Der Vorstand des Diakonievereins Tegernseer Tal

Neuwahlen bei Gmunder Verein

Diakonie mit bewährtem Führungsteam

Gmund - Pflege mit Herz, nach diesem Motto ist der Diakonieverein Tegernseer Tal aktiv. Zum fünften Mal in Folge wurde jetzt Eberhard Ziegler zum Vorsitzenden gewählt.

500 Mitglieder zählt der Diakonieverein Tegernseer Tal. Zur ordentlichen Versammlung kamen 23 stimmberechtigte Mitglieder ins Gmunder Feuerwehrhaus, um dort turnusgemäß einen neuen Vorstand zu wählen. Zum fünften Mal in Folge wurde der Eberhard Ziegler (71) zum ehrenamtlichen Vorsitzenden ernannt. Er bleibt vier Jahre im Amt. Das gleiche Vertrauen erhielten die Stellvertreterinnen Henni Höh aus Schaftlach, Bettina von Bechtolsheim aus Rottach-Egern sowie Friederike Enders aus Tegernsee. Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Schatzmeister übergab Heinz Deuerling sein Amt in die Hände von  Frieder Herbst aus Tegernsee. Schriftführerin bleibt Inge Wagner aus Gmund. Beisitzer sind Helga Auth, Heinz Deuerling, Thomas Helmer, Dieter Vollmar, Ingrid Versen und Rosemarie Willinger.  Monika Peikert und Dieter Ahlborn übernehmen die Kassenprüfung.

 „Ich freue mich sehr, dass bei den zu vergebenden Posten fast alle Talgemeinden mit Waakirchen vertreten sind", sagte der Bürgermeister und Wahlleiter Georg von Preysing. Im Namen seiner Amtskollegen zollte er allen Ehrenamtlichen großen Respekt. „Die Leistungen des Diakonievereins", so Preysing, "können die Gemeinden alleine gar nicht stemmen“. Der Gemeindechef berichtete, dass der Raum für die aufgelöste Jugendgruppe am Bahnhof nun als Teestube für Asylanten genutzt werde, die dort Deutschunterricht erhalten.

Die Arbeit des Vereins, der 1963 gegründet wurde, steht unter dem Motto „Pflege mit Herz“. Derzeit sind 25 Teil- und Vollzeitkräfte im Einsatz, 17 geringfügig Beschäftigte, fünf Mitarbeiter erhalten eine Übungsleiter-Pauschale. Zudem arbeiten 50 Ehrenamtliche mit. „Unser ambulanter Dienst ist mit zehn Dienstfahrzeugen stolze 190.000 Kilometer pro Jahr unterwegs, um die 150 pflegebedürftigen Talbewohner zu erreichen“, berichtete Ziegler und fügte nicht ohne Stolz hinzu: „Wir haben im Landkreis das Qualitätsmerkmal, die am besten qualifizierten Mitarbeiter im ambulanten Dienst zu haben und brauchen dennoch vom Landkreis keine Zuschüsse."

Bestens funktioniere auch die Nachbarschaftshilfe - und das seit über 16 Jahren. Stark ausgeweitet wurde die Demenzbetreuung, sowohl beim Patienten daheim als auch in der Tagesbetreuung, die vor fünf Jahren erstmals angeboten wurde. Heute, nach erfolgtem Umbau des Stammhauses in der Wiesseer Straße, werden an vier Tagen pro Woche jeweils acht Demenzkranke von 9 bis 16 Uhr fachlich betreut. „Nach Schließung des Orient-Express in Miesbach sind wir mit dem gebotenen Fahrdienst die einzige Pflegestelle im Landkreis", betonte Ziegler.

Gut angenommen werden laut Ziegler die Senioren-Nachmittage. Größter Beliebtheit erfreue sich die vor fünf Jahren installierte Kleiderstube „Ringelsocke“ mit gut zugänglichen neuen Räumen. Hier versorgen sich auch die Asylbewerber mit Kleidung. Bestens ausgestattet ist die neue Bücherstube. Und nicht zuletzt die Tafel: „Die Gmunder Tafel hat einen hohen Stellenwert im ganzen Tal", sagte Ziegler. Die Organisatorin Helga Auth wird von 50 ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird, die wöchentlich über 65 berechtigte Talbewohner mit Lebensmitteln versorgen.

Ein breites Angebot, das bleiben soll. „Wir wollen auch weiterhin die Pflege mit Herz praktizieren und übernehmen auch nicht kostendeckende Einsätze, die andere Institutionen ablehnen“, machte Heinz Deuerling in seinem Kassenbericht klar. Das schlage sich bei den Kosten fürs Pflegepersonal nieder. „Mit einer Million Bilanzsumme haben wir dennoch 2014 das höchste Ergebnis seit Gründung erreicht“, so Deuerling sichtlich erfreut. Dem stimmte auch Kassenprüferin Monika Peikert zu, so dass die einstimmige Entlastung keine Frage war.      mm

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