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Die richtige Wohnung fürs Alter

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Von: Christina Jachert-Maier

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Beim Workshop wurde über Zielgruppen und Wohnformen gesprochen.
Beim Workshop wurde über Zielgruppen und Wohnformen gesprochen. © Gemeinde Gmund

Passenden Wohnraum für die Bürger der Gemeinde zu schaffen, versteht Gmunds Rathauschef Alfons Besel als seine vordringliche Aufgabe. Bei einem Workshop ging es nun um das Thema „Wohnen im Alter“.

Gmund - Ganz konkret plant die Gemeinde Gmund ein Senioren-Wohnprojekt, für das zwei Standorte in Frage kämen: nördlich der Hirschbergstraße oder an der Wiesseer Straße, neben dem Parkplatz Kaltenbrunn. Geleitet wurde der Workshop von Anja Preuß als Vertreterin der vom Freistaat geförderten „Koordinationsstelle Wohnen im Alter“. Um die möglichen Konzepte auf breiter Basis zu diskutieren, sind alle Gmunder am Montag, 27. September, zu einem Treff im Neureuthersaal eingeladen. Von 18 bis 20 Uhr wird im Rahmen einer Bürgerbeteiligung über Wohnformen gesprochen.

Die Wünsche der älteren Generation seien vielfältig und auch einem Wandel unterworfen, machte Preuß bei dem Workshop deutlich: „Die Generation der Baby-Boomer hat andere Vorstellungen als die heute 80-Jährigen.“ Bei jedem Wohnprojekt stelle sich die Frage, welche Zielgruppe man erreichen wolle. Diese zu definieren, war ein Ziel des Workshops. Ergebnis: Angesprochen werden sollen Einheimische, die Interesse an einem guten nachbarschaftlichen Miteinander haben und auch bereit sind, sich in einem gewissen Maß in die Gemeinschaft einzubringen. Pflegerische Angebote sollen nicht integriert werden. Hierfür können die künftigen Bewohner der Wohnanlage auf örtliche Dienstleister zurückgreifen.

Wohnen im Alter in Gmund: Zwei Szenarien kommen in Frage

Zwei Szenarien kommen für das geplante Wohnprojekt in Frage: eine reine Seniorenhausgemeinschaft oder ein generationsübergreifendes Wohnprojekt. In beiden Fällen sollen die Wohnungen barrierefrei und günstig sein. Zum Konzept gehört unabhängig vom Szenario ein Gemeinschaftsraum, der eventuell allen Bürgern zugänglich gemacht werden soll. Um das Ganze mit Leben zu füllen, ist Koordination nötig. Wie diese aussehen kann, wird bei einem sogenannten Quartierskonzept entwickelt, das die gesamte Gemeinde in den Blick nimmt. Es gilt, bestehende und noch zu schaffende Angebote sinnvoll zu vernetzen. Das kann mit Hilfe eines „Kümmerers“ geschehen, einer Fachkraft, die über einen Büroraum in der Anlage verfügt und Beratung für alle Senioren der Gemeinde anbietet.

Bürgermeister Besel sieht dies als zukunftsweisenden Weg, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Es werde, so Besel, „ein großer Mehrwert für das Leben aller Bürgerinnen und Bürger“ geschaffen.

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