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Eierfärben mit natürlichen Mitteln: Expertin verrät die besten Tipps

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Von: Gabi Werner

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Hübsche Unikate entstehen bei der Ostereier-Produktion mit natürlichen Färbemitteln.
Hübsche Unikate entstehen bei der Ostereier-Produktion mit natürlichen Färbemitteln. © Maria Kordes

Eierfärben zu Ostern funktioniert auch mit natürlichen Mitteln. Wie das geht, erklärt Lebensmittel-Fachfrau Maria Kordes aus Dürnbach.

Dürnbach – Zu Ostern mögen es die Menschen bunt: Gefärbte Eier gehören bei den meisten Familien zu den Feiertagen einfach dazu. Um dem Ei eine bunte Schale zu verpassen, greifen viele zu künstlichen Lebensmittelfarben – doch es geht auch anders. Maria Kordes verwendet ausschließlich natürliche Färbemittel wie Rote Bete oder Zwiebelschalen. Wie das am besten funktioniert und welche Tipps beim Eierfärben sonst noch helfen können, verrät die 27-jährige Dürnbacherin im Gespräch mit unserer Zeitung.

Natürliche Farben für Ostereier: So bekommt man viele Überraschungseier

Etwa 300 Eier hat Maria Kordes auf dem heimischen Hof in Dürnbach heuer schon gefärbt. Dass sie dabei nur natürliche Mittel verwendet, macht die Sache umso spannender: „Jedes Ei schaut anders aus“, sagt die Betriebswirtin für Ernährung und Versorgung. Jedes Ei also ein Überraschungsei? „Ja, es ist jedes Mal eine Art Experiment“, sagt Kordes und lacht.

Oster-Basteln mit Kindern: Das sind die richtigen Pflanzen zum Eierfärben

Um ein schönes Ergebnis zu erzielen, hat die Dürnbacherin schon vieles ausprobiert. Folgende Pflanzen haben sich in ihren Augen bewährt: Kurkuma, Safran und Kamille für gelbe Eier, rote Bete für eine rote Schale, Holundersaft oder Rotkohl für ein kräftiges Blau sowie obere Zwiebelschalen für einen rotbraunen Effekt. „Wer einen intensiven Farbton wünscht, kocht die entsprechenden Pflanzen ungefähr eine halbe Stunde mit Wasser“, erklärt Kordes. Danach den Sud durch ein Sieb gießen, zwei Esslöffel Essig dazu – und fertig ist das Färbebad. „Man kann die Eier in der Farbsuppe kochen oder man legt die gekochten Eier für mehrere Stunden in das kalte Farbbad“, schildert die Dürnbacherin.

In einem Topf rührt Maria Kordes den Farb-Sud an.
In einem Topf rührt Maria Kordes den Farb-Sud an. © Thomas Plettenberg

Am unkompliziertesten funktioniert nach der Erfahrung Kordes’ das Färben mit Zwiebelschalen. „Wenn man braune Eier nimmt, kann man diese zusammen mit den Schalen hart kochen.“ Am besten zwischendurch die Eier drehen, damit sie überall Farbe annehmen. „Die Eier“, sagt Kordes, „haben anschließend einen kräftigen rotbraunen Farbton.“

Eierfärben mit Pflanzen: Natürlicher Ton statt Knalleffekt zu Ostern

Wie überall gibt es auch beim Färben mit natürlichen Mitteln Vor- und Nachteile. Ein knalliges Ergebnis lässt sich auf diese Weise nämlich nicht erzielen, räumt Kordes ein. „Die Intensität der Färbung ist nicht so kräftig wie bei den gekauften Farben.“ Doch es ist gerade dieser natürlich Ton, den die 27-Jährige für ihre Eier bevorzugt. Allerdings braucht es für die Herstellung des Suds einen alten Topf, der sich auch unschön verfärben kann. „Eine gute Alternative für das Färbebad sind leere Marmeladengläser“, sagt Kordes.

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Expertin rät: Keine frischen Eier zum Färben verwenden

Die Dürnbacherin, deren Familie sowohl gefärbte als auch nicht gefärbte Eier direkt ab Hof verkauft, hat noch weitere Tipps zur österlichen Tradition parat. Frische Eier, weiß Kordes, lassen sich nach dem Kochen nur schlecht schälen. „Die Eierschale klebt förmlich am Eiweiß.“ Fürs Färben empfiehlt sie daher die Verwendung von Eiern, die vor dem Kochen mindestens zwei Wochen gelagert wurden. Dann lassen sie sich beim Oster-Brunch leichter schälen und schneller verspeisen.

Bunte Ostereier mit natürlichen Farben: Abgeschreckte Eier sind nicht so lange haltbar

Auch rät die Lebensmittel-Expertin, die Eier nach dem Kochen nicht mit kaltem Wasser abzuschrecken. Der Temperaturschock führe zu einer Luftbildung zwischen Schale und Eiweiß – durch den Sauerstoff könnten Keime leichter ins Innere gelangen. Abgeschreckte Eier halten sich laut Kordes rund zwei Wochen lang. „Nicht abgeschreckte gekochte Eier kann man dagegen mehr als vier Wochen lagern.“ gab

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