Die versiegelte Fläche soll eine 42 mal 55 Meter große Überdachung bekommen. Die Größe und auch Höhe ist mit dem Bebauungsplan vereinbar.
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Die versiegelte Fläche soll eine 42 mal 55 Meter große Überdachung bekommen. Die Größe und auch Höhe ist mit dem Bebauungsplan vereinbar.

Bauausschuss Gmund

Brauhaus Tegernsee bringt Bierträger unter Dach - Abfüllanlage wird Logistikzentrum

  • Gerti Reichl
    VonGerti Reichl
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Der Bauausschuss des Gmunder Gemeinderats befürwortet einen Antrag des Brauhauses Tegernsee für ein Gebäude am Kanzlerfeld. Dort wurden bisher Bierkästen gelagert.

Gmund – Schritt für Schritt baut das Herzogliche Brauhaus Tegernsee seine Abfüllanlage an der Kreuzstraße zu einem großen Logistikzentrum aus. 2010 wurde damit begonnen, den Gewerbekomplex in mehreren Etappen zu verwirklichen. Bauabschnitt Nummer eins war das Produktions-, Füll- und Logistikgebäude, 2015 kam die Lagerhalle zur Unterbringung des kompletten Inventars der Brauerei wie Holzmöbel für Waldfeste oder Außenbestuhlung hinzu. Abschnitt Nummer drei folgte im Jahr 2016: der Bau der Stapelhalle mit Fahrspuren und ein Carport.

Bauausschuss Gmund: Brauhaus will versiegelte Fläche, auf der sich Bierträger stapeln, mit Bauwerk überdachen

Im Gmunder Bauausschuss stand jetzt ein Antrag zum Neubau einer Hofüberdachung am Kanzlerfeld auf der Tagesordnung. Bauamtsleiterin Christine Wild machte deutlich, welche riesigen Ausmaße das Vorhaben hat. Demnach soll die komplette versiegelte Fläche, auf der sich jetzt die Bierträger stapeln, mit einem 42 mal 55 Meter großen Bauwerk überdacht werden. Inklusive einer Lichtkuppel bringt es das Bauwerk auf 11,89 Meter Höhe. Zur B 472 hin soll das Bauwerk geschlossen werden, auf dem flachen Satteldach ist eine Fotovoltaikanlage geplant.

Wild informierte auch darüber, dass die Baugrenzen des gesamten Areals in einem Bebauungsplan festgeschrieben sind. „Der Bebauungsplan sieht vor, dass die Gebäude eine Höhe von maximal zwölf Meter haben dürfen, und die hält die Überdachung ein“, erklärte die Bauamtsleiterin. Daher schlug sie seitens der Verwaltung vor, dem Bauantrag zuzustimmen. Zudem, erklärte Wild, werde bereits versiegelte Fläche ja nur neu genutzt.

Bürgermeister Besel: „Biertragerl dort gut untergebracht“ - Zustimmung des Gremiums ohne Wortmeldung

Diesen Punkt griff auch Bürgermeister Alfons Besel (FWG) auf. „Die Fläche wird bereits genutzt und ist versiegelt. Die Biertragerl sind da gut untergebracht“, fand Besel und fügte hinzu, dass seiner Meinung nach das Gelände damit gut gegliedert sei. Zudem unterstrich er, dass das Vorhaben Bebauungsplan-konform sei.

Die Mitglieder des Bauausschusses standen komplett hinter diesen Argumenten. Ohne eine einzige Wortmeldung erteilten sie ihre Zustimmung, was Brauhaus-Geschäftsführer Christian Wagner, der im Zuhörerbereich des Neureuthersaals saß, vermutlich gerne hörte.

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