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Fairer Handschlag: Franz von Preysing (l.) gratuliert Alfons Besel zum Sieg bei der Bürgermeister-Stichwahl in Gmund.

Alle Infos im Live-Ticker

Nach Stichwahl: Alfons Besel ist neuer Bürgermeister von Gmund

Die Bürgermeisterwahl in Gmund ist entschieden: Alfons Besel (FWG) hat es mit 53,26 Prozent der Stimmen ins Amt geschafft. Franz von Preysing (CSU) hat das Nachsehen.

  • Am Sonntag (11. März 2018) wählt Gmund einen neuen Bürgermeister in der Stichwahl.
  • Alle Ergebnisse, Ereignisse und Entwicklungen gibt es hier im Live-Ticker.
  • Die Stichwahl verspricht denkbar knapp zu werden. Bereits im ersten Wahlgang am Sonntag, 25. Februrar, lieferten sich Alfons Besel (FWG, 43,59 Prozent) und Franz von Preysing (CSU, 42,94 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die beiden trennten nur 20 Stimmen.
  • Schon um 18.25 Uhr steht das Ergebnis fest: Alfons Besel (FWG) ist mit 53,26 Prozent der Stimmen neuer Bürgermeister von Gmund. Franz von Preysing hat mit 46,74 Prozent das Nachsehen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 61,80 Prozent.
  • Besel übernimmt die Amtsgeschäfte am Ostersonntag, 1. April.
  • Alle Infos und Hintergründe zur Stichwahl und dem Verlauf des Wahlkampfs gibt‘s hier
  • Eine Übersicht über die Kandidaten, und wie die Wahl abläuft, haben wir in diesem Artikel unten noch einmal zusammengefasst.

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+++ Wir berichten hier live im Ticker über alle Ereignisse und Ergebnisse der Stichwahl am Sonntag, 11. März. +++

19.30 Uhr: Langsam aber sicher kehrt wieder Ruhe ein im Gmunder Rathaus. Wo Alfons Besel seinen Sieg weiterfeiert, ist übrigens nicht überliefert.

19.25 Uhr: Jetzt liegen auch die absoluten Stimmenzahlen vor. Genau 199 Stimmen trennen Besel  (1624) und Preysing (1425). Vier Stimmzettel waren ungültig. 3053 von 4940 stimmberechtigten Gmundern sind zur Stichwahl gegangen.

Ein Prost auf den neuen Bürgermeister: Alfons Besel (hinten M.) stößt mit Gemeinderäten und Rathausmitarbeitern an.

19.20 Uhr: Der designierte Bürgermeister hat sich derweil mit den Rathausmitarbeitern in die Küche zurückgezogen. Dort stoßen sie mit einem Bierchen an. Der verdiente Lohn nach dieser aufreibenden Zeit.

19.18 Uhr: Gratulationen erhält Besel auch von der SPD. Gemeinderätin Barbara von Miller sagt, sie sei zufrieden mit dem Ergebnis. „Eine neue Ära bricht an.“ In ihren Augen habe Preysing aber einen „achtbaren Erfolg“ erzielt.

19.15 Uhr: Der wohl prominenteste Bürger Gmunds, Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne), ist persönlich in den Sitzungssaal gekommen, um Besel zu gratulieren. Er sehe dessen Wahlsieg aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil er froh sei, in Gmund einen kompetenten Bürgermeister zu haben. „Weinend, weil ich einen meiner besten Mitarbeiter am Landratsamt verliere“. Die Wahl habe aber einmal mehr gezeigt, „dass nicht alle Bürgermeister im Landkreis schwarz sein müssen“. Er selbst, so Rzehak, habe als Grüner mit seiner Wahl zum Landrat für einen „Farbtupfer“ gesorgt.

