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Auf dieser Wiese oberhalb von Gut Kaltenbrunn sollten die 124 Parkplätze entstehen. Das Landratsamt spielt dabei aber derzeit nicht mit.

Gemeinde will Situation genau beobachten

Kaltenbrunn-Parkplatz: So sieht Preysing die Sache

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Kaltenbrunn - Die Ablehnung des Kaltenbrunn-Parkplatzes durch das Landratsamt sorgt weiter für Zündstoff. Jetzt hat Bürgermeister Georg von Preysing mit deutlichen Worten Stellung bezogen.

Den von Michael Käfer gewünschten Parkplatz auf der Wiese oberhalb von Gut Kaltenbrunn wird es nicht geben – zumindest vorerst. Das Landratsamt Miesbach hat die nötige Befreiung vom Landschaftsschutz abgelehnt, aber auch in Aussicht gestellt, dass die Entscheidung durchaus nochmal auf den Prüfstand kommen könnte. Vorausgesetzt, der Kaltenbrunn-Pächter kann sein Anliegen dann ausreichend begründen. „Grundsätzlich ist eine Befreiung nicht ausgeschlossen, falls das öffentliche Interesse hinreichend belegt wird“, hieß es seitens der Behörde.

Markus Kemeter, Geschäftsführer von Gut Kaltenbrunn, hat bereits angekündigt, die schwierige Parksituation zu dokumentieren und den Antrag im nächsten Frühjahr erneut stellen zu wollen. Und auch Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) erklärte am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme, die Gemeinde Gmund werde sich „die Gesamtsituation in Kaltenbrunn diesen Sommer anschauen“.

Preysing äußert in dem Schreiben Unverständnis für die Haltung des Landratsamtes und auch für Aussagen, die bei einer Besprechung in der Behörde getroffen worden waren. „Rätselhaft“ findet der Bürgermeister etwa die Aussage seitens der Polizei Bad Wiessee, dass sich die Verkehrssituation und damit die Verkehrsgefährdung entlang der Bundes- und Staatsstraße deutlich entspannt habe. „Heuer hatten wir noch keinen richtigen Sommer mit vielen Badegästen“, macht Preysing deutlich. Nach Ferienbeginn und einem schönen Sommer werde sich aber bald zeigen, „ob sich hier nicht jemand ein Eigentor geschossen hat“.

Georg von Preysing glaubt nicht, dass sich die Parksituation rund um Kaltenbrunn entspannen wird.

Preysing widerspricht auch der Aussage, dass schon bisher widerrechtlich geparkte Autos abgeschleppt worden seien. Dies sei nicht der Fall gewesen, sagt Preysing.

Der Rathaus-Chef weist in seinem Schreiben darauf hin, dass die Gemeinde Gmund sowie die Blue Lion GmbH als Eigentümerin und die Firma Käfer als Pächterin von Kaltenbrunn mit viel Geld dazu beigetragen hätten, dass der Bootssteg in Kaltenbrunn ertüchtigt werde, damit auch die großen Fahrgastschiffe dort anlegen können. Damit solle erreicht werden, dass der Individual-Verkehr rund um den See zumindest teilweise reduziert werde, wenn Tagesausflügler und Gäste ihre Autos stehen lassen. „Dafür braucht man aber auch Parkplätze“, betont Preysing.

Besonders hart treffe die Gemeinde zudem die Aussage des Landratsamtes, dass der Innenhof nicht als Event-Fläche, sondern – wie geplant – für Parkplätze genutzt werden müsse. Preysing fürchtet, dass dies das Aus für den traditonellen „Tag der Blasmusik“ in Kaltenbrunn bedeuten könnte.

gab

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