Alles ist vorbereitet: Fredl Gragert (64) hat auch heuer jede Menge Bäume – überwiegend Tannen – im Angebot.
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Alles ist vorbereitet: Fredl Gragert (64) hat auch heuer jede Menge Bäume – überwiegend Tannen – im Angebot.

Am Samstag startet der Verkauf am Volksfestplatz

Christbaum-Verkäufer aus Gmund ist zuversichtlich: „Weihnachten fällt wegen Corona ja nicht aus“

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Seit rund 30 Jahren verkauft Fredl Gragert Christbäume am Gmunder Volksfestplatz. Doch in diesem Jahr ist einiges anders. Die Corona-Pandemie macht sich auch hier bemerkbar.

  • Für Fredl Gragert und seine Tochter geht‘s jetzt in die heiße Phase
  • Sie starten am Gmunder Volksfestplatz ihren Christbaum-Verkauf
  • Wegen Corona ist heuer so einiges anders

Gmund – Für Fredl Gragert und seine Tochter Katharina (27) hat die heiße Phase begonnen: An diesem Samstag (21. November) startet das Vater-Tochter-Gespann seinen traditionellen Christbaum-Verkauf auf dem Gmunder Volksfestplatz. Seit rund 30 Jahren ist Fredl Gragert bereits in diesem Geschäft – doch heuer wird einiges anders sein: Die Käufer bedient der 64-Jährige mit dem markanten Schnurrbart erstmals mit Maske, die Abstände müssen gewahrt bleiben. „Wir werden trotzdem schauen, dass wir unsere Spaßetteln machen“, kündigt der Tegernseer an.

Zwei Tage lang war Gragert damit beschäftigt, Bäume abzuladen und auf dem Volksfestplatz in Position zu bringen. Seine Christbäume – überwiegend Tannen – stammen aus Dänemark. „Jetzt ist alles bereit, wir sind für den Verkauf gerüstet“, freut sich der 64-Jährige, der mittlerweile im Ruhestand ist und seine Tochter noch gerne bei dem weihnachtlichen Geschäft unterstützt. „Ich wurschtel halt noch mit“, sagt Gragert und lacht.

Zwischen den Bäumen steht ein Desinfektionsspender

Doch so ungezwungen wird die Stimmung in diesem Jahr wohl nicht immer sein: Corona ist auch beim Verkauf der Christbäume allgegenwärtig. Das zeigen ein Desinfektionsspender und ein Schild, das die Kunden darum bittet, den nötigen Abstand zu halten. „Wenn das nicht geht, werden wir die Leute darauf hinweisen, eine Maske aufzusetzen – die meisten haben sie ja sowieso unterm Kinn“, meint Gragert. Er selbst und die anderen Verkäufer werden von Haus aus einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Schließlich wisse man ja nie, wie nahe man dem Kunden komme.

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Trotz Pandemie geht Gragert mit Zuversicht in diese Christbaum-Saison. An den großen Boom – wie ihn mancher schon prophezeit hat, weil heuer viele Menschen den Heiligabend zuhause verbringen – glaubt der Tegernseer zwar nicht. An ein ordentliches Geschäft aber schon. „Weihnachten fällt wegen Corona ja nicht aus“, sagt der Tegernseer.

Wegen Lockdown: Hotels und Gaststätten warten mit ihren Bestellungen noch ab

Eine Verunsicherung hat der Christbaum-Händler allerdings bei den gastronomischen Betrieben und Hotels festgestellt: Weil die Branche derzeit nicht absehen kann, wie lang sich der Lockdown noch hinziehen wird, hätten viele die Bestellung der Christbäume noch hinausgeschoben, berichtet Gragert. Wo keine Gäste sind, braucht’s schließlich auch keine weihnachtliche Stimmung. „Ich kann verstehen, dass sich die Hotels und Gaststätten da nicht aus dem Fenster lehnen, so ein Baum kostet schließlich einen Haufen Geld“, meint Gragert.

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Aber bis zum großen Fest ist ja noch Zeit: Täglich bis kurz vor Weihnachten sind Gragert und seine Tochter bei ihren Bäumen am Gmunder Volksfestplatz anzutreffen. Erst am 24. Dezember ist endgültig Schluss mit dem Christbaumverkauf. „Da wird nur noch zusammengeräumt“, kündigt der Tegernseer an.

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