19.05 Uhr: Zweiter Bürgermeister Georg Rabl (FWG) freut sich, dass es Besel geschafft hat: „Ich bin froh, dass er mit seiner sachlichen Art die Mehrheit gefunden hat.Er hat früh und deutlich gezeigt, was sein Programm ist und wie er die Defizite in der Gemeinde anpacken will. Vielleicht war es auch ein Vorteil, dass sich die Freien Wähler so früh mit ihm positioniert haben und nicht wie die CSU auf die Entscheidung von Herrn Preysing sen. gewartet haben.“

19 Uhr: Egal ob Gewinner oder Verlierer: Irgendwie sind alle im Rathaus froh, dass die Wahl nun vorbei ist. Auch die Rathausmitarbeiter wissen nun endlich, wer ihr neuer Chef wird. Die Amtsgeschäfte übernimmt Alfons Besel übrigens am Ostersonntag, 1. April - kein Aprilscherz!

18.55 Uhr: Preysings Vater und Amtsinhaber Georg von Preysing gibt sich wortkarg: Er hätte mit einem knapperen Ergebnis gerechnet, sagt er. Aber die „Hetzkampagnen“ der letzten Wochen hätten wohl gefruchtet. „Der Wähler hat entschieden.“

18.50 Uhr: Mit geknickter Miene hat Franz von Preysing auf das Ergebnis reagiert. „Wir haben monatelang auf diesen Tag hingearbeitet“, sagt er. „Ich hätte riesig Lust gehabt, als Bürgermeister anzugreifen, aber es war wohl nicht der richtige Zeitpunkt.“

18.40 Uhr: Hier das erste Statement von Wahlsieger Alfons Besel: „Ich bin sehr froh, dass ich so deutlich gewonnen habe. Ich bedanke mich bei allen Wählern sehr herzlich für das Vertrauen und bei meinen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf. Und natürlich auch bei meinem Team und meinem persönlichen Umfeld für die Unterstützung. Momentan bin ich emotional ganz schon aufgewühlt.“ Traurig sei hingegen die verhältnismäßig niedrige Wahlbeteiligung. Fast 40 Prozent der Gmunder hätten offenbar kein Interesse an Kommunalpolitik. „Daran werden wir bis zur nächsten Wahl arbeiten.“

18.35 Uhr: Gelöste Stimmung im Sitzungssaal. Alfons Besel nimmt die Glückwünsche entgegen. In Kürze gibt‘s hier die ersten Stimmen. Seine erste Unterschrift hat der Neu-Bürgermeister schon geleistet: unter dem Dokument mit dem amtlichen Endergebnis.

Der Alte und der Neue: Bürgermeister Georg von Preysing (Mitte) und sein Nachfolger Alfons Besel (r.)

18.25 Uhr: Das Ergebnis steht fest: Alfons Besel ist mit 53,26 Prozent der Stimmen neuer Bürgermeister von Gmund! Preysing landet am Ende bei 46,74 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 61,80 Prozent.

18.22 Uhr: Es geht Schlag auf Schlag: Drei von sechs Bezirken sind ausgezählt. Besel liegt bei 53,84 Prozent, Preysing bei 46,16 Prozent. Es läuft auf Besel zu... Die Wahlbeteiligung ist aktuell bei 55,09 Prozent.

18.21 Uhr: Es ging noch schneller! Hier die Ergebnisse der Aula: 54,07 Prozent für Alfons Besel, 45,93 Prozent für Franz von Preysing! Das ist relativ deutlich. Aber auch letztens ging es mehrfach hin und her.

18.20 Uhr: Schon in zehn Minuten könnten die ersten Ergebnisse eintrudeln, meint Wahlleiter Ruml. Die gefühlte Beteiligung sei schlechter als vor zwei Wochen. Zur Sicherheit werde zwei Mal ausgezählt.

18.15 Uhr: Der erste Kandidat trifft ein: Alfons Besel (FWG). Ihm gehe es gut, erzählt er. Er sei vorher noch in den Bergen unterwegs gewesen, genauer gesagt an der Baumgartenschneid. Kurz nach ihm kommt Johann Schmid (SPD) in den Sitzungssaal. Er spielt heute keine Rolle mehr, kann sich also entspannt zurücklehnen. Aber wer ist an diesem Abend in Gmund schon entspannt?

