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Die Dachgeschosswohnung in Ostin fing im Mai 2015 Feuer. Ist der Mieter selbst Schuld?

Prozess geht weiter - Polizist sagt aus

Nach Brand in Ostin - wer hat Schuld? 

Gmund - Auf Brand folgt Prozess: Ein Ostiner Mieter sitzt vor dem Amtsgericht. Er wird verdächtigt, aus Fahrlässigkeit einen Brand verursacht zu haben. Jetzt sagte ein Polizist aus.

Es brannte in der vom Angeklagten angemieteten Ostiner Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im Mai vergangenen Jahres. Die Brandursache soll Papier gewesen sein, das auf dem Elektroherd lag und sich entzündete. In der zweiten Verhandlung sagte nun ein Zeuge aus, ein Beamter der Holzkirchner Polizei. "Als ich am Tatort eingetroffen bin, sah ich, wie Feuerwehrleute mehrere angekokelte Prospekte und Zeitungen aus dem Fenster der Dachgeschosswohnung geworfen haben", erinnert sich der Polizist. 

Weiter sei die Küchenzeile komplett schwarz und verraucht gewesen. Auch stellte der Beamte den Angeklagten damals zur Rede: Der habe damals angegeben, dass er alleine in der Wohnung gewesen sei. Zum Brandhergang konnte oder wollte der Angeklagte damals wie heute jedoch nichts sagen. Der Beschuldigte selbst soll es gewesen sein, der den Brand auch meldete. 

Zur Tatzeit will sich der Ostiner auf dem Balkon ein Stockwerk darunter befunden haben. Ob die Drehschalter am Herd an waren oder nicht, konnte der Polizist nicht sagen. "Als ich dort ankam, waren sie jedenfalls ausgeschaltet", so der Beamte. 

Richter Walter Leitner stellte dazu klar: "Es ist egal, ob die Drehschalter an waren oder nicht. Fahrlässig ist es schon, wenn brennbares Material wie eben Zeitschriften auf dem Herd gelagert wurden." Der Rechtsanwalt des Ostiners, Martin Kämpf entgegnete: "Wir wissen nicht, wer sich zuletzt in der Küche befunden hat." 

Sollte der 47-Jährige jedoch gewusst haben, dass sich auf dem Herd Brandmaterial befunden hat, machte Leitner abschließend deutlich, "dann reicht es für mich für eine Verurteilung". Der Prozess dauert an. Weitere Zeugen sollen gehört werden.

Philip Hamm

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