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Endspurt: Der Abschnitt zwischen der Bichlmairstraße und der Bernöckersiedlung ist die letzte Etappe. Realschüler müssen die Baustelle passieren.

Letzte Etappe in Angriff genommen

Dauerbaustelle Tölzer Straße: Jetzt ist ein Ende in Sicht

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Seit 2016 dauert nun schon der Ausbau der Tölzer Straße in Gmund. Viel Geduld wird Autofahrern und Anwohnern seither abverlangt. Jetzt ist tatsächlich ein Ende der Dauerbaustelle abzusehen.

Gmund – Während andernorts in drei Jahren ganze Wohnviertel entstehen, baut Gmund nun im dritten Jahr an einer Straße. Der 750 Meter lange Abschnitt von der Abzweigung an der Wiesseer Straße bis hinauf zum Bahnübergang an der Realschule wird saniert. Die Straße wird auf 5,90 Meter ausgebaut, der bisher nur 1,50 Meter breite Gehsteig auf zwei Meter verbreitert. Das Ergebnis der ersten zwei Bau-Jahre ist schon sichtbar, es wurde in Etappen jeweils bis zum Winter gearbeitet.

Jetzt befindet sich der Bautrupp des Staatlichen Bauamts Rosenheim im dritten und letzten Abschnitt. Er verläuft zwischen der Bichlmairstraße und der Bernöckersiedlung. „Heuer läuft alles nach Plan“, sagt Ludwig Bergmann vom Gmunder Bauamt auf Nachfrage. Alle Versorgungsleitungen müssen erneuert, die alten Leitungen entfernt, Lehrrohre für künftige Technik vergraben werden. Der Leitungsbau kostet viele Nerven und auch Zeit, denn alle Leitungen waren anders verbuddelt, als in Plänen vermerkt. Und das ist im dritten Abschnitt nicht anders.

Wenn also auch auf der dritten und letzten Etappe der Leitungsbau geschafft ist, dann machen sich die Bauarbeiter an die geplante Querungshilfe. Sie wird auf Höhe der Bichlmairstraße, die im Einmündungsbereich bereits aufgeweitet ist, in die Tölzer Straße gesetzt. „Allerdings muss der Asphaltbelag hier noch einmal erneuert werden“, teilt Bergmann mit. Es handle sich noch um den Winterbelag.

Aktuell werden auch die Zäune und Hecken erneuert, die wegen der Gehweg- und Straßenverbreiterung entfernt werden mussten. Entsprechende Vereinbarungen seien mit den Grundstücksbesitzern getroffen worden.

Drei Jahre Bauzeit – da war viel Geduld gefragt. „Ja, es gab Beschwerden“, räumt Bergmann ein, „aber wir haben versucht, die Kritikpunkte aufzunehmen und zu verbessern.“ Die hätten anfangs auch die Beschilderung zu den Geschäften an der Tölzer Straße betroffen.

Und die Kosten? Insgesamt 2,3 Millionen Euro, so war der Plan, wird die Baumaßnahme verschlingen. Die Gemeinde Gmund wird sich mit 935 000 Euro daran beteiligen. „Ich habe noch keinen aktuellen Überblick, aber wir müssten im Plan sein“, sagt Bergmann. Und dann hat er noch eine gute Nachricht parat: Ende Mai sollen die Bauarbeiten geschafft sein, dann endlich ist die Tölzer Straße wieder befahrbar. Ob es sogar einen kleinen Festakt gibt, werde gerade besprochen. Ein Grund zum Feiern wäre die Eröffnung allemal.

gr

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