Zwei Überraschungseier hat Wahlleiter Florian Ruml dabei, falls bei Stimmengleichheit das Los entscheiden muss.

18.10 Uhr: Im Sitzungssaal des Rathauses finden sich die ersten Zuschauer ein. Wahlleiter Florian Ruml bereitet alles für die Präsentation der Ergebnisse vor. Und er hat zwei Überraschungseier dabei: Falls bei Stimmengleichheit das Los entscheiden muss... Bei allem Spaß: Auch Ruml ist die Anspannung anzumerken.

18.05 Uhr: Die Wahlzettel in der Schulaula werden sortiert und aufgehäuft. Unsere Reporterin Gerti Reichl steht daneben und meint, einen leichten Vorsprung für Alfons Besel erkennen zu können. Ein Trend? Richtig spannend ist‘s allemal!

Das Ausleeren ist im Gange.

18 Uhr: Das war‘s. Die Turmuhr schlägt 18 Uhr, die Wahllokale haben geschlossen. Jetzt beginnt das große Ausleeren, dann die Auszählung. Mit dem Ergebnis ist laut Ludwig Bergmann, stellvertretender Wahlvorsteher im Wahllokal Aula, gegen 18.45 Uhr zu rechnen.

17.58 Uhr: Der (wohl) letzte Wähler spurtet über den Schulhof. Gleich ist‘s rum!

Georg von Preysing (r.) im Gespräch mit dem stellvertretenden Wahlvorsteher Ludwig Bergmann.

17.45 Uhr: Noch 15 Minuten bis zur Schließung der Wahllokale. Aktuell schauen auch Geschäfts- und Wahlleiter Florian Ruml und Noch-Bürgermeister Georg von Preysing in der Aula vorbei. Erste Tische zum Auszählen werden aufgebaut. Die Spannung steigt, die Aufregung ist spürbar.

17.40 Uhr: Wo bleiben die Wähler? Richtiges Ausflugswetter herrscht ja eigentlich nicht, aber trotzdem zieht sich wieder eine Autoschlange durch Gmund. Gerade kommt noch eine Wählerin in die Aula herein. „Ich war beim Wandern, hab‘s gerade noch geschafft“, sagt sie. Vorbildlich!

17.30 Uhr: Auch in der Schulaula geht es schleppend voran. „Um 14.30 Uhr hatten wir erst 33 Prozent“, sagt Ludwig Bergmann, stellvertretender Wahlvorsteher. Er und seine Helferinnen wollen es genau wissen, sie zählen schon mal. Ihr Gefühl gibt ihnen recht: Von 1243 Wahlberechtigten im Stimmbezirk 2 haben jetzt 600 ihre Stimme abgegeben. Eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Zur Erinnerung: Bei der ersten Wahl waren es insgesamt 62,34 Prozent.

Ruhig geht es im Wahllokal in der Gmunder Turnhalle zu.

17.20 Uhr: Im Wahllokal Stimmbezirk 1 in der Gmunder Turnhalle herrscht Stille. „Jetzt wird‘s zach“, glaubt Quirin Gistl, Stellvertretender Wahlvorstand, angesichts des schleppenden Ankommens der Wähler.  „Vielleicht wird‘s ja noch“, hofft Gistl. Und wenige Sekunden später kommen acht Leute gleichzeitig zur Tür herein.

17.15 Uhr: Der Countdown läuft. Im Wahllokal im ehemaligen Dürnbacher Rathaus glaubt Georg Dorn, Leiter vor Ort und Kämmerer in Gmund, dass die Wahlbeteiligung nicht an die vom ersten Durchgang am 25. Februar herankommt. „Auch wenn in der Früh diesmal mehr los war als zuletzt.“ 100 Stimmen fehlen hier noch zum Stand der letzten Wahlbeteiligung, aber es kann ja noch werden...

