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In Gmund entsteht ein moderner Auto-Pavillon

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Von: Gerti Reichl

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Ihren bisherigen Firmensitz an der Bundesstraße will die AVG komplett neu gestalten. © Thomas Plettenberg

Gmund - Die AVG in Gmund  steuert auf ein neues Firmengebäude zu. Der Ortsplanungsausschuss hat für die Pläne sein Okay gegeben - und er hat einige Ausnahmen gemacht.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Gmunder Ortsplanungsausschuss mehrheitlich die Weichen für die Umsetzung der AVG (Mercedes Benz Auto Vertriebs GmbH)-Pläne gestellt. Mercedes will seeseitig den bestehenden Werkstattkomplex mit integrierter Tankstelle umbauen und zusätzlich einen neuen, modernen Ausstellungspavillon anbauen. Darin untergebracht sind auch Empfang, Büros, und ein repräsentativer Bereich für die Neuwagenauslieferung. Die bisher ungünstige Zweiteilung des Firmensitzes zu beiden Seiten der Bundesstraße gehört dann der Vergangenheit an. Bekanntlich will die Lechner GmbH von ihrem bisherigen Sitz in Rottach-Egern nach Gmund ziehen und den bergseitigen Bau übernehmen. Wegen der notwendigen Verschiebung des bestehenden Gebrauchtwagen-Parkplatzes Richtung Norden musste die Gemeinde eine „Einbeziehungssatzung“ erlassen und Behörden um ihre Stellungnahmen dazu bitten.

In der jüngsten Sitzung des Ortsplanungsausschusses standen diese zur Diskussion und wurden sorgfältig bearbeitet. Laut Bauamtsleiterin Christine Lang sei das Vorhaben grundsätzlich unproblematisch, dennoch sind einige Auflagen nötig. Wegen der Versiegelung von Grünfläche muss die Gemeinde 203 Quadratmeter ökologische Ausgleichsfläche vorweisen. Sie wird dafür einen Hag mit heimischen Gehölzen am Nordrand des Parkplatzes anpflanzen. Auch muss das Firmengebäude 19 Meter Abstand zur B 307 halten.

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So sieht der geplante Ausstellungs-Pavillon aus. © Grafik: Architekturbüro Padoplan

Das Staatliche Bauamt Rosenheim fordert, dass der bisherige Geh- und Radweg erhalten bleibt. Um die Gleise zu sichern, fordert die Tegernsee Bahn Betriebsgesellschaft einen 1,60 Meter hohen Maschendrahtzaun. „Der droht uns auch beim Kinderspielplatz“, merkte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) an. Dies habe sich bei einer Begehung mit dem Eisenbahnaufsichtsamt ergeben.

Nachdem die Einbeziehungssatzung gegen die Stimme von Helga Wagner (Grüne) geschafft war, ging es um den konkreten Bauantrag, den die Eder und Meisinger GbR II vorlegte. Auch hier legte die Gemeinde keine Steine in den Weg und machte einige Ausnahmen von der örtlichen Gestaltungssatzung möglich.

Zum einen wird das Dach mit nur zwölf Grad ungewöhnlich flach ausfallen, zum anderen soll es zur besseren Innenbeleuchtung ein Lichtband erhalten. Auf Anregung von Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) soll das Dach mit einheitlich roten Flachdachpfannen eingedeckt und auf einen „unruhigen“ Vorsprung mit einem Blechdach verzichtet werden. Insgesamt ist ein 18,5 mal 25,14 Meter großer Anbau mit Glas und Stahl geplant, der seeseitig eine Wandhöhe von 8,41 Metern und zur Straße hin eine Wandhöhe von 5,60 Metern erreichen wird. Ohne große Diskussionen war der Bauantrag schließlich genehmigt. Franz von Preysing (CSU) und Helga Wagner stimmten dagegen. Wagner lehnt das Projekt grundsätzlich ab. Schon bei der Vorstellung der Pläne im Herbst hatte sie erklärt, dass die Grünen vom Autoverkehr wegkommen wollen und Gmund keinen Autotempel wie den der AVG brauche. Im Sommer, so Architekt Stefan Erb, will die AVG mit den Baumaßnahmen beginnen.

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