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Alte Ansichten, gedruckt auf Bauschutzmatten, rahmen derzeit die Baustelle am Maximilian ein.

Täglich neue Herausforderungen auf der Baustelle in Gmund

Interview: Brauhaus-Chef Wagner über Maximilian-Bau

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Gmund - Die Sanierung des  ehemaligen Gasthofs Maximilian ist eine Herausforderung.  Im Interview äußert sich Christian Wagner, Geschäftsführer des Brauhauses Tegernsee, zum Baufortschritt.

Herr Wagner, wie kommen Sie im Inneren voran? 

Christian Wagner, Geschäftsführer des Brauhauses Tegernsee.

Die Arbeiter haben einen erheblichen Teil zurückgebaut, unterfangen, gesichert und abgedichtet. In einem nächsten Schritt müssen Pilz und Schwamm bekämpft werden. Erst dann kann der eigentliche Aufbau erfolgen. 

Wird auch schon an der Fassade gearbeitet? 

Erste Arbeiten wie Drainagen, Abdichtungen und Aufbau der Terrasse werden bereits ausgeführt. Mehr kann alleine aus Platzgründen momentan nicht getan werden. Erst, wenn die derzeit noch in Bau befindlichen Außenflächen frei werden, können weitere Baustelleneinrichtungen erfolgen.

Seit Kurzem sind Schwarz-Weiß-Drucke von alten Ansichten am Bauzaun zu sehen. Wie kam’s zu dieser Idee? 

Bei Recherchearbeiten zur Vergangenheit des Gasthofs Maximilian haben wir unter anderem Kontakt zu Daniel Glasl aufgenommen (Enkel des früheren Besitzers Ernst Glasl, Anm. d. Red.). Er hat einen schönen Fundus an altem Bildmaterial, von dem wir mehr als begeistert sind. Die Bilder, die wir dann auf Bauschutzmatten drucken ließen, haben viele Einheimische bisher sicherlich noch nicht gesehen. Ein großer Dank an Herrn Glasl an dieser Stelle, dass er sein Bildmaterial gerne für diese Maßnahme zur Verfügung gestellt hat.

Beim Maximilian tut sich was: ein Rundgang in Bildern

Welche Arbeiten stehen derzeit im Mittelpunkt? 

Im Wesentlichen sind es Rückbauarbeiten, die aus Sicherheitsgründen nur in kleinen Schritten und meist in Handarbeit vorgenommen werden können. Sobald diese abgeschlossen sind, kann ein Kran aufgestellt und mit dem eigentlichen Aufbau begonnen werden. -Sind irgendwelche Schwierigkeiten aufgetreten? Bei Arbeiten an der Bausubstanz tauchen täglich Schwierigkeiten und Überraschungen auf. Das eingesetzte Bauteam hat allerdings fundierte Kenntnisse im Altbau und bewältigt die Herausforderungen mit großartiger Selbstverständlichkeit.

Schaffen Sie denn den Zeitplan, heuer noch die Fassade zu erneuern? 

Bis Ende des Jahres soll die Gebäudehülle mit Dach saniert, Ende 2017 soll das ganze Haus bezugsfertig sein und die Wirtschaft eröffnen. Wir halten an diesem Zeitplan fest und freuen uns schon auf das erste Bier.

Haben Sie für die oberen Stockwerke schon Mieter gefunden? 

Ja, wir konnten bereits das erste und zweite Obergeschoss vermieten. Über ’Wer und Was’ haben wir allerdings Stillschweigen vereinbart. Ich darf nur soviel dazu verraten, dass es jemand aus der Region ist, der gut in unser Haus passt. Gmund wird auf alle Fälle davon profitieren.

Rewe eröffnet Mitte Juli

Während der alte Maximilian noch seine Zeit braucht, bis er wieder auf die Beine kommt, macht die Baustelle auf dem restlichen Gelände sichtbare Fortschritte. Inzwischen steht auch der Zeitplan für den Rewe-Markt, der künftig von Kerstin Bradtke geleitet wird: Er wird am 14. oder 15. Juli eröffnen.„Das restliche Gelände, das dann noch nicht fertig sein wird, werden wir entsprechend absichern“, erklärt Andreas Kern, Geschäftsleiter der Ten Brinke Projektentwicklungs GmbH. 

Anfang April hatte er mit der Gemeinde und den beteiligten Baufirmen Richtfest gefeiert. Jetzt, Anfang Juni, ist Kern wieder ein Stück entspannter. „Die Baustelle macht gute Fortschritte“, sagt Kern. Auf den Gebäudeteil, in dem der Rewe-Supermarkt einzieht, wird das Hauptaugenmerk gelegt. Die Fassade ist fast komplett. „Derzeit wird am Innenausbau des Rewe-Marktes gearbeitet“, erklärt der Prokurist. 750 Quadratmeter an Einkaufsfläche stehen den Kunden künftig zur Verfügung. Zudem eröffnet dort ein Getränkemarkt, die Bäckerei Gschwendtner wird ihren Laden von ihrem bisherigen Standort an der Mangfallbrücke zum Maximilian verlegen. Sie bekommt zudem Tische und Stühle, um den Kunden vor Ort das Kaffeetrinken zu ermöglichen. 

Die Tiefgarage ist bereits fertig. „Sie wird gerade gepflastert“, sagt Kern. Rewe-Kunden, Mieter und Maximilian-Gäste dürfen die ebenerdige Parkgarage künftig zu Geschäftszeiten nutzen. 85 Stellplätze stehen zur Verfügung. Über einen Rollsteig gelangen die Benutzer dann in den Supermarkt und auf eine erste Ebene im Freien, die als kleiner Platz gestaltet wird. Ein kleiner Biergarten ist hier sogar geplant. Auch im hangseitigen Haus kommen die Arbeiten voran, „wenn auch nicht so schnell wie beim Supermarkt“, erklärt Kern. In dem Gebäude befinden sich zehn Wohnungen verschiedener Größen – zum Mieten und zum Kaufen. Die Nachfrage sei enorm hoch, so der Ten-Brinke-Geschäftsführer.

gr

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