17 Uhr: Interessante Anekdote aus unserem Archiv: Bereits bei der Bürgermeisterwahl im März 2006 hat Alfons Besel ein paar Stimmen bekommen - obwohl er damals als Geschäftsleiter der Gemeinde Gmund gar nicht angetreten war. Dennoch haben neun Bürger seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben. Wohl deshalb, weil Amtsinhaber Georg von Preysing damals keinen Gegenkandidaten hatte. Auch Hans Schmid (SPD), der heuer bei der ersten Wahl vor zwei Wochen 13,47 Prozent der Stimmen geholt hat, wurde 2006 ohne sein Wissen „gewählt“ - und zwar von elf Gmundern. 

16.45 Uhr: Noch gut eine Stunde lang dürfen die Gmunder ihre Stimme abgeben. Landrat Wolfgang Rzehak ist seiner Bürgerpflicht bereits am Morgen nachgekommen, wie er beim Frühjahrsempfang des FWG-Kreisverbands in Agatharied berichtete. Für welchen der beiden Kandidaten er sich entschieden hat, wollte Rzehak nicht verraten. Dennoch ließ er durchblicken, dass er Alfons Besel (FWG) für eine gute Wahl hält: „Sein Ausscheiden aus dem Landratsamt würde uns schon weh tun. Aber für die Gmunder wäre es sehr gut.“


Hier lesen Sie nochmal die Ereignisse am Abend des ersten Wahlgangs, Sonntag, 25. Februar 2018:

19.45 Uhr: Ein spannender Wahlabend neigt sich dem Ende zu. Die Fortsetzung folgt in zwei Wochen. Die Entwicklungen im Wahlkampf werden wir selbstverständlich weiter begleiten.

19.35 Uhr: Interessant auch Ergebnisse in den einzelnen Wahllokalen: 

Turnhalle: Preysing 46,32 Prozent, Besel 40,51, Schmid 13,17 

Aula: Preysing 43,41, Besel 42,95, Schmid 13,64 

Dürnbach: Besel 43,30, Preysing 42,35, Schmid 14,35 

Briefwahl Pfarrhof: Besel 45,98, Preysing 42,82, Schmid 11,21 

Briefwahl Schule, Bereich Mittagsbetreuung: Besel 46,93, Preysing 40,43, Schmid 12,64 

Briefwahl Schule, Bereich Hausaufgabenbetreuung: Besel 47,58, Preysing 37,55, Schmid 14,87

Es zeigt sich also, dass Besel in Dürnbach und bei der Briefwahl vorne lag, Preysing in den Wahllokalen Gmund-Turnhalle und Aula.

19.25 Uhr: Als „enttäuschend“ bezeichnet Gemeinde-Geschäftsleiter Florian Ruml die Wahlbeteiligung von 62,34 Prozent: „Ich hätte mir erwartet, dass drei Viertel der Gmunder zur Wahl gehen, da ja drei neue Kandidaten da waren und keiner einen Amtsbonus hatte.“ Ob es an der Kälte oder der allgemeinen Politikverdrossenheit lag, kann Ruml nicht sagen.

19.17 Uhr: Vom knappen Ergebnis überrascht ist Noch-Bürgermeister Georg von Preysing. Er habe befürchtet, dass die „Medienhetze“ durch ein Online-Portal gegen seine Familie seinem Sohn mehr Stimmen kosten würde. Verwundet ist Preysing senior auch, dass Schmid doch so weit abgeschlagen liegt. „Ich hätte ihn zwischen 20 und 25 Prozent gesehen.“ 

19.15 Uhr: Entspannt gibt sich der klare Verlierer des heutigen Abends, Hans Schmid (SPD): „Ab morgen kann ich mich wieder unbelastet meiner Arbeit widmen“, sagt der selbstständige Versicherungskaufmann. Den beiden anderen Kandidaten wünsche er „viel Elan und einen guten Endspurt“. Eine Wahlempfehlung werde die SPD nicht aussprechen. Bei der Podiumsdiskussion der Tegernseer Zeitung habe sich aber gezeigt, dass die Gemeinsamkeiten mit den Freien Wählern größer seien als mit der CSU.

