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Auf diese fünf Themen richtet Gmund den Fokus

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Von: Gerti Reichl

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Bürgerversammlung Gmund
Im vollbesetzten Neureuthersaal verfolgten Gmunder Bürger die Ausführungen von Rathauschef Alfons Besel (vorne). © Andreas Leder

Es war die erste Bürgerversammlung für Rathauschef Alfons Besel. Am Donnerstagabend informierte er die Gmunder im vollbesetzten Neureuthersaal über aktuelle Themen.

Gmund – Alt-Bürgermeister Georg von Preysing hatte weit hinten Platz gefunden und konnte ganz entspannt verfolgen, was sein Nachfolger Alfons Besel 90 Minuten lang berichtete. Vieles war noch in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht worden, Besel und der Gemeinderat richten den Fokus nun auf fünf Kernthemen: den kommunalen Wohnungsbau, Familienfreundlichkeit, Ortsentwicklung, Mobilität und Verkehr sowie Klima und Energie.

Kommunaler Wohnungsbau

„Beim kommunalen Wohnungsbau sind wir absolut spitze“, fasste Besel seine Infos rund um die inzwischen bezogenen Gemeindehäuser mit 14 Wohnungen an der Hirschbergstraße und die vier Familien-Wohnungen an der Georg-Stöger-Straße zusammen. Die Bürger klatschten Beifall. Zwei Millionen Euro habe man vom Staat an Zuschüssen „geschenkt“ bekommen. Das neue Vorhaben an der Hirschbergstraße mit 30 Wohnungen sei ein weiterer Schritt, um der „dramatischen Situation auf dem Wohnungsmarkt, wenn man davon überhaupt sprechen könne, entgegenzutreten“, so Besel.

Familienfreundlichkeit

Investitionen in die Kinderbetreuung, die jährlich rund 1,2 Millionen Euro ausmachen, bezeichnete Besel als das „Herzstück“ der Gemeinde. Aktuell hinzu kommen die Erweiterung der Kinderkrippe (640 000 Euro), auch am Piusheim werden einige Verbesserungen vorgenommen, etwa die Überdachung und Verschönerung des Eingangs. Besels gute Nachricht: Alle Kinder könnten aufgenommen und aufgrund des optimalen Personalschlüssels auch betreut werden.

Ortsentwicklung

Beim Thema Ortsentwicklung dreht sich alles um das Bahnhofsareal, das neu gestaltet werden soll. „Ich hoffe, dass die Planung bis Herbst in trockenen Tüchern ist“, sagte Besel, der sich einen erneuten Workshop mit Bürgern gut vorstellen kann. Norbert Grigat ärgerte sich über den hässlichen Anblick auf dem Gelände: „Das ist eine Baustellen-Müllhalde.“ Helmut Dillitzer übte bereits Kritik an einer der beiden Varianten, die in einem Infoheft, das auf den Tischen lag, abgebildet war. Er wünschte sich einen Radweg südlich der Wiesseer Straße.

Verkehr

Apropos Rad: „Das Auto sollte künftig nur noch zweite Wahl sein“, regte Besel an. Der Gemeinderat hatte sich zuletzt ausführlich mit dem Thema befasst. Um ein Konzept zu entwickeln, werde die Gemeinde ein Institut beauftragen. 

Energie

Ebenso wie beim Thema Verkehr dankte Besel beim Punkt Energie einem Arbeitskreis. Konkret werde überlegt, für das Gebiet Hirschbergstraße ein Nahwärmeversorgungskonzept zu entwickeln, über eine Lösung für das Rathaus-Areal werde ebenso nachgedacht.

Das bewegt die Bürger

Zwei schriftliche Anfragen waren eingegangen: Herbert Vojacek sorgte sich um die Sicherstellung der Wasserversorgung am Oedberg, sollte das geplante Freizeitprojekt realisiert werden. Die Fragen habe er an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet, aber noch keine Antwort, sagte Besel und sprach von einem Zielkonflikt zwischen Tourismus und Wasserversorgung.

Helmut Gries ärgerte sich über die Situation am Viehhallenplatz: „Das ist die Rumpelkammer von Gmund.“ Nicht nur das rege Treiben („Lkw laden hier ihren Kies ab“) sei ärgerlich, sondern die Verkehrssituation insgesamt. Die Gemeinde solle die Situation überdenken. Gries regte eine neue Erschließung südlich der Toiletten-Anlage an, um die Max-Obermayer-Straße zu entlasten. Besel machte da wenig Hoffnung. Er kündigte jedoch die Erneuerung der alten Viehhalle an und versicherte: „Dann werden wir uns den Platz mal anschauen.“

Engelbert Probst bemängelte den Wildwuchs Richtung Mangfall. „Andere sagen Biotop dazu“, antwortete Besel. Bei der Nachfrage zum Hochwasserausgleich verwies er auf ein bevorstehendes Treffen mit dem Wasserwirtschaftsamt, das die Pläne überarbeiten müsse. Schließlich der Hundekot: Fritz Joachim forderte hier drastische Strafen.

gr

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