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Ein Prosit auf die Zukunft: (v.l.) Kristian Nicol Worbs, Besitzer des Feichtner Hofs, und sein Sohn Oliver stoßen mit (v.r.) den neuen Wirtsleuten Marco Privitera und Veronika Meuer sowie Eileen Köhler an.

Ostern will er neu eröffnen

Feichtner Hof: Ein neuer Wirt packt’s an

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Seit Anfang des Jahres sind die Lichter aus im Feichtner Hof in Finsterwald. An Ostern sollen sie wieder angehen – mit Marco Privitera vom Blecksteinhaus in der Valepp als neuem Pächter für das Wirtshaus.

Finsterwald – Es wurde viel spekuliert – an Stammtischen und im ganzen Ort. Vor allem über die Gründe, warum Bio-Koch Thomas Thielemann, der den Feichtner Hof drei Jahre lang gepachtet hatte, keinen neuen Vertrag bekam. Und auch über das Gerücht, wonach Teresa und Mario Scaringi, seit zehn Jahren Betreiber des italienischen Restaurants La Delizia am Dürnbacher Dorfplatz, nach dem Feichtner Hof schielen würden. Jetzt hat Kristian Nicol Worbs, Geschäftsführer der Familiengesellschaft Aureus Immobilien und Anlagen GmbH und seit Dezember 2016 Besitzer des Feichtner Hofs, den Vertrag mit einem neuen Pächter unterzeichnet: Marco Privitera (24), in Tegernsee geboren und am Schliersee in einer Gastronomenfamilie aufgewachsen, übernimmt das Wirtshaus.

Privitera betreibt in der Valepp seit Dezember 2016 das Blecksteinhaus des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit knapp 50 Schlafplätzen und hat sich dort als pfiffiger Hüttenwirt und mit seiner bayerischen Küche sowie der Eigenproduktion regionaler Metzgereiprodukte einen Namen gemacht. Zusammen mit der Eigentümerfamilie und seiner Lebensgefährtin Veronika Meuer, ebenfalls in Tegernsee geboren und in Holzkirchen aufgewachsen, will er dem Feichtner Hof zu neuem Glanz verhelfen. „Vor allem Einheimische und Vereine aus der Umgebung sollen hier wieder ein Zuhause finden und gute heimische Küche zu fairen Preisen genießen können“, hofft Worbs. Das Blecksteinhaus will Privitera trotzdem weiter betreiben. „Wir haben dort ein gut eingespieltes Team“, sagt er.

Bis zur Wiedereröffnung des Feichtner Hofs gibt’s noch einiges zu tun. Die Fassade wird neu gestrichen, die Lüftlmalerei erneuert. Auch der Biergarten wird sich, sobald die Temperaturen es zulassen, einer Rundum-Erneuerung unterziehen. „Die große Grillhütte kommt weg“, kündigt Worbs an, „dafür werden entlang der Straße mehrere Holzhütten errichtet, auch als Lärmschutz.“ Auch innen im Wirtshaus wird alles aufgefrischt – neue Farbe, neue Beleuchtung, eine Bar wird eingebaut. Und auch Personal wird gerade gesucht.

Wirtshaus und Hotel werden allerdings getrennt voneinander betrieben. Worbs und seine Feichtner Hof GmbH übernehmen den Hotelbetrieb. Die zuletzt 18 Zimmer werden gerade im zeitgemäß-alpenländischen Stil renoviert. „Allerdings machen wir nur eine kleine Renovierung und führen Reparaturen aus, die lange fällig waren“, sagt der Unternehmer.

Den richtig großen Umbau plant er für nächsten Winter. „Das wäre jetzt in der Kürze der Zeit nicht machbar gewesen“, meint Worbs, der auch einen Anbau im Sinn hat. Doch der ist noch nicht bei der Gemeinde beantragt. Das Hotel soll auch Sommer- und Wintersportler, Familien und Geschäftsreisende ansprechen. Für E-Biker wird im Biergarten eine Ladestation eingerichtet. Ab Ende März sollen die Zimmer wieder buchbar sein, und auch im Wirtshaus soll jetzt, da der Pachtvertrag in trockenen Tüchern ist, alles ganz schnell gehen. Ein konkreter Termin für die Eröffnung steht momentan allerdings noch nicht fest.

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