19.12 Uhr: Auch Franz von Preysing (CSU) freut sich über sein Ergebnis. „Eine Stichwahl war zu erwarten“, sagt er. Bis es so weit ist, werde er weiter von Haustür gehen und mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Bislang habe er hier sehr viel „gute Energie“ gespürt. Statt auf ein Thema zu setzen, will Preysing mit seiner Person punkten. 

19.10 Uhr: Die ersten Statements der Kandidaten trudeln ein. Alfons Besel (FWG) sagt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das ist eine gute Basis für die kommenden zwei Wochen.“ Die FWG werde am „konzentrierten und unaufgeregten“ Wahlkampf festhalten und weiter auf Infostände im Ort setzen.

19 Uhr: Jetzt liegen auch die absoluten Zahlen vor. Hier sieht man, wie knapp es wirklich war: Besel (1346 Stimmen) hat nur 20 Stimmen mehr bekommen als Preysing (1326), bei Schmid waren es 416. Insgesamt haben 3088 von 4957 wahlberechtigten Gmundern gültige Stimmen abgegeben.

18.45 Uhr: Bei den Briefwählern liegt Besel vorn, sagt Rathaus-Geschäftsleiter Florian Ruml. Der Grund für die Aufholjagd auf den letzten Metern? Niedriger als zuerst gedacht ist die Wahlbeteiligung. Sie liegt bei 62,34 Prozent.

Das vorläufige Endergebnis nach sechs von sechs ausgezählten Stimmbezirken.

18.40 Uhr: Das Ergebnis für heute Abend steht fest: Besel hat Preysing auf den letzten Metern überholt. Besel hat 43,59 Prozent, Preysing 42,94 Prozent, Schmid 13,47 Prozent. Damit gehen Besel und Preysing am 11. März in die Stichwahl, Schmid ist raus.

18.38 Uhr: Immer mehr deutet auf eine Stichwahl zwischen Preysing und Besel hin. Stand nach fünf ausgezählten Stimmbezirken: Preysing 43,46 Prozent, Besel 42,95 Prozent, Schmid 13,64 Prozent. 

18.35 Uhr: Jetzt sind vier Stimmbezirke ausgezählt. Preysing liegt mit 43,47 Prozent noch knapp vor Besel mit 43,28 Prozent. Schmid hat leicht zugelegt auf 13,25 Prozent. Was für ein Krimi! Die Familien zittern mit den Kandidaten im Sitzungssaal.

18.30 Uhr: Führungswechsel: Nach drei ausgezählten Stimmbezirken liegt Preysing mit 44,18 Prozent vor Besel mit 43,28 Prozent. Schmid steht bei 12,55 Prozent.

Der Noch-Bürgermeister Georg von Preysing (hinten r.) hilft beim Auszählen in der Turnhalle mit.

18.26 Uhr: Es ging noch schneller als erwartet. Um 18.26 Uhr sind zwei von sechs Stimmbezirken ausgezählt. In der Tendenz führt Alfons Besel (FWG) mit 46,4 Prozent vor Franz von Preysing (CSU) mit 41,75 Prozent der Stimmen. Hans Schmid (SPD) liegt aktuell abgeschlagen mit 11,21 Prozent auf Platz drei.

18.20 Uhr: Die Spannung im Rathaus ist zum Greifen. Wer wird beim ersten Zwischenstand die Nase vorn haben? In zehn Minuten sollten wir mehr wissen.

Das Auszählen hat begonnen.

18.15 Uhr: Momentaufnahme von der Auszählung in der Turnhalle: Die Stapel mit den Stimmen der Wähler wachsen bei  allen drei Kandidaten gleichermaßen in die Höhe, berichtet unsere Reporterin Gerti Reichl. Eine Tendenz sei zumindest hier nicht erkennbar.

18 Uhr: Jetzt ist‘s rum. Die Wahllokale haben geschlossen. Für die Wahlhelfer beginnt jetzt der stressigste Teil des Abends: die Auszählung.

17.58 Uhr: Noch zwei Minuten. Ein Wähler hat sich verlaufen. Er ist in die Aula gekommen, muss aber in der Turnhalle abstimmen. Jetzt heißt es laufen.

