Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Experten unter sich: Die Jurymitglieder begutachten einen BMW 328 Wendler.
Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Fast wie im Museum: In Reih und Glied parken die auf Hochglanz polierten Luxus-Oldtimer in der Tenne von Gut Kaltenbrunn.
Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.
Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.
Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.
Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.
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Exklusive Autos begutachteten Jurymitglieder und Zuschauer beim Concours d‘Élégance auf Gut Kaltenbrunn.

Exklusive Oldtimer trotzen dem Regen

Concours d‘Élégance: Ein Bentley ist der Schönheitskönig vom Tegernsee

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Britisches Wetter und ein britischer Sieger: So lässt sich der Concours d‘Elegance auf Gut Kaltenbrunn kurz zusammenfassen. Hier gibt‘s die schönsten Oldtimer im Bild.

Kaltenbrunn – Regentropfen auf poliertem Lack? Was die Besitzer schicker Schlitten bisweilen fast die Tränen in die Augen treibt, lässt so manchen Fotografen leise jubeln. Der Perleffekt auf Hauben, Zierleisten und Scheinwerfern verleiht automobilen Schönheiten einen ganz besonderen Glanz. So beugten sich beim ersten Concours d’Élégance auf Gut Kaltenbrunn nicht nur die Jurymitglieder unter ihren Schirmen ganz tief über die penibel geputzten, verchromten Kühlerfiguren und Embleme der rund 40 exklusiven Oldtimer, sondern auch etliche Zuschauer mit ihren Kameras. Wo sonst hat man schon mal Gelegenheit, Emily (Rolls Royce), Flying B (Bentley) oder den Alvis-Adler im original britischen Wetter abzulichten. Fahrzeuge also, die im Normalfall eher in klinisch reinen und vor allem trockenen Museen ihren automobilen Ruhestand verbringen.

Doch auch auf Gut Kaltenbrunn gab’s einen überdachten Rückzugsraum, den vor allem die Cabrios unter den Oldtimern bis Baujahr 1969 gern als Parkplatz nutzten: die Tenne. In Reih und Glied standen hier mit die kostbarsten Teilnehmer des Schönheitswettbewerbs, den der Veranstalter Retro Promotion nach 15 Jahren auf Schloss Ludwigsburg heuer erstmals am Tegernsee ausgerichtet hatte. Manche von ihnen haben die bisweilen weite Anreise nicht auf den eigenen vier Rädern, sondern im Anhänger hinter sich gebracht, berichtet Mitorganisator Andreas Herrmann. „Fahrbereit sind sie aber alle.“ Eine Voraussetzung für die Teilnahme am Concours. Der Benzingeruch in der Tenne war quasi der sinnliche Beweis.

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Den ganzen Samstag lang zogen die Jurymitglieder – allesamt ausgewiesene Experten aus Autokonzernen oder Rennsport – von Wagen zu Wagen, um jedes noch so kleine Detail genau unter die Lupe zu nehmen. Im schicken Anzug und mit Hut steckten sie ihre Köpfe in Innen-, Motor- und Kofferraum, um den technischen und optischen Zustand zu bewerten. Unterbrochen von kurzen Beratungsrunden und natürlich eifrigen Notizen auf den seitenlangen Kriterienkatalogen auf dem Klemmbrett. Sogar die Handy-Taschenlampe nahm so mancher Juror zu Hilfe, um das oft tief im dunklen Motorraum verborgene Typenschild zu entziffern. Ölflecken auf der Kleidung musste dabei niemand fürchten: Jedes noch so kleine Bauteil hatten die stolzen Besitzer der Oldies auf Hochglanz poliert.

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Die Sieger in den verschiedenen Kategorien durften sich am Sonntag über Pokale freuen. 20 Trophäen überreichten die Veranstalter. Der Hauptpreis ging laut Herrmann an einen Bentley 8 Litre Drop Head Coupe von 1932, dessen Besitzer aus Lindau am Bodensee angereist war. Der Sechs-Zylinder-Motor mit den namensgebenden acht Litern Hubraum bringt es auf für damalige Verhältnisse beeindruckende 200 PS. Als besonders bemerkenswert hebt Herrmann den aubergine-farbenen Lack des Luxus-Cabrios hervor.

Nicht nur bei den Eigentümern der prämierten Fahrzeuge sei die Stimmung das ganze Wochenende über gut gewesen, schwärmt der Mitorganisator. „Das Wetter hat eine sehr untergeordnete Rolle gespielt.“ Viele Teilnehmer seien kurz vorher aus dem Urlaub gekommen und hätten daher bereits ausreichend Sonne getankt gehabt. Und auch viele Zuschauer aus dem Tegernseer Tal und dem Münchner Raum hätten die Regenschauer nicht von einem Besuch abgeschreckt. Grund genug, den Concours 2020 zu wiederholen, findet Herrmann. Der Termin steht bereits: 11. bis 13. September. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Luxus-Oldies in ihren winterlichen Schönheitsschlaf gehen.

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