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Im Haus des Gastes in Tegernsee befinden sich die Tourismusverbände TTT und ATS.

Diskussion im Gmunder Gemeinderat

Bleibt Kausch Tourismus-Chef am Tegernsee?

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Gmund - Bleibt Christian Kausch dauerhaft Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT)? Der Gemeinderat Gmund stellte einige Fragen.

Christian Kausch dreht als aktueller Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) seine Runde am Tegernsee und informiert über Pläne und Projekte, Fakten und Zahlen. Im Gmunder Gemeinderat fühlte man nun seinem Posten selbst auf den Zahn. „Was ist mit den Aufgaben, die Sie früher wahrgenommen haben?“, wollte Franz von Preysing (CSU) wissen. „Wie kompensieren Sie das?“ Er habe viele Aufgaben delegiert, gestand Kausch, „in manchen Bereichen haben wir eine Zwischen-Lösung gefunden.“ Zudem verzichte er auf die Arbeit in einzelnen Gremien, wie etwa dem Heilbäder-Verband oder dem Tourismus-Verband Oberbayern. Darin unterscheide er sich ganz wesentlich vom früheren TTT-Chef Georg Overs. 

Christian Kausch, Geschäftsführer der TTT.

Der hatte bekanntlich das Tal Ende November 2015 verlassen, sein Nachfolger Stephan Köhl war über die Einarbeitungszeit gar nicht hinausgekommen und wurde schon nach wenigen Monaten wieder verabschiedet. Er gebe sich Mühe, sagte Kausch, „ich werde aber nicht auf so vielen Hochzeiten tanzen.“ Dennoch sei er morgens der Erste und abends der Letzte im Haus des Gastes in Tegernsee. 

Johann Schmid (SPD) wollte es genauer wissen, ob es bei der aktuellen Konstellation bleibe: „Will man den Posten des Geschäftsführers ausschreiben? Soll da überhaupt wieder ein Kopf drauf auf die TTT?“, fragte Schmid. Diese Frage, so Kausch, müsse von den Tal-Bürgermeistern als Gesellschafter und vom Beirat diskutiert werden. Rathauschef Georg von Preysing (CSU) hielt sich zurück mit Äußerungen und verwies auf eine nichtöffentliche Diskussion. „Wir schauen gerade, ob das derzeitige Modell auch dauerhaft funktionieren könnte“, sagte Preysing. „Dann werden wir entscheiden, ob die Stelle des Geschäftsführers ausgeschrieben wird.“ Einen Zeitpunkt nannte Preysing nicht. 

Alfons Wagner (CSU) erkundigte sich, wie es um die Fusion der TTT und dem Tourismusverband Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) steht: „Soll’s zweigleisig weitergehen?“ Kausch verwies auf den Landkreis als Ansprechpartner. Man sei bemüht, so wenig wie möglich doppelte Arbeit zu machen. „Wir stimmen uns bei vielen Themen ab, etwa dem Radtourismus“, erklärte Kausch. Georg von Preysing verwies auf 2017: „Dann wissen wir mehr.“ Aktuell würden ausscheidende Mitarbeiter nicht ersetzt, wusste Preysing. Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) fragte angesichts des Rückgangs an Übernachtungen nach einer Einschätzung zu den Stärken und Schwächen der Gemeinde Gmund. Der TTT-Geschäftsführer hielt es für wichtig, ein Angebot für Gäste zu schaffen, die nur eine oder zwei Nächte bleiben wollen. Auch müsse man Urlaub auf dem Bauernhof weiter fördern. Potenzial sah er in den Touristen, die auf den Fernwanderwegen unterwegs seien. Gmund sei da ein wichtiges Etappenziel.

Zahlen zum Tourismus in Gmund

Die Zahl der Übernachtungen in Gmund ist seit 2006 von 57 014 auf 55 547 im Jahr 2015 gesunken. Die Gästezahl stieg hingegen von 15 969 auf 19 516. Das Bettenangebot schrumpfte von 740 auf 598, die Aufenthaltsdauer der Gäste verringerte sich von durchschnittlich 3,57 Tage auf 2,85.

gr

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