17.50 Uhr: Auch im Rathaus steigt die Anspannung. Wahlleiter Florian Ruml leert nochmal den Briefkasten, dann geht er wieder in sein Wahlbüro im ersten Stock. Es könnte ja noch ein Anruf kommen. Bürgermeister Georg von Preysing setzt derweil seinen Trachtenhut auf und macht sich auf den Weg zur Turnhalle. „Zum Auszählen“, sagt er. 

Auch in der Turnhalle gaben sich die Wähler die Klinke in die Hand.

17.40 Uhr: 20 Minuten bleiben den Gmundern noch, um ihre Stimme abzugeben. In der Aula kommen immer noch Wähler, sagt Helfer Ludwig Bergmann, der normalerweise im Gemeinde-Bauamt arbeitet. Er gehe von einer guten Wahlbeteiligung aus.

17.35 Uhr: In der Turnhalle seien die Wähler nicht lange in der Kabine geblieben, sagt Wahlhelferin Renate Stanglmeier. Sie seien wohl entschlossen gewesen. 

Reger Andrang herrscht im Wahllokal in der Gmunder Grundschule.

17.30 Uhr: Noch 30 Minuten bis zur Schließung der Wahllokale. In Dürnbach ist der Andrang nach dem Gottesdienst am größten gewesen, berichtet Georg Dorn, Schriftführer des Stimmbezirks, unserer Reporterin Gerti Reichl. Einigen Wählern sei die Schlange zu lange gewesen. Sie hätten später einen neuen Anlauf genommen.

17.20 Uhr: Der Countdown läuft. Schon um 18.30 Uhr soll laut Wahlleiter Florian Ruml die erste der sechs Urnen (drei aus den Wahllokalen und drei für die Briefwahl) ausgezählt sein. „Da wird eine Tendenz zu erkennen sein.“ Der Zwischenstand wird im Sitzungssaal des Rathauses per Beamer an die Wand projiziert und fortlaufend aktualisiert. „Das geht dann Schlag auf Schlag“, sagt Ruml. Das Endergebnis soll gegen 19 Uhr feststehen.

17 Uhr: Genug zu tun haben dürften auch die Helfer, die für die drei Briefwahlbezirke zuständig sind. 955 Wahlscheine wurden laut Informationen aus dem Rathaus beantragt, rund ein Fünftel der wahlberechtigten Gmunder wollte seine Stimme also per Post abgeben.

16.45 Uhr: Nach schleppendem Beginn in der Früh herrscht seit Mittag ein „reger Andrang“ in den drei Wahllokalen, berichtet Gemeinde-Geschäftsleiter und Wahlleiter Florian Ruml. „Die Wahlhelfer haben gut zu tun.“ Pro Lokal arbeiten drei Schichten zu je vier Leuten. Um 18 Uhr kommen dann alle zum Auszählen zusammen. „Wir wollen das zügig durchziehen“, sagt Ruml. 

Wer wird der neue Bürgermeister von Gmund? So funktioniert die Wahl

Alle drei auf einen Blick. Welcher Kandidat hat die Gmunder Bürger am meisten überzeugt?

Wahlberechtigt sind alle Bürger der Europäischen Union, die seit mindestens zwei Monaten ihren Erstwohnsitz in Gmund haben. Die Gemeinde am Tegernsee hat derzeit über 6000 Einwohner, wahlberechtigt sind 4982 Bürger. Die Wahllokale haben am Sonntag (25. Februar) von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Mit ersten Ergebnissen kann wohl ab 19 Uhr gerechnet werden.

Drei Wahllokale stehen den Gmundern zur Verfügung:

  • Stimmbezirk 1: Turnhalle (Zugang aus Richtung evang. Kirchengemeinde)
  • Stimmbezirk 2: Aula der Grundschule
  • Stimmbezirk 3: ehemaliges Rathaus Dürnbach/ VHS Gmund-Dürnbach

Ein neuer Bürgermeister steht fest, wenn einer der drei Kandidaten mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen erhält. Für sechs Jahre tritt dieser dann sein Amt an. Ist das nicht der Fall, gehen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in die Stichwahl. Diese wäre dann am Sonntag, 11. März, wieder von 8 bis 18 Uhr. Die Gmunder würden wieder an die Wahlurnen gebeten - und können sich dann zwischen zwei Kandidaten entscheiden. Wer die meisten Stimmen hat, wird den Chefsessel im Rathaus beziehen. 

