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Die beiden Bürgermeister-Kandidaten Franz von Preysing und Alfons Besel. Am Sonntag fällt die Entscheidung. 

Vor der Stichwahl in Gmund

Herr Preysing, Herr Besel - wo unterscheiden Sie sich eigentlich?

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Endspurt für Franz von Preysing (CSU) und Alfons Besel (FWG). Bei der Stichwahl am Sonntag fällt die Entscheidung, wer neuer Bürgermeister von Gmund wird. Wir stellen beiden die entscheidende Frage:

Gmund– Es war schon beim ersten Wahlgang am 25. Februar spannend und könnte wieder spannend werden. Nur 20 Stimmen Vorsprung hatte der 51-jährige Alfons Besel (FWG) gegenüber dem 39-jährigen Franz von Preysing (CSU). 1346:1326 Stimmen lautete das Ergebnis. 416 der 4957 wahlberechtigten Gmunder sahen im SPDler Johann Schmid den richtigen Mann. Doch der ist raus. Preysing und Besel machen das Rennen unter sich aus. Wir haben nachgefragt, wie es ihnen im Endspurt geht. (Anm.d.Red.: Preysing wird gemäß der Nennung auf dem Wahlzettel zuerst genannt).

Wie legen Sie sich noch ins Zeug, um Stimmen zu sammeln?

Franz von Preysing: Ich bin nahezu jeden Tag unterwegs, entweder am Wahlstand oder direkt beim Bürger daheim. Ich nehme ganz bewusst wahr, dass die Leute immer noch sehr interessiert an einem persönlichen Gespräch mit mir sind. Jeder kann seine Themen vorbringen und auch gerne schriftlich nachfragen. Bei diesen Gesprächen habe ich viel erfahren und wichtige Impulse mitgenommen.

Alfons Besel: Wir geben Vollgas und verteilen dieser Tage Flyer, die motivieren sollen, zur Stichwahl zu gehen. Mein Team hat Hustenguttis auf 3000 Flyer getackert. „Für ihre Stimme, jede Stimme zählt“, steht darauf. Ich führe gute Gespräche zu verschiedenen, auch persönlichen Themen. Zudem habe ich viele E-Mails bekommen und mir viel Zeit für die Antworten genommen. Und das ist immer gut angekommen.

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Worin glauben Sie, unterscheiden Sie sich von Ihrem Mitbewerber am meisten?

Franz von Preysing: Da wir doch sehr ähnliche Themen haben, ist die entscheidende Frage: Wem traut man mehr zu, die Dinge umzusetzen? Gutes Verwalten bestehender Strukturen reicht nicht aus. Ich habe seit zehn Jahren als Gemeinderat Erfahrung in der Gmunder Ortspolitik, und das möchte ich in der aktiven Tätigkeit eines Bürgermeisters einbringen. Seit 20 Jahren bin ich in der Sparkasse tätig, habe damit unternehmerisches Denken gelernt. Ich habe auch aus eigener, aktiver Tätigkeit ein Gespür für Vereine und möchte Gmunder und Dürnbacher Belange berücksichtigen. Zudem bin ich als Familienvater von zwei heranwachsenden Kindern voll im Gemeindealltag engagiert. Mein Alter ist ein Vorteil, um längerfristige Projekte vorantreiben und auch noch verwirklichen zu können.

Alfons Besel: Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass ich 31 Jahre kommunale Erfahrung mitbringe. Ich kann mich ohne Bürgermeisterseminar theoretisch ab Montag hinsetzen und anpacken. Ich habe etliches mitgestaltet als Geschäftsführer in Gmund, habe Gemeinderats-Beschlüsse auf Verwaltungsebene vorbereitet und dann auch umgesetzt, da habe ich einfach mehr Erfahrung.

Landen die Stimmen der SPD-Wähler jetzt automatisch bei Ihnen?

Franz von Preysing: Dass Hans Schmid keine Wahlempfehlung abgegeben hat, finde ich gut und spricht für einen fairen Wahlkampf. Bei einem Bürgermeister sollte man in erster Linie nicht auf die Partei schauen, sondern auf die Person und sich fragen: Bin ich von dieser Person überzeugt? Was hat der Kandidat bisher gemacht, ist er glaubwürdig? Wenn ich sage, dass ich mich gerne für die Allgemeinheit einbringe und mit Menschen arbeite, dann ist das keine Erfindung, um mich als Kandidat gut zu präsentieren. Ich bin das wirklich. Dass ich schon mit 26 Jahren einer der jüngsten Geschäftsstellenleiter der Sparkasse war, kommt nicht von Ungefähr, sondern zeigt, dass man mir vertrauen kann.

Alfons Besel: Hans Schmid hat aufgrund seiner Person ein großes Wählerpotenzial auf sich gezogen, sicher unabhängig von der SPD. Und diese Wähler werden sich neu orientieren, um diese Wähler kämpfen wir. Es ist keinesfalls so, dass man sagen könnte: Addiere diese Stimmen dazu, und dann hast du’s.

Wie erleben Sie ganz persönlich die Zeit zwischen den Wahlterminen?

Franz von Preysing: Da ich viele und positive Rückmeldungen von Wählern erhalte, fühle ich mich gut und hoffe jetzt auf ein gutes Ergebnis am Sonntag. Über eine hohe Wahlbeteiligung würde ich mich sehr freuen.

Alfons Besel: In diesen Tagen herrscht nochmal eine tolle Geschäftigkeit, und es geht mir wirklich gut dabei. Mein Team ist professionell, und die Stimmung ist gut.

Stichwahl am Sonntag

Aktuell haben laut Gemeinde-Geschäftsleiter Florian Ruml 1016 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. „Ob sie davon tatsächlich Gebrauch machen, oder letztlich doch persönlich ins Wahllokal gehen, ist natürlich offen“, sagt er. Zum Vergleich: Beim ersten Wahlgang am 25. Februar gab es 956 Briefwähler. Insgesamt hofft Ruml, dass diesmal die Wahlbeteiligung höher ausfällt. Mit einem Ergebnis ist ab 18.30 Uhr zu rechnen. Auf www.tegernseer-zeitung.de halten wir Sie mit unserem Liveticker auf dem Laufenden, hier erfahren Sie aktuell alles Wichtige aus dem Gmunder Rathaus.

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