Bürgerbefragung: Was die Gmunder alles nervt
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Nicht alle sind mit ihm zufrieden: Bürgermeister Georg von Preysing.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Bürgermeister?

Bürgerbefragung: Was die Gmunder alles nervt

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Gmund - Wie zufrieden sind die Gmunder? Was nervt am meisten, was wird gewünscht? Das Ergebnis der Bürgerbefragung sorgt für einige Überraschungen. 

Über den Gemeindeboten hatte das Rathaus heuer eine Befragungsaktion gestartet, jetzt gab Geschäftsleiter Florian Ruml das Ergebnis im Gemeinderat bekannt. 

Diese Gmunder haben mitgemacht

Demnach seien 124 Fragebogen ausgefüllt in der Gemeinde abgegeben worden. Dabei antwortete die Gruppe der 41- bis 50-Jährigen mit 26,6 Prozent am fleißigsten, die meisten Teilnehmer der Befragung waren weiblich (54 Prozent) und leben seit mehr als zehn Jahren (37,9 Prozent) in Gmund. Auch wenn die Resonanz angesichts von etwa 3000 Haushalten nicht besonders groß war: Die Gemeinde machte sich dennoch die Mühe, das Ergebnis detailliert auszuwerten.

Wie zufrieden sind Sie mit Rathaus, gemeindlichen Einrichtungen, Gemeinderat und Bürgermeister?

Mit Bürgermeister Georg von Preysing und dem Gemeinderat waren demnach 29,5 Prozent sehr zufrieden, unzufrieden zeigten sich 13,7 Prozent. Die Gemeindeverwaltung insgesamt kommt da besser weg: 51,9 Prozent sind mit der Arbeit im Rathaus „sehr zufrieden“. Weitere Bewertungen galten der Kinderkrippe (63,6 Prozent sehr zufrieden), dem Kindergarten (56,1 Prozent sehr zufrieden), dem Kinderhort (75 Prozent sehr zufrieden), der Mittagsbetreuung (45,8 Prozent sehr zufrieden) und dem Bauhof (33,8 Prozent sehr zufrieden).

Bei welchen Themen besteht Handlungsbedarf?

Viele Gmunder wünschen sich einen 30-Minuten-Takt der BOB.

Mehrfach wurde dabei das Fehlen eines Drogeriemarktes bemängelt. Auch bei der Schaffung von bezahlbaren Mietwohnungen und der Ausweisung von vergünstigtem Bauland für Einheimische gibt es offenbar Handlungsbedarf. Kritisch gesehen wird die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen. 

Thema Verkehr: Gewünscht werden unter anderem sichere und gut beleuchtete Geh- und Radwege, günstigere Busse und der 30-Minuten-Takt bei der BOB. Genervt sich viele Gmunder vom Durchgangsverkehr. Was die Energiewende betrifft, so solle die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen, besser informieren und Rahmenbedingungen fördern. „Jeder Hinweis ist uns wichtig“, betonte Ruml zusammenfassend. Immerhin 39 Seiten umfasste seine detaillierte Auswertung.

Wie geht die Gemeinde jetzt mit den Anregungen und Wünschen um? 

„Mit vielen Themen sind wir ohnehin schon beschäftigt’“, erklärte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU). „Zudem haben wir eine Prioritäten-Liste, auf der schon viele Themen bearbeitet wurden.“ Den Wunsch nach einem Drogeriemarkt werde man an den Unternehmerverband weitergeben. 

Christine Zierer (FWG), zugleich Jugend- und Sportreferentin, betonte, dass sie über jede weitere Anregung dankbar sei, um das Sportangebot in der Gemeinde zu verbessern. Johann Schmid (SPD) hielt es für angebracht, sich bei allen zu bedanken, die bei der Befragung mitgemacht hätten. Die Anregungen sah er als Auftrag für die Fraktionen, sich Gedanken zu machen. Auch der Arbeitskreis Agmunda, so Schmid, könne sich einbringen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse, so wurde einstimmig beschlossen, soll im Gemeindeboten abgedruckt werden. Die kompletten Daten, so der Geschäftsleiter, werden demnächst im Internet auf www.rathaus-gmund.de veröffentlicht.

gr

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