Der besondere Fall eines Gleichstands zwischen zwei der drei Kandidaten ist klar gesetzlich geregelt. Wenn es zwei Erstplatzierte mit genau der selben Stimmenanzahl gibt, wird die Wahl wiederholt. Gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils gleich viel Stimmen für sich vereinen können, entscheidet das Los, wer von beiden in die Stichwahl geht.

Die drei Kandidaten, die sich um das Amt des Gmunder Bürgermeisters beworben haben, ließen sich Anfang Februar öffentlich auf den Zahn fühlen. Hier gibt es eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion im Gmunder Neureuthersaal in Wort und Bild.

Bei der Podiumsdiskussion stellten sich Franz von Preysing, Johann Schmid und Alfons Besel, hier zusammen mit Redaktionsleiter Stephen Hank, den Fragen der Gmunder Bürger.

Bürgermeisterwahl in Gmund: Die Kandidaten im Überblick

Franz von Preysing - CSU

  • 39 Jahre
  • verheiratet
  • Vater von zwei Kindern
  • Leiter der Sparkassenfilialen im Tegernseer Tal
  • viele Jahre Vorsitzender der JU im Landkreis
  • seit 2008 im Gmunder Gemeinderat
  • Mitglied der Wasserwacht
  • Sein Motto für den Wahlkampf: „Gutes Bewahren und für Neues offen sein“
  • Förderung der heimischen Wirtschaft zur Erhaltung wohnortnaher Arbeitsplätze
  • Landwirte unterstützen zur Erhaltung der Kulturlandschaft
  • Kreisel in Kaltenbrunn und die Radwege ausbauen
  • Bürger beteiligen, Familien und Senioren fördern

Johann Schmid - SPD - der SPD-Kandidat ist beim ersten Wahlgang ausgeschieden

  • 60 Jahre 
  • verheiratet
  • Vater von zwei Kindern (26 und 24)
  • selbstständiger Versicherungskaufmann
  • 20 Jahre Erfahrung im Gmunder Gemeinderat (18 Jahre Fraktionssprecher)
  • 50 Jahre Blasmusik; Vorsitzender der Gmunder Dorfmusikanten
  • 20 Jahre Mitglied im katholischen Pfarrgemeinderat St. Ägidius
  • „Am Gemeinwohl orientierte und zukunftsorientierte Kommunalpolitik mit Umweltschutz“ 
  • solidarisches und lebendiges Gemeinwesen und ein ethisches Finanzierungsmanagement
  • zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen
  • Kommune gleichzeitig als Vorbild in Sachen sorgsamer Umgang mit Ressourcen und Erhalt einer intakten Umwelt 
  • verstärkte Bürgerbeteiligung
    Alfons Besel - FWG 
  • 51 Jahre
  • Vater von zwei Söhnen (22 und 24)
  • 15 Jahre Bauamtsleiter im Gmunder Rathaus
  • 14 Jahre Geschäftsleiter im Gmunder Rathaus
  • seit 2015 Abteilungsleiter im Landratsamt 
  • Bereitschaftsleiter der BRK-Bereitschaft Tegernsee 
  • Kuratoriumsmitglied Volkshochschule Gmund
  • Wahlkampfmotto: „Gmund. Gemeinsam. Mit Erfahrung gestalten“
  • „Mitmachgemeinde“
  • generationsübergreifende Ortsentwicklung 
  • Kulturlandschaft bewahren
  • Unter dem Stichwort „Gmund smart“ die Chancen der Digitalisierung nutzen (Gigabyte statt Megabyte)

Genauere Informationen zu den Kandidaten und dem Ablauf der Wahl gibt es hier in unserer großen Übersicht zur Bürgermeisterwahl in Gmund 2018.

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