach im Einsatz in Festenbach.

Weil schon bald alle Atemschutztrupps „verbraucht“ waren, musste am Nachmittag auch die Feuerwehr Wall mit ihren Atemschutzkräften alarmiert werden. Huber schließt nicht aus, dass auch die Gmunder Feuerwehr noch benötigt wird. 

Die BRK-Bereitschaft Tegernsee ist ebenfalls vor Ort, um die Rettungskräfte im Notfall zu versorgen. Zudem wird vom BRK die Verpflegung mit Essen und Getränken sichergestellt, da sich der Einsatz seit den Morgenstunden hinzieht. Vor Ort waren auch die Polizei Bad Wiessee. Immer noch vor Ort ist Kreisbrandrat Anton Riblinger. Er koordiniert das weitere Vorgehen. Wie Kommandant Franz Huber berichtet, müssen die Späne von einem Spezialunternehmen abgesaugt und auf Container verladen werden. Eine anschließende Beseitigung in einer Müllverbrennungsanlage ist im Gespräch. 

Wie es zu dem Brand kam, muss noch geklärt werden. Der Schaden ist laut Huber gering, „der Einsatz für uns Feuerwehrleute aber ist gewaltig.“ 

+++Aktualisierung von 14.30 Uhr+++

Der Einsatz in der Schreinerei in Festenbach gestaltet sich offenbar schwierig: Inzwischen wurde auch die Feuerwehr Wall hinzugeholt. Sie muss die Feuerwehr Dürnbach beim Absaugen des Spänebunkers unterstützen. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht anzusehen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Die Feuerwehr Dürnbach im Einsatz in Festenbach.

+++Ursprünglicher Artikel+++

Festenbach - Gegen 10 Uhr wurde am Mittwoch die Feuerwehr Dürnbach alarmiert. Im Spänebunker einer Schreinerei in Festenbach kam es zu starker Qualmentwicklung. Mit etwa 25 Mann und drei Fahrzeugen ist die Feuerwehr vor Ort. Auch Atemschutzträger sind im Einsatz. 

Feuerwehreinsatz am Tegernsee: 700 Kubikmeter Späne müssen gelöscht werden

„Das ist nicht so einfach“, berichtet der Dürnbacher Kommandant Franz Huber. „Etwa 700 Kubikmeter Späne müssen gelöscht werden.“ Das könne in diesem Fall natürlich nicht mit Wasser passieren, sondern mit Schaum.

Lesen Sie auch: Abholzaktion am Höhenweg und was dahinter steckt 

Derzeit könne noch nicht abgesehen werden, wie lange der Einsatz dauert. Auch ist noch völlig offen, wie es zu der Qualmentwicklung kommen